Tagebuchbloggen 05.05.2017

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen möchte wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

5:25 Uhr der Wecker vom Liebsten klingelt. Er schleicht sich aus dem Zimmer und macht sich auf Richtung Hörsaal, Studierenden was über Physik erzählen.

6:40 mein Wecker klingelt..wie immer kuschel ich noch ein wenig mit der Decke, Ehe ich um 7:00 Uhr aufstehe. Um 7:20 Uhr hole ich den kl kl Mensch aus seinem Bett. Der gr kl Mensch ist rekonvaleszent und darf heute noch zu Hause bleiben. Also auch ausschlafen. Die letzten 3 Tage war er mit dem Liebsten zu Hause. Heute bin ich dann wohl mal dran.

7:50 Uhr der kl kl Mensch und ich radeln zum Kindergarten

8:15 Uhr als ich nach Hause komme sitzt der gr kl Mensch vorm Fernseher. Das ist, glaube ich, das erste Mal, dass er ohne meine Erlaubnis den Fernseher anmachte. Aber gut, ich war ja auch nicht da, um gefragt werden zu können. Ich baue meinen Laptop im Esszimmer auf und fange an zu arbeiten.

8:45 Uhr ich muss für ne halbe Stunde ins Büro, telco mit Chef und kollege in Indien. Fragt nicht, warum das nicht per Skype ginge…. Aber das ist auch ganz gut so, denn so kann ich noch meine eigenen Sicherheitsschuhe holen und muss keine gebrauchten Leihschuhe anziehen in Indien.

10:00 Uhr ich bin wieder zu Hause, der gr kl Mensch schaut noch immer „es war einmal… Amerika“. Das Telefonat mit dem Kollegen war positiv. Nachdem der erste Tag von ihm eine Katastrophe war, hat sich wohl mittlerweile rumgesprochen, dass wir ziemlich pingelige Kunden sind. Und es geht wohl mittlerweile schneller voran, so dass sich mein Rückflug hoffentlich nicht nach hinten verschieben wird. Wir haben das Programm ja aufgeteilt. Mein Kollege ist seit Dienstag dort, ich fliege am Sonntag hin, dann arbeitet er mich 3 Tage ein, er fliegt zurück und ich mache den Rest alleine weiter. Was eben auch bedeutet, dass ich solange dort bleibe, bis alles fertig ist.

Homeoffice bedeutet, dass ich keinen Zugriff auf die Bürokaffeemaschine habe, die mir diese Mischung aus Kakao und Milchkaffee macht. Aber ich habe gerade festgestellt: Milch mit dunkler Caotina und nem Espresso ist noch viel leckererer. Weil nicht so süß wie das Zeug aus dem Automaten. 

Da das vpn aus unerfindlichen Gründen immer meint, ich sei offline, muss ich mit dem IT Support telefonieren. Der gr kl Mensch konstatiert, dass er kein Wort verstehe. Zwischendurch dem dpd Boten den Empfang eines Pakets quittieren. Die Teller, die ich vorgestern bestellte sind da. Denn unsere Frühstücksteller von Ikea werden immer weniger und die haben aktuell keine hübschen Porzellanteller im Angebot. Die hier sind von Kahla.

12:15 Uhr wir fischen Hühnersuppe aus dem Tiefkühlschrank. Auftauen, Buchstabennudeln rein, fertig ist unser Mittagessen. 

12:50 die Bananen sind mal wieder überreif, also back ich schnell mal wieder ein Bananenbrot. Diesmal aber mal ein neues Rezept. Und wer sich jetzt, so wie ich, fragt, wo man Muscovado-zucker herbekommt: das ist Vollrohrzucker. Gibts bei dm, Rewe oder im Reformhaus (bestimmt auch noch woanders, das waren die stellen, wo ich ihn bisher sah). Und der schmeckt tatsächlich sehr anders als rafinierter Zucker. 

13:30 der gr kl Mensch hätte gerne „Papa Weidt“ vorgelesen. Ich hab jedesmal wieder Gänsehaut, wenn ich das lese. Danach schaut er in der maus-app Sachgeschichten, ich schlage mich weiter mit excel-formatierungen rum.

Zwischendrin bekomme ich eine Mail, dass mein Paket zugestellt worden sei. Der DHL Bote probiert es wochentags gar nicht mehr, uns das Paket persönlich zu übergeben, sondern stellt es direkt am vereinbarten Ort ab. 

15:15 Uhr der Liebste kommt nach Hause. Ich muss noch in die Apotheke, die Reiseapotheke abholen. Malariatabletten, Breitbandantibiotikum (zu dem die Apothekerin meinte, das helfe gegen Grippe. Ja, so hab ich auch geguckt), Mückenschutz, etc. Also gehen wir zu dritt einkaufen, der kl kl Mensch ist bei einem Freund.

