Tagebuchbloggen 05.03.2018

5:50 Uhr der Wecker klingelt heute 50 min früher als sonst, da ich um 7 uhr im Labor sein muss. Der Rest kann noch bis 6:50 schlafen. Ich schminke mich und frühstücke also ungestört.

7:00 Uhr ich bin tatsächlich pünktlich. So früh bin ich vorher immer skeptisch, ob ich das tatsächlich schaffe. Ich unterweise den Laboranten in den Versuch und beantworte Fragen, die er noch hat. Dann kann er loslegen.

8:00 Uhr ich gehe rüber ins Büro, berate mich mit meinem Chef bezüglich der Versuche, hole meine Schutzbrille mit den eingeschliffenen Gläsern und gehe wieder zurück ins Labor.

9:00 Uhr Ich erinnere mich daran, dass die ehemaligen Kollegen, die ihre Büros noch immer bei den Laboren haben, um diese Zeit immer Kaffeepause machen. Ich treffe sie in der Kaffeeküche und wir plaudern ein paar Minuten miteinander.

Danach telefoniere ich recht lange mit einem Kollegen, um mich nochmal über den aktuell laufenden Versuch abzustimmen. Dieses Projekt begleite ich nun schon seit über drei Jahren und schon manchesmal hat sich der Fokus geändert, da kommt man schonmal durcheinandern, welche Fragestellung denn nun aktuell im Vordergrund steht.

11:30 Uhr Zeit fürs Mittagessen. Der Liebste hatte zwar gestern extra etwas mehr Risotto gekocht, damit ich nicht wieder wie am Freitag innert 10 min Currywurst-Pommes runterschlingen muss, nur dummerweise hab ich den im Kühlschrank stehen lassen heute morgen. Aber die heutigen Versuche macht ein Laborant, den man auch mal 1 Stunde alleine lassen kann, also gehe ich wie eigentlich an jedem Arbeitstag in die Kantine. Meine Mittagspause ist mir ziemlich heilig.

12:30 Uhr wieder zurück im Labor und keine mittlere Katastrophe eingetreten. Wusste ich doch, dass ich mich auf diesen Laboranten verlassen kann.

13:00 Uhr irgendwas stimmt nicht bei dem Versuch, der Laborant ist etwas ratlos, aber gemeinsam bekommen wir das Problem in den Griff.

15:00 Uhr weil die Ergebnisse des Versuchs sehr dringend sind, bringe ich die bisher gezogenen Proben mit dem Fahrrad zur Analytik. Ich fand die Idee erst etwas seltsam, dass man sowas besser mit dem Fahrrad als mit dem Auto macht, aber um Proben mit dem Auto transportieren zu dürfen, braucht man ein speziell belüftetes Auto. Beim Fahrrad besteht keine Gefahr, dass man erstickt, sollten die Proben nicht dicht sein.

16:00 Uhr Der Laborant hat den Versuch für heute beendet und findet nun auch den Grund für die Probleme am Mittag. Das wird dann morgen hoffentlich kein Problem mehr sein.

16:30 Uhr Ich gehe wieder zurück ins Büro, bespreche mich nochmal mit meinem Chef, überbringe ihm die Nachricht, dass ein anderer Laborant, der gerade der einzige ist, der einen ziemlich großen Versuch für mich aufbauen kann, die ganze Woche krank geschrieben ist. Es ist nicht immer gut, wenn man die Personaldecke derart ausdünnt, dass know-how für wichtige Dinge nur noch bei einer Person liegt. Aber das ist leider der Zeitgeist… Ich mache noch schnell zwei Rechnungen für ein anderes Projekt, telefoniere noch kurz mit einem Kollegen, wie ich die Ergebnisse aufbereite und mache die Folien fertig.

17:45 Uhr ich gehe nach Hause. Der große kleine Mensch ist noch bei einem Klassenkameraden, nur der kleine kleine Mensch und die Kinderfrau sind da. Der kleine kleine Mensch hilft mir beim Brotteig machen. Um 18:15 Uhr kommen der große kleine Mensch und der Liebste nach Hause. Ich diktiere dem großen kleinen Mensch die obligatorischen 15 Lernwörter, danach basteln die kleinen Menschen ein Geburtstagsgeschenk für ihre Oma, ich übe ein bisschen Klavier. Beim Drachen zähmen leicht gemacht gucken strick ich eine Runde, um dabei festzustellen, dass aufgrund der nicht passenden Maschenprobe ich dabei bin, einen Sack zu stricken. Das muss ich wohl nochmal aufribbeln. Zwischendrin falte ich alle 30 min den Brotteig.

19:15 Uhr wir essen zu abend. Den Risotto von gestern.

19:45 Uhr der Liebste bringt die kleinen Menschen ins Bett, ich räume die Küche auf und gehe dann auch nach oben um endlich ein verspätetes Geburtstagsgeschenk fertig zu nähen. Der Liebste liegt im Nähzimmer auf dem Bett und unterhält mich leidlich währenddessen.

23 Uhr das Brot kann endlich in den Ofen. Nun nur noch 45 min backen, dann kann ich endlich ins Bett.

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