Tagebuch Ardèche 01.08.2015

In der Nacht hatte es ganz schön geregnet, so dass sich morgens die Sachen auf dem Wäscheständer ganz schön klamm anfühlten. Und es war tatsächlich so kühl draußen, dass wir zum Frühstücken auf der Veranda lange Sachen anzogen.
Dann packten wir Regenjacken und Fleecejacken ein und machten uns auf zur Aven d’Orgnac, einer der größten begehbaren Tropfsteinhöhle der Welt. Ich muss ja zugeben, dass ich mit allem, das groß, unbekannt und dunkel ist, so meine Probleme hab. Ich würde nie auf die Idee kommen, die Tiefsee erforschen zu wollen und ebenso verhält es sich mit Höhlen. Trotzdem fand ich den ersten Saal, in den auch noch Tageslicht durch den Schacht, durch den die Höhle entdeckt wurde, fällt, unglaublich beeindruckend.ardeche_JuliAugust2015-058

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Um Moosbewuchs weitestgehend einzudämmen, wird das Licht immer nur kurz an der Stelle eingeschaltet, wo man gerade ist. Auf dem Weg zum zweiten Saal erwischte mich dann auch eine aufkeimende Panikattacke, weil wir auf ein großes dunkles Loch zuliefen. ardeche_JuliAugust2015-070Ich kann sowas zum Glück meist mit ein wenig rationaler Anstrengung gut unterdrücken, aber es dämpfte meine Begeisterung für die beeindruckenden Tropfsteinformationen empfindlich.ardeche_JuliAugust2015-069

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Anschließend erholte ich mich von den zittrigen Knien bei diversen Live-Archäologie-Vorführungen. So weiß ich jetzt, wie man vor Erfindung von Pfeil und Bogen den Speer effektiv beschleunigte und wie man Faustkeile herstellt. ardeche_familyGallery_JuliAugust2015-096Und obwohl diese Vorführungen auf französisch kommentiert wurden, schauten auch die kleinen Menschen fasziniert zu. Demonstrationen sind dann doch auch ohne Tonspur sehr gut verständlich. Anschließend schauten wir uns noch die Ausstellung zur Frühgeschichte an, wo es einige toll gestaltete Dioramen mit Lebenssituationen aus der Steinzeit gab.
Zurück am Campingplatz musste natürlich erst mal wieder in der Ardèche gebadet werden, dann kochte ich und nach dem Essen durften die kleinen Menschen wieder rumrennen und wir packten unsere 7 Sachen zusammen, da wir am nächsten morgen um 10 Uhr aus dem Mobile Home raus sein mussten.

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