16:30 Uhr ich fange schonmal an, die wichtigsten Sachen für die Reise zusammen zu suchen. Ich fliege zwar erst Sonntag, aber ich packe nicht gerne auf den letzten Drücker. 2 Hosen müssen auch noch gebügelt werden, eine noch gesäumt.

Zwischendurch chatte ich mit dem Kollegen, der schon vor Ort ist. Und packe den Stapel DIN A3 Zeichnungen wieder aus. Unnötig. 

19:00 Uhr Abendessen

19:40 Uhr während der Liebste die kleinen Menschen ins Bett bringt räume ich die Küche auf und verarbeite den Rhabarber aus der Gemüsekiste zu Kompott 

20:00 Uhr wir machen eine Flasche Wein auf, öffnen ne Tüte Chips und recherchieren Unternehmungen auf Ameland. Dann suche ich Gummistiefel. Anschließend schauen wir noch eine Folge von „The Americans“ bevor wir ins Bett gehen. 

22:30 Uhr der brötchenteig für morgen früh muss noch gemacht werden. Während der Liebste Brötchen macht, falle ich mal wieder in das YouTube-kanninchenloch.

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Tagebuchbloggen 5.04.2017

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

6:30 Uhr der Wecker klingelt. Wie immer döse ich noch 20 min bis ich um 6:50 aufstehe. Anziehen, frühstücken, zwischendurch dem kl kl Menschen beim Anziehen helfen, ermahnen, antreiben.

7:40 Uhr die kl Menschen und der Liebste sind aus dem Haus, ich trinke noch meinen Brennesseltee fertig und schminke mich.

8:00 auf dem Weg ins Büro fährt ein Fahrrad hinter mir her, das einen unfassbar lauten Freilauf hat. Fast schon nervig. Erinnert mich ein wenig an das Röhren eines getuneten Autos. Vorm Gebäude stellt sich raus, dass das Fahrrad einem Bekannten gehört und er erklärt mir, dass dieses laute Geknatter von der Carbonfelge kommt. Lag ich mit dem getunten Auspuff doch gar nicht so falsch. Im Büro Mails lesen, mit der Sekretärin schnacken, Orgakram erledigen.

9:11 Uhr #ootd Foto machen, Kaffee Kakao mit Milch und homöopathischen Dosen Kaffee holen.

10:17 Uhr Ich bekomme die Nachricht, dass ich doch erst im Mai nach Indien dienstreisen muss. Also kann ich zum 20-jährigen Abitreffen und zum 60. Geburtstag meiner Mama Ende April gehen! Yeah! (Bedeutet aber auch: noch 2 neue Kleider nähen 😉 )

11:30 Uhr Mittagessen

12:30 Uhr da ich gerade ein Grundlagenseminar über mein Fachgebiet für Schichtmeister, Betriebsleiterinnen und andere Interessierte „Laien“ vorbereite, muss ich mich selbst in die vor über 15 Jahren intensiv gelernten Grundlagen reindenken. Beim gestrigen Testlauf mit einer Physikerin haben mein Chef und ich schon festgestellt, dass wir erschreckend viele Dinge als vollkommen selbstverständlich vorraussetzen und die grundlegenden Zusammenhänge dahinter gar nicht mehr erklären können. Hinzu kommt, dass wir Fachbegriffe benutzen, die jeder Uneingeweihten wie eine Geheimsprache erscheinen muss. Oder wisst ihr, was „Brüden“ sind?

13:50 Uhr Diese Indienreise zu organisieren wächst sich zu einer tagefüllenden Beschäftigung aus. Nachdem der Visaantrag endlich vollständig ist, die Termine fixiert sind, müssen nun Flüge gebucht werden und die Sekretärin gibt ihr Bestes, aber die Verbindungen sind alle nur so semi-optimal.

15:25 Uhr Nachdem wir endlich okaye Flüge gefunden hatten, erklärt der Algorithmus uns, dass diese Verbindungen nicht die günstigsten seien und schlägt eine Verbindung vor, bei der ich nachts um 0:05 Uhr in Mumbai lande. Dass ich noch 3 h Autofahrt vor mir habe und am nächsten Morgen um 9 das Meeting losgeht ist dem Algorithmus natürlich egal… Reiserichtlinien sind echt wie Bauchschmerzen.

16:10 Uhr Die Kinderfrau ist diese Woche krank und ich bin heute dran mit Kinder abholen. Nun also schnell, damit beide bis 16:30 Uhr eingesammelt sind.

16:45 Uhr Zuhause dann erstmal eine archäologische Expedition in die Tiefen des Schulranzens des gr kl Menschen. Auf der Suche nach einem Arbeitsblatt, das er für die Hausaufgaben braucht. Anschließend noch Lernwörter schreiben. Dann wurschteln wir alle drei irgendwie so vor uns hin, der kl kl Mensch möchte unbedingt Eis essen, ich finde tatsächlich noch einen Rest steinhart gefrorene Eiscreme vom letzten Sommer im Gefrierschrank. Ich telefoniere mit meiner Mama, um ihr zu berichten, dass ich nun doch zu ihrem Geburtstag kommen kann.

18:15 Uhr zweite Runde Lernwörter. Wobei es fast mehr die Schreibschrift als die Rechtschreibung ist, an der es hakt.

18:30 Uhr die kleinen Menschen dürfen ihre täglichen 20 min serie gucken. Sie entscheiden sich für Lego Batman.

19:00 Uhr der Liebste kommt nach Hause, wir essen zu Abend. Ich erzähle dem kl kl Menschen, dass ich an seinem Geburtstag nicht da bin. Das scheint ihm aber ziemlich egal zu sein, Hauptsache, er darf an dem Tag bestimmen.

19:40 Uhr Die kleinen Menschen gehen nach oben. Der Liebste ist dran mit zu Bett bringen. Da mir in meinem Kleid irgendwie kalt ist, ziehe ich mir dicke Socken, Hose und eine warme Jacke an. Und ringe mich endlich dazu durch, mal wieder den Stuhl, der als Klamottenablage dient, aufzuräumen.

20:00 Uhr Der Liebste muss noch ein bisschen arbeiten, ich lese derweil in „Little red in the city“ darüber, wie man Abnäher in Strickstücke einarbeitet.

21:00 Uhr Wir schauen noch 2 Folgen „The Good Wife“ und um 22:30 Uhr gehe ich ins Bett und falle mal wieder in das Youtube Kanninchenloch. Diesmal ist es America’s Test Kitchen und ich weiß jetzt, wie man Marshmallows, Nutella, Tofu und geräucherten Speck selber macht.

 

Tagebuchbloggen 5.1.2017

Es ist der 05. und Frau Brüllen will wieder wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache.

7:25 Uhr der kleine kleine Mensch kommt zu uns ins Bett gekrabbelt. Da Ferien sind, kuscheln wir noch bis 8 Uhr.

8:15 Uhr der kleine kleine Mensch bekommt einen Wutanfall, weil das Tablet nicht aufgeladen ist.

8:20 Uhr ich muss noch Geburtstagsgeschenke für den Liebsten einpacken.2017-01-05-08-22-43 2017-01-05-08-30-468:30 ich überreiche die Geschenke, der Liebste freut sich riesig über das T-Shirt mit der aufgestickten Kamera.2017-01-05-09-51-34-1

8:35 Uhr Frühstück

9:00 Uhr der Liebste bringt den kleinen kleinen Menschen in den Kindergarten, der große kleine Mensch und ich gammeln weiter im Schlafanzug zu Hause rum

10 Uhr ich übe ein bisschen Klavier. Neben einem kleinen Ausschnitt aus „About Passing“ von Zbigniew Preisner spiele ich gerade sehr häufig „Halleluja“ von Leonard Cohen und versuche mich an der Klavierversion der Wintergatan Marbel Machine. Aber das ist rhythmisch echt nicht ohne…

10:30 wir schauen uns den Vortrag über die technischen Tricks, die VW und Opel anwenden, um die Abgastests zu bestehen, den Felix Domke auf dem 33c3 hielt, an. Diese ganze Abgasaffäre ist eines der verstörensten Medienereignisse, die ich je hatte. Ich wusste seit Jahren, dass alle Autobauer bei den Tests bescheißen. Warum es im Herbst 2015 dann plötztlich zu einem Skandal wurde, ist mir rätselhaft. Der TÜV Rheinland berichtete bereits 1991 von Manipulationen bei Testmessungen durch Zykluserkennung. Journalisten scheinen deutlich anfälliger für spin doctoring zu sein, als ich es je zu befürchten wagte. Wer es weniger technisch mag, der empfehle ich den Vortrag von Daniel Lange, der die wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte der Affäre beleuchtet, und der auch nochmal deutlich drauf hinweist, dass nicht nur VW bescheißt, sondern alle Autobauer.

12:40 Uhr Wir machen eine kleine Fahrradtour bei klirrender Kälte. Der große kleine Mensch und ich fangen unterwegs im Park recht viele Pokemons, davon ettliche, die wir noch gar nicht haben. Der Liebste fängt derweil Fotos. Auf dem Rückweg kaufen wir noch die vergessene Minze und einen Butternusskürbis und sind froh, als wir wieder im Warmen sind, denn die Hände und Füße waren am Ende dann doch ziemliche Eisklötze.

15 Uhr Tee trinken zum wieder warm werden. Und Brownies essen.

Danach streune ich weiter durch die Videoaufzeichnungen der Vorträge des 33. Chaos Communication Congress, den wir letzte Woche besuchten und bleibe bei einem Vortrag über „Edible soft robotics“ hängen. Ein Maker-Vortrag ganz nach meinem Geschmack (Wortspiel, haha). Dabei trinke ich eine Tasse des selbstgemachten Punschs, den 700sachen als Sternschnuppengruß (neben noch vielen anderen tollen selbstgemