27.07.08 Reykjavík – Skaftafell

Die Nacht im Dorm war dank Oropax einigermaßen erträglich, auch wenn die Luft etwas stickig war, ich war schon um 4:15 Uhr wach, Philip gegen 5 Uhr. Aufgestanden sind wir aber erst um 6:45 Uhr. Nachdem wir unser Rucksäcke wieder gepackt hatten, wollten wir pünktlich um 7:30 Uhr frühstücken, nur leider war der Typ, der das Frühstück machen sollte, noch in den Federn. Und auch, als er endlich auftauchte, schlief er mehr, als das er effizient war. Trotzdem waren wir pünktlich um 8 Uhr mit dem frühstücken fertig, auch wen Philip schon seit 5 min Hummeln im Hintern hatte. Natürlich waren wir 10 min vor Abfahrt des Busses am BSÍ-Terminal, was Mama sehr begrüßte, da sie noch den Kaffee, den der verpeilte Typ dann doch irgendwie noch gekocht hatte, wegbringen musste.
Der Busfahrer war dick und nicht gesprächig. Die Fahrt an der Küste entlang ist unbeschreiblich schön, Lavafelder wechseln sich mit Steilküsten, Farmland, Schwemmland und Geröllfeldern ab. Der Wind pfeift so stark, dass selbts die Pulloverschweine Deckung hinter großen Steinen oder in tief eingeschnittenen Bachbetten suchen.
An der Kante des der Gletscherplateaus fallen immer wieder kleinere und größere Wasserfälle runter, manchmal ist das Gestein so porös, dass der Wasserfall aus dem Nichts kommt und dorthin auch wieder verschwindet. Wir haben uns dann noch den Skogarfoss angeschaut, an dem unsere 2. Tour in knapp 3 Wochen enden wird.
Mittagspause haben wir in Vík gemacht, wo es geregnet hat und wir dort an der Tankstelle eine isländische Schaffleischsuppe gegessen haben. 2 Stunden später sind wir in Skaftafell angekommen und haben zuerst einmal bei schönstem Wetter unsere Zelte aufgebaut.
Danach sind wir zum Svartifoss gewandert, der an einer Wand von überhängenden Basaltgiraffen hinabfällt (Für in 20 Jahren: Die 6-eckigen Steinstruktur mit dem kreisförmigen Inneren könnte so entstanden sein wie die Muster der Giraffen)
Auf dem Rückweg sind wir an der alten Farm Sel vorbeigegangen, die heute nur noch von drei Hähnen und einigen Hennen bewohnt wird.
Am Fuß der Hügelzunge bildet der Bæjargil einen kleinen Teich, der unglaublich verwunschen im Gebüsch lag.
Zum Abendessen gab es Gemüsebrühe, Couscous mit Fertig-Nudelsuppe, Pichelsteiner Gemüsetopf und Trockenfleisch. Nachdem Frank 2 Tagen lang ein bisschen Hunger hatte, hoffen wir nun, dass er jetzt wieder richtig satt ist.
Zur Verdauung haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang zum Skaftafellsjökull gemacht.
Faszinierend war, wie sich die Temperatur schlagartig änderte, als wir um eine Felsnase herum kamen. Anschließend haben wir uns dann im Visitor Center noch ein Video und Poster über den Vulkanausbruch unter dem Vatnajökull und dem daraus resultierenden Gletscherlauf von 1996 angeschaut.

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