Tagebuchbloggen 05.08.2016

7 Uhr irgendwas. Ich werde das erste Mal wach. Aber da weder arbeiten gehen noch kleine Menschen versorgen ansteht, drehe ich mich nochmal rum und döse noch ein wenig.

Irgendwann stehen wir auf, beziehen das Bett frisch, ich gehe duschen, wir suchen schonmal grob die Sachen zusammen, die wir für den Urlaub brauchen. Ich backe Pfannkuchen, da die Eier noch weg müssen und der Kühlschrank ansonsten nicht viel hergibt für ein gemütliches Frühstück

10:30 Frühstücken

11 Uhr weiter geht’s mit packen

12:30 Auto ist gepackt, Kühlschrank an die Nachbarin übergeben, pipi gemacht. Los geht’s auf die erste Mini-etappe nach Frankfurt.

 Geplant war das anders, aber dann wurde der kleine kleine Mensch bei der Oma krank und mit einem fieberndem Kind will ich nicht bei meinem Bruder bzw. dem 8 Monate alten Neffen aufschlagen.

14:40 mit der Bahn wären wir schneller hier gewesen. Ich hab vergessen, noch einen Reiseführer zu besorgen. Also mal noch in die Innenstadt in eine große Buchhandlung. Auf dem Weg dahin fällt mir ein, dass ich meine Sonnenbrille vergessen hab. Ich Profi. Also gehen wir zuerst zu einer Optikerkette. Dort wird mir innerhalb von 2h so ein brillenaufclipdingsi für meine Brille gemacht. Während wir warten essen wir zuerst auf dem streetfoodfestival, das da zufällig auf unserem Weg liegt, ein paar Kleinigkeiten.

 Anschließend gehts in den Buchladen, wo ich noch 2 Reiseführer und 2 Liebesromane kaufe. Die 2. Stunde Wartezeit verbringen wir im Café der Buchhandlung.

18 Uhr das brillenclipsdingsi ist fertig und wir machen uns wieder auf den Weg zurück nach Sachsenhausen, zur Wohnung des besten Freundes. Dort schmöker ich ein wenig in den neu erstandenen Reiseführern, während der Liebste das Auto nochmal umparkt. Dann setzen wir uns noch auf den Balkon in die Sonne.

Ich lese ein bisschen aus dem Reiseführer vor. 
19:30 der Liebste und der beste Freund arbeiten noch ein bisschen an der Weltrettung. Ich beginne, einen der frisch gekauften Romane zu lesen. 

20:30 die Mitbewohnerin des besten Freundes hat gekocht und es gibt jetzt Abendessen. 

21:30 wir werden mitgeschleppt zu Freunden der Mitbewohnerin und verbringen den Rest des Abends Gin Tonic trinkend mit Menschen unter 30. Sachen gibts…

Interstellar – eine biologistische und trotzdem feministische Kritik

Gestern abend haben wir bei den Nachbarn im Garten – nach einer etwas längeren Einführung in die physikalischen Hintergründe von Raumzeit und Relativität – den Film Interstellar von Christopher Nolan gesehen. Weil der Film allerdings sehr lang ist und der große kleine Mensch um Mitternacht dann doch ins Bett wollte, blieb mir das sehr gefühlsduselige Ende erspart. Allerdings fand ich ihn bis dahin sehr gut!

Wer ihn noch nicht gesehen hat: Nachholen!!! Und erst dann hier weiterlesen (Spoilerwarnung!).

Der Film bietet auf einigen Ebenen Nachdenk- und Diskussionsstoff. Aber was den Liebsten und mich den ganzen Tag heute am meisten beschäftigte war das absolut größte Plothole, was für uns so unglaublich offensichtlich war, aber ansonsten keinem aufgefallen zu sein scheint: Es ergibt biologisch ÜBERHAUPT keinen Sinn, nur *eine* Frau und *drei* Männer auf eine intergalaktische Mission zu schicken, um ein neues Habitat für die Menschheit zu finden. Noch dazu, wo Plan B vorsah, die ersten der mitgeführten 5000 befruchteten Eizellen durch die einzige Frau an Bord austragen zu lassen, sollte es in der verfügbaren Zeit nicht schnell genug gelingen die Gravitation so gut zu verstehen, dass man die auf der Erde verbliebenen Milliarden Menschen durch das Wurmloch zu dem neuen Habitat transportieren könnte. Plan B war also auf Frauen als Gebärorganismus angewiesen (sollten der Liebste und ich beide den Punkt im Film verpasst haben, wo vom mitführen künstlicher Uteri die Rede war, schreibt es bitte in die Kommentare :D). Warum um alles in der Welt nimmt man dann nur eine einzige Frau mit?!? Warum? Wenn Dr. Brand anstelle von Doyle auf Millers Planet gestorben, hätte es niemanden mehr gegeben, die die Eizellen hätte austragen können. 4 Frauen auf diese Mission zu schicken wäre von dem Gesichtspunkt also viel sinnvoller gewesen als 3 Männer und 1 Frau.

Nun will ich mal nicht so sein und unterstelle zusätzlich zu der Möglichkeit, dass Plan A (die verbliebenen Menschen nachzuholen) scheitert, auch noch, dass Plan B durch den Verlust der Eizellen scheitert, dann wäre es noch immer Erfolg versprechender gewesen, 3 Frauen und 1 Mann auf die Mission zu schicken. Sollten sich nämlich einer der drei in Frage kommenden Planeten als geeignet herausstellen, könnte dieser vielleicht dadurch besiedelt werden, dass der eine Mann drei Frauen schwängern und man hätte den Fortpflanzungsflaschenhals Austragezeit optimal minimiert (ja, ich weiß, extrem kleine genetische Varianz, sicher sehr viel schlechter als die 5000 Eizellen, aber hey, wir hatten ja die Möglichkeit unterstellt, dass Plan B scheitern könnte).

Aus rein biologisch-rationalen Überlegungen heraus wären mindestens 3 Frauen bei dieser Mission das einzig sinnvolle gewesen.

Interessehalber habe ich mal bei Google „Interstellar feminist critique“ eingegeben und erschütternderweise habe ich auf der ersten Seite keinen einzigen Artikel gefunden, wo der Autorin dieser wirklich einzige richtig krasse Fehler in der Erzählung aufgefallen wäre.

Es wird darüber lamentiert, dass Dr. Brand irrational argumentiert, als sie (von Cooper dazu gezwungen!) erklärt, sie würde gern zu Edmonds Planet fliegen, weil sie diesen Mann liebe. Cooper und Romilly hatten genausowenig wissenschaftlich handfeste Argumente, warum es erfolgversprechender wäre, zuerst den Planeten von Dr. Mann anzufliegen. Wenn man mal die differenzfeministische Perspektive einnimmt, dass Frauen tatsächlich emotional anders agieren als Männer, lässt der Ausgang des Films aus meiner Sicht nämlich durchaus die Deutung zu, dass die weibliche Perspektive nicht irrationaler ist als die männliche. Die Männer hatten einfach nur die Statistik auf ihrer Seite (2 Planeten (Miller und Mann) auf etwa dem gleichen Gravitationsniveau gegen einen Planeten (Edmonds) auf einem anderen. Nur macht Statistik eben keine Aussage darüber, ob einer der drei Planeten *wirklich* geeignet war. Dr. Brand konnte durchaus nachvollziehen, warum Cooper und Romilly so entschieden, sie hatte schlicht neben der gleichen dünnen Faktenlage eben noch emotionale Gründe. Und diese Gründe hat sie erst in den Ring geworfen, nachdem Cooper sie dazu genötigt hat. Ich habe ihre Darstellung an keiner Stelle so empfunden, dass sie nicht in der Lage gewese wäre, die Argumente der anderen nicht nachzuvollziehen.

Eine Googelsuche im deutschsprachigen Netz zu „Interstellar Fehler“ liefert eine Reihe mehr oder weniger intelligenter Überlegungen dazu, ob Millers Planet so nahe an einem schwarzen Loch überhaupt hätte existieren können, ob die mehrstufige Rakete so überhaupt funktionieren kann und viel einfältigem rumgenerde mehr. Auch hier fällt keinem das offensichtliche auf: Es fehlen die Frauen!

Die Tatsache, dass dies sowohl den Drehbuchautoren/Regisseur/Produzenten als auch den Kritikerinnen mit dem höchsten Google Ranking nicht auffiel, erhärtet meinen Verdacht, dass diese patriachalische Männlichkeit sehr sehr viel tiefer in unseren Köpfen sitzt als uns das lieb ist. Mit mehr Frauen an Bord hätte der Film im übrigen auch den Bechdel-Test bestanden. Denn trotz zwei starker weiblicher Hauptrollen scheitert er am Kriterium „Sprechen die miteinander?“

Nochmal: Nicht aus ideologischer Überlegung heraus *müssten* mindestens 50 Prozent der Endurance-Besatzung weiblich sein, sondern aus rein biologischer Notwendigkeit. Ironischerweise diskreditieren viele Feministinnen solche Feststellungen als biologistisch ¯\_(ツ)_/¯

Edit: Ein Leser wies mich noch auf einen interessanten Artikel hin, der ebenfalls biologisch argumentiert, warum Frauen die besseren Astronautinnen sind: http://www.scotsman.com/future-scotland/tech/why-women-are-better-astronauts-than-men-1-571322

Wie man den Spiegel vorgehalten bekommt macht wie man sich sieht

Erinnert ihr euch noch, wie ich am ersten Arbeitstag nach 5 Monaten Mutterschutz/Elternzeit vom neuen Chef direkt mal als minderleistende Mutter abgestempelt wurde?

Um ehrlich zu sein, wurde das nicht viel besser, im Gegenteil, immer wieder machte er klar, was er von arbeitenden Mütter hielt. Beispiel gefällig? Er hatte eine Besprechung mit einer anderen Gruppenleiterin (!), die 2 Kinder im Alter der kleinen Menschen hat. Nach der Besprechung gingen wir alle zusammen zum Mittagessen. Als wir vorm Gebäude standen, fiel der Gruppenleiterin ein, dass sie ihren Fahrradhelm im Besprechungsraum vergessen hatte. Sie ging also nochmal rein und holte ihren Helm . Mein Chef kommentiert das mit: „Achja, diese jungen Mütter.“ (man nennt sowas übrigens benevolenten Sexismus).

Mir gab er nie das Gefühl, dass ich etwas gut oder richtig gemacht habe. Dass ich eine Wasserdampftafel nicht als laminierte Hardcopy auf dem Schreibtisch liegen hatte sondern als Bookmark in meinem Browser brachte ihn bereits sichtlich aus der Fassung. Wenn ich mit einem Problem zu ihm kam, suchte er den Fehler bei mir statt mir konstruktiv weiter zu helfen. Gleichzeitig wurde in den jährlichen Zielerreichungsgesprächen festgestellt, dass ich meine Ziele erreicht hatte, keines meiner Projekte ging jemals schief, ich habe den Laden nicht in die Luft gejagt oder eine Milliardeninvestition in den Sand gesetzt.

Das alles führte dazu, dass ich immer mehr den bis dahin recht festen Glauben an mich und meine Fähigkeiten verlor. Ich wurde immer mehr zu dem, was mein Chef vom ersten Tag in mir sah. Eine Frau, die zwischen den Ansprüchen, die der Job stellte und den Aufgaben als Mutter, zerissen und aufgerieben wurde. Ich wurde mit jedem Tag unzufriedener mit dem Job und fragte mich, wie lange ich diesen Job, der mir anfangs soviel Spaß gemacht hatte, noch machen will. Ich hatte aber auch keine Ahnung, was ich sonst machen wollte. Ich hatte derart das Vertrauen in mich verloren, dass ich mir auch keinen anderen Job zutraute. Ich traute mich noch nicht einmal, mich firmenintern umzuschauen, weil ich befürchtete, dass mich eh keine wolle.

Dann wurde ein Unternehmensteil abgespalten und es war von vornherein klar, dass Teile der Gruppe, in der ich arbeitete, in das neu geschaffene Unternehmen übergehen würden. Es war der Unternehmensteil, in dessen Projekten ich immer am liebsten gearbeitet hatte, aber ich konnte mir auch hier nicht vorstellen, dass ich dahin wechseln würde. Dass irgendwer auf der anderen Seite sagen würde, wir brauchen auf jeden Fall eine Drehumdiebolzeningenieurin. Tatsächlich brauchten sie aber zwei Drehumdiebolzeningenieure. Win win. Wenn mein Chef schon zwei seiner 5 Drehumdiebolzeningenieure abgeben musste, war es natürlich praktisch, dass ich eine davon war.

Seit einem knappen Jahr habe ich also nun  einen neuen Chef (den alten Chef bin ich sogar schon mehr als 1 Jahr los, es gab zwischendrin noch einen Interimschef, der auch schon ein unfassbarer Lichtblick war). Und plötzlich identifiziere ich mich wieder mit meinem Job. Entwickele Ideen. Setze Dinge in Bewegung. Sehe Perspektiven für mich. Sowohl im jetzigen Job als auch in anderen Bereichen. Ich bekomme Feedback, mit dem ich was anfangen kann. Klar, sachlich und fair. Und zu meiner eigenen Verwunderung oft positiv. So positiv, dass ich einmal sogar geweint hab, als ich aus dem Büro raus war. Vor Erleichterung.

Heute morgen kam mein Chef in mein Büro und sagte: „Sie gehen ja nächste Woche in Urlaub. Ich würde gerne auf Stand gebracht werden. Heute 14 Uhr. Sie müssen nichts vorbereiten, einfach nur, dass ich weiß, was los ist, sollte was sein, während Sie weg sind.“ Und was mach ich? Ich frag mich stundenlang, ob ich mal wieder verpeilt hab, dass man seinen Chef 4 Tage vor dem Urlaub bereits auf Stand bringen muss. War ich mal wieder zu unorganisiert, dass ich nicht längst einen Termin für Montag oder Dienstag eingestellt hab, um ihn auf Stand zu bringen?

Als ich dann um 14 Uhr in sein Büro kam, bat er mich, die Tür zu schließen. Ein untrügliches Zeichen, dass es kein fachliches Gespräch werden wird sondern ein Personalgespräch. Kurze Panik. Letzte Woche hatte er mich sehr souverän aus einer etwas ungeschickten Situation rausgeboxt, in die ich naiverweise geraten war. Hatte er deshalb ein Hühnchen mit mir zu rupfen?

Stellt sich raus: Er wollte mir meine Beförderung mitteilen. 2016-07-28 14.53.30

 

Sonntagssachen

Noch vor dem Frühstück ein Kindershirt-Schnittmuster abgepaust. Brötchen geformt. Tee gemacht. Ausgiebig gefrühstückt. Ein Geburtstagsshirt genäht. Einen Ausflug in den Park gemacht (oder Pokémon Go gespielt, je nachdem, wen man fragt. Aber auch auf der Wiese gelegen, den kleinen Menschen beim klettern, rutschen und Wasser planschen zugeschaut). Käsekuchen gegessen. Geburtstagsgeschenke verpackt. Oliven genascht.

Freitagsliebe 2: Siebenhundert Sachen

Weiter geht es mit der Freitagsliebe. Weil diese Welt mehr Liebe braucht. Gerade jetzt. Vrouwelin hat heute auch schon einem tollen Menschen gehuldigt.

@700Sachen

700Sachen lernte ich bei Twitter kennen, als ich mich mit Karacho ins Nähbloggerinnenuniversum stürzte. Da war sie gerade schwanger und sie erzählte viel von dem Hochzeitsgastkleid, dass sie gerade nähte. Und dann kam alles anders und sie konnte nicht auf die Hochzeit und der Minimensch kam sehr sehr mini zur Welt. Ich bewunderte die Gelassenheit, mit der sie die Situation zu meistern schien.

Ich begann recht schnell auch ihren Blog zu lesen, dessen Name wirklich Programm ist. Selbst machen – selbst denken – selbst reden. Dass ich auf so ein Motto abfahre, könnt ihr euch sicher denken.

Anfangs war mir noch nicht so recht klar, was sie beruflich machte, aber das lag wahrscheinlich vor allem daran, dass sie in Elternzeit war. Sie arbeitete an der Hochschule, soviel war klar, aber was genau, das blieb für mich lange im Dunkeln.

Als dann meine Nichte viel zu früh und viel zu klein auf die Welt kam, da hatte 700Sachen sehr nützliche Tipps für Frühchenschlafsäcke und Frühchenkleidung parat und schickte mir sogar ein Schnittmuster für einen minikleinen Schlafsack. Leider habe ich diesen Schlafsack nie genäht, weil er nicht gebraucht wurde😦

Dann trafen wir uns das erste Mal bei einem Nähbloggerinnentreffen und ich hatte es voll verpeilt, dass sie 700Sachen ist. Ich begrüßte sie sehr verhalten und erst nach längerer Zeit kapierte ich, dass sie die tolle Frau ist, die so viele schlaue Sachen twitterte. Beim Abendessen konnte ich den verhaltenen Start dann aber noch richtigstellen. Zum Glück! Nicht auszudenken, wenn sie gedacht hätte, ich möge sie nicht.

Irgendwann bekam ich dann mit, dass sie Ökonomin ist. Während der Griechenlandkrise letztes Jahr hat sie eine sehr aufschlussreiche Serie in ihrem Blog gehabt, was diese ganzen Verhandlungen eigentlich genau bedeuten, für uns EU-Bürgerinnen und für die Griechinnen im speziellen. Spätestens da war deutlich zu spüren, dass ihre Leidenschaft nicht nur das Forschen sondern auch das Lehren ist. Vor kurzem dann hat sie eine ähnliche Reihe zum Brexit gemacht und auch da mochte ich ihre gut verständlichen und sehr fundierten Texte sehr.

Was ich außerdem sehr an ihr schätze: Sie ist noch viel rückwärtsintegrierter als ich was das Selbermachen angeht. Sie backt nicht nur Brötchen, sie backt auch ihr Brot selber. Sie hat einen Balkongarten mit Gemüse. Und sie macht sich viele interessante Gedanken um ihre „Indianermentalität„, wie sie es nennt. Aber eigentlich sind all ihre Texte, die sie unter der Rubrik Just my 2 Cents ablegt sehr empfehlenswert. Egal, ob sie sich um Wirtschaftsthemen, nachhaltige Kleidung, Flüchtlinge oder andere wichtige Themen drehen

Sie macht außerdem ganz tolle Geburtstagsgeschenke. Weil sie aufmerksam die Timeline liest und deshalb weiß, was man gerade braucht. Und sie verschickt Schnittmuster schneller, als man gucken kann.

Mit anderen Worten: Ich bin sehr froh, 700Sachen zur Freundin zu haben. Sie bereichert mein Leben ungemein mit interessanten Gedanken und mit viel Liebe.

Sonntagssachen

Tschuri gefrühstückt, das Abendessen vorbereitet, Bananenbrot eingepackt und zum Dampfmaschinenfest ins Freilichtmuseum Lindlar gefahren. Dort dann Knöpfe mit Stoff bezogen, viele toll restaurierte Fahrzeuge bewundert, in einem Bergischen Bauernhof aus den 1960er extreme Uroma-Flashbacks gehabt (es roch da wirklich wie bei meiner Uroma! Die hat zwar gehäkelt und nicht gestickt, aber die Weckgläser hätten von ihr sein können). Zwei Ackergäulen beim eggen zugeschaut. Am Abend vorm Fernseher beim Maxi-Anna-Dress das Futter von Hand an die Ärmelsäume genäht.

Tagebuchbloggen 05.07.2016

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

2:irgendwas Der kleine kleine Mensch ruft/weint. Nachdem er letzte Nacht in unserem Bett wie wild gezappelt hat, geht der Liebste zu ihm, legt sich kurz in sein Bett um ihn zu beruhigen und wir können danach ohne Tritte ins Gesicht in unserem Bett ungestört weiterschlafen

6:30 Uhr Der Wecker klingelt (bzw. zwitschert).

6:50 Uhr aufstehen, waschen, anziehen. Bananenbrot frühstücken. Tisch abräumen, die kleinen Menschen zum Anziehen und Zähneputzen anhalten. Selbst Zähne putzen.

7:40 Uhr wir verlassen das Haus.

7:50 Uhr Ankunft im Büro, Mails lesen. Das Modell, das ich mir am Freitag zerschossen hatte, hab ich gestern wieder repariert, heute muss ich ein paar Varianten rechnen um entscheiden zu können, wie ein bestimmter Apparat umgerüstet werden soll.

9:00 Uhr die wöchentliche Gruppenbesprechung.

10:15 Uhr weiter gehts mit dem „Tagesgeschäft“

11:30 Uhr ich bin zum Mittagessen mit einem ehemaligen Kollegen verabredet.

12:40 wieder zurück im Büro. Im Laufe des Nachmittags fällt mir ein dicker Stein vom Herzen, weil das zwischenzeitlich unlösbar erscheinende Problem ließ sich mit ein bisschen rechnen und rumprobieren dann doch noch lösen. Puh!

15:50 Uhr Ich fahre zum Kindergarten, den kleinen kleinen Mensch abholen, um uns einen anderen Kindergarten anzuschauen, in den er ab nächste Woche für die 3 Ferienwochen gehen wird, wo sein Kindergarten zu ist. Denn der große kleine Mensch hat die letzten 3 Ferienwochen keine Betreuung. Zum Glück bietet der Träger unserer Betriebskita eine Ferienlösung in benachbarten Kitas an. Auf dem Weg vom Kindergarten zur anderen Kita regnet es, mal wieder, wie aus Eimern. Aber zum Glück hab ich mir noch rechtzeitig Regenhose und Regenjacke angezogen. Der kleine kleine Mensch mag die andere Kita und er wird sehr schnell warm und kann sich von meiner Hand lösen und die Erzieherin, die ihm alles zeigt, vollquatschen.

16:40 Uhr wir sind zu Hause. Der große kleine Mensch und die Kinderfrau sind auch schon da. Der große kleine Mensch und ich suchen gekringelte Schriftarten aus, mit der wir seine Einladungskarten zum Kindergeburtstag beschriften können. Bereits gestern hatte er einen Monsterstempel geschnitzt und damit die Karten bedruckt. Außerdem schreiben wir noch den Einladungstext in die Karten, tüten sie in Umschläge und beschriften sie. Ich die, die mit der Post verschickt werden müssen, er die, die er in der Schule verteilen wird.2016-07-05 18.29.06

18:00 Uhr wir bringen die beiden Einladungen, die mit der Post verschickt werden müssen zum Briefkasten. Bei strahlendem Sonnenschein. Danach dürfen die kleinen Menschen eine Folge My little Pony schauen und ich stricke eine Runde am Ärmel meiner Hortencia Jacke weiter.

19:00 Abendessen

19:40 Uhr Die kleinen Menschen ins Bett bringen. Das ist in letzter Zeit etwas mühsam. Die sind ganz schön aufmüpfig und wollen sich nicht umziehen, Pipi machen, Zähne putzen. Da muss man dann leider schonmal damit drohen, nix mehr vorzulesen.

20:10 Uhr Ich verlasse das Kinderschlafzimmer und gehe nach nebenan ins Nähzimmer und widme mich meiner vor Wochen angefangenen Hose. Ich muss allerdings mehrmals zurück ins Kinderzimmer und die kleinen Menschen zur Ordnung rufen. Irgendwann drohe ich damit, dass sie morgen kein Fernseh gucken dürfen, wenn ich noch einmal reinkommen muss.

21:00 Uhr Telco mit Susi und Alexandra

21:30 Uhr mein computer verhält sich seit ein paar Tagen komisch. Er braucht für die simpelsten Sachen ewig, scrollen z.B. ist ein totaler Krapf. Leider finden der Liebste und ich nicht so recht raus, was los ist😦 Außerdem bringe ich die Adressliste für die anNÄHerung auf den neuesten Stand.

22:10 Uhr Den Hosenreißverschluss werde ich wohl heute nicht mehr einnähen, sondern wirklich wirklich versuchen, vor 23 Uhr im Bett zu sein…