Sonntagssachen

Gefrühstückt. Gepackt. Bei Käpt’n Blaubär gekuschelt. Spülmaschine ausgeräumt. In ein Auto gestiegen. Eingecheckt. In der Lounge rumgehangen. Gestrickt. Nüsschen gegessen.

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Tagebuchbloggen 05.11.2017 / Sonntagssachen

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wieder wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

7:00 der kl kl Mensch kuschelt sich zu uns ins Bett. Neben dem üblichen gezappel massiert er mir mit seinen Füßen den Rücken. Lustiges Gefühl. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Absicht war oder ob er das im Rahmen seines gezappels machte.

7:40 Uhr der gr kl Mensch kommt rein, checkt, ob es nach 7 ist (dann darf er am Wochenende nach unten gehen. Da wir beide kl Menschen unter der Woche um 7 mühsam wecken müssen, am Wochenende Tablet spielen ab 6 problemlos möglich wäre, haben wir die 7 Uhr Regel eingeführt.) Der kl kl Mensch geht mit, wir haben unser Bett also wieder für uns und dösen noch ein bisschen.

8:40 Uhr ich wache auf und finde mich eng an den Liebsten angekuschelt wieder. Und nun verrate ich euch, warum die kl Menschen am Wochenende morgens Tablet spielen dürfen: ich schlafe zwar auch gerne aus, aber ich habe auch gerne Sex am Morgen. Fast lieber als am Abend. Aber entspannt ist das morgens halt nur möglich, wenn die kl Menschen Tablet spielen, weil sie dann idR nicht hoch kommen. (Wobei, gestern wollte der kl kl Mensch uns zeigen, was sie in Minecraft gebaut haben. Das war etwas äh… unpassend…) Heute morgen hat uns aber niemand gestört.

9:05 Uhr der Liebste steht auf, Frühstück machen. Ich lese erst noch gemütlich die Nacht-timeline.

9:30 Frühstück ist fertig, Timeline nachgelesen, also aufstehen und frühstücken. Das dehnen wir mittlerweile wieder genauso gemütlich aus wie bevor die kl Menschen da waren. 

11:00 es wird ein Wanderbeschluss gefasst

11:15 ich entdecke Mottenlöcher in einem selbstgestrickten Pullunder… Die werden aber im Auto gestopft, damit wir endlich loskommen.

12 Uhr vom wanderparkplatz aus geht es zur Staumauer, und dann immer wieder auf und ab durch den Wald. Der Liebste wollte ja einfach ein Stück an der Talsperre entlang und dann wieder zurück. Ich habe aber einen Abneigung gegen hin-und-zurück-wanderungen. Also ergreife ich bei einer Infotafel die Chance und schlage einen Rundwanderweg vor. 

15:00 zurück am Auto bin ich ziemlich hungrig. Zum Glück haben wir sowieso noch einen Besuch im Cafe Wild geplant. Dort gibt es nämlich den besten Baiser, den ich je aß. 5cm reinste Schokokussfüllung, leicht angeröstet an der Oberfläche…

16:30 Uhr die kl Menschen in die Badewanne verfrachten

17:00 die Sendung mit der Maus gucken und dabei stricken. Und weils gerade so gemütlich ist, erlaube ich auch noch je eine Folge „Drachen zähmen leicht gemacht“ und TerraX. 

18:45 Uhr ich übe eine Runde Klavier. Da ich ja ein epiano hab, kann man da ja den Klang verstellen, und den Marble Machine Song übe ich neuerdings mit dem Klang einer steal drum.

19:00 Uhr Abendessen für die kl Menschen

19:30 Uhr ich bringe die kl Menschen ins Bett und lese „Seeräuber Moses“ vor.

20:00 Uhr ich springe unter die Dusche

20:45 Uhr der Liebste hat am Freitag frische Steinpilzgnocchi gekauft und nun gekocht. Ich bin kein allzu großer Gnocchi Fan, ich finde die irgendwie zu matschig im Mund. Deshalb darf der Liebste einen Teil meiner Portion mitessen.

21 Uhr wir sitzen auf dem Sofa, schauen die Fotos von unserer heutigen Wanderung und uns fallen die Pralinen wieder ein, die wir im Café Wild noch mitgenommen haben.

21:30 wir schauen die erste Folge vom Star Trek discovery

22:15 Uhr ich gehe ins Bett.

23 Uhr was kümmert mich mein Geschwätz von heute Morgen…

Tagebuchbloggen 05.10.2017

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen wl wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

6:30 Uhr der Tageslichtwecker zwitschert vor sich hin. Wie jeden Werktag, stelle ich ihn aus und döse noch 10 min bis der andere Wecker klingelt. Den ich dann, wie jeden morgen noch einmal auf Snooze stelle.

6:50 Uhr der Wecker klingelt ein zweites mal und als ich aufstehe kommt ein schimpfender kleiner kleiner Mensch ins Zimmer und beschwert sich, dass er noch nicht aufstehen will. Ich mache Licht an (noch mehr Protest), mache außerdem das Licht im Kinderzimmer an, wo der große kleine Mensch sofort wach ist und aufsteht. Seltsame Ereignisse, normalerweise muss ich die kleinen Menschen 20 Minuten lang wecken… Ich gehe ins Bad, der große kleine Mensch zieht sich an und geht allein nach unten. Der kleine kleine Mensch kuschelt noch ein bisschen mit der Bettdecke.

7:10 Uhr der große kleine Mensch kommt wieder hoch, ich bin mittlerweile auch angezogen und sortiere noch schnell eine Maschine Wäsche. Gleichzeitig muss ich darauf aufpassen, dass der große kleine Mensch im Schlafzimmer bleibt, damit er den kleinen kleinen Mensch nicht beim Anziehen ärgert.

7:15 Uhr wir frühstücken.

7:30 Uhr Zähneputzen, schminken.

7:40 Uhr den großen kleinen Mensch aus dem Haus scheuchen

7:45 Uhr Wäsche in die Waschmaschine stecken, Fahrräder aus dem Keller holen und den kleinen kleinen Mensch zum Kindergarten bringen.

8:10 Uhr im Büro angekommen. Dienstreise für nächste Woche nach Norddeutschland organisiert. Versucht die Chinareise im November weiter vorzubereiten. Berechnungen von letzter Woche nochmal überprüft, geändert, jetzt ist alles wieder im Lot, was letzte Woche noch so auf der Kippe aussah.

12:30 Uhr Mittagessen

13:30 Uhr wieder im Büro, aber am liebsten würde ich ins Bett gehen. Die Erkältung, die mich am Wochenende flach gelegt hat, ist noch immer nicht ganz weg, mein Kopf dröhnt, ich habe Husten und Schnupfen und zuviel Arbeit für krank sein.

13:00 Uhr Das Nobelkomitee beweist dieses Jahr, dass sowieso nur Männer außergewöhnliches für die Menschheit leisten können. Frauen kommen nicht vor in den Nobelpreisen von 2017 (Der Friedensnobelpreis steht noch aus, aber ich habe wenig Hoffnung, dass wenigstens der an eine Frau verliehen wird)

14:40 Uhr Ich muss noch meine Arbeitskleidung aus dem Wäschefach holen, damit ich die nächste Woche mit auf die Dienstreise nehmen kann. Das Wäschefach ist im Nachbargebäude im Keller. Also mache ich einen kleinen Spaziergang, es regnet gerade nicht und ich hoffe, der Wind pustet mir den Kopf ein wenig frei.

17:00 Uhr Feierabend. Ich bin tatsächlich etwas platt von der Erkältung und seit Dienstag mal wieder allein mit den Kindern (die Herbstferien, ich sehne sie sehr herbei.)

18:00 Uhr die täglichen lernwörter mit dem großen kleinen Menschen üben.

18:15 Uhr ein bisschen Klavier gespielt

18:30 Uhr die kleinen Menschen schauen eine Folge Drachen zähmen leicht gemacht, ich stricke 2 Reihen.

19:00 Uhr Abendessen

19:30 Uhr wir gehen nach oben und machen uns alle drei bettgehfein. Ich lese den kleinen Menschen noch vor und um 19:50 Uhr dürfen sie noch eine CD hören, ich schaue mir jetzt noch eine Folge irgendeiner seichten Serie auf Netflix an und schlafe dann hoffentlich früh und gut.

Ein Stadtmantel aus Softshell

Ich habe das Schnittmuster für den Stadtmantel schon ewig hier herum liegen. Während des Sew Alongs bei Frau Crafteln auf dem Blog war ich aber gerade mit den Vorbereitungen meiner Indienreise beschäftigt, da wollte ich sicher keinen warmen Übergangsmantel nähen. Dann wurde es Sommer und plötzlich Ende August war es morgens so kühl, dass ich dachte: Ui, es wird höchste Zeit für eine Übergangsjacke. Kurz darauf fragte eine Freundin, ob ich mit ihr am Sonntag auf den Stoffmarkt gehe. Da ich bisher immer um das sehr große Angebot an Wollwalk rumgeschlichen war auf dem Herbststoffmarkt, dachte ich, das sei die Gelegenheit. Tja. Das Angebot auf dem Stoffmarkt hat sich in den letzten 7 Jahren sehr gewandelt. Fand ich im Herbst 2010 noch kaum bunte Kinderjerseys dort, gibt es mittlerweile kaum noch erwachsene Bekleidungsstoffe. Und auch das Walkangebot ist auf ein Minimum geschrumpft. Und ich fand einfach keine Farbe, die mir gefiel. Ich hatte mich schon mit einem Streifzug durch das neue Walkangebot im Shop von Frau Crafteln abgefunden, da fiel mir beim Warten auf Marja Katz plötzlich ein Softshell ins Auge. Weder langweilig einfarbig noch quitschebunt gemustert, sondern in einer melierten Kammgarnoptik. Als Marja Katz ihren Stoff eingepackt hatte, befragte ich sie, was sie von meinem Plan hielte, immerhin hatte sie den Stadtmantel schon genäht. Wir waren uns einig, dass es gehen könnte, da der Softshell leicht stretchig ist. Aber auch, dass es ein Experiment ist, da Walk eben doch flexibler ist als dieser Softshell. Da ich mich von meinen Maßen her zwischen zwei Größen befand, schnitt die die größere Größe zu. Normalerweise schneide ich in so einem Fall die kleinere Größe mit etwas mehr Nahtzugabe zu. softshellMantel170916-032

Ich las ein paar Tutorials, die die Verarbeitung von Softshell beschrieben. Da Softshell ja ein Laminat aus wasserabweisendem Oberstoff, winddichter Membran und flauschiger Innenseite ist, sollte man möglichst darauf verzichten mit Stecknadeln zu arbeiten, da die Einstichlöcher sichtbar bleiben. Also verwendete ich Wonderclips. Die Aufgesetzten Taschen klebte ich mit Wondertape auf, das war auf dem wasserabweisenden Stoff aber gar nicht so einfach. Die Schulternähte habe ich mit noch übrigem Seamtape abgedichtet, da dies wahrscheinlich die Nähte sind, die am ehesten lecken bei starkem Regen.2017-09-02 18.25.03

Ich habe die Variante mit Abnähern genäht, das ist allerdings bei Softshell eigentlich eine doofe Idee, da wären die Teilungsnähte geschickter, weil bei Softshell sich die Abnäherspitzen nur sehr schlecht ausbügeln lassen.softshellMantel170916-027

Etwas gewöhnungsbedürftig an dem Schnitt finde ich ja, dass es 2 verschiedene Nahtzugaben gibt. Das wird zwar in der sehr detaillierten Anleitung an jeder Stelle immer explizit gesagt, mit welcher Nahtzugabe genäht wird, aber das bedeutet, dass man auch beim x-ten Mal nähen nicht ohne Anleitung nähen sollte. Die Anleitung ist aber super und ich musste auch am Schnitt nichts anpassen.softshellMantel170916-024

softshellMantel170916-022In den Wahnsinn getrieben hätten mich allerdings fast die 7 Druckknöpfe, die von Hand angenäht werden sollten. Nach dem zweiten bin ich aber dazu übergegangen, doch die Knopf-annäh-Funktion meiner Nähmaschine zu nutzen.2017-09-13 21.18.37 Allerdings sieht man auf der Außenseite die Stiche für die Knöpfe sehr deutlich. Ich überlege, ob ich noch Fake-Knöpfe drüber nähe.

Fazit: Ein tolles Schnittmuster, das sich tatsächlich auch aus Softshell nähen lässt, der Mantel it mega bequem, ich fahre jeden Tag Fahrrad damit. Das Softshell sollte allerdings leicht dehnbar sein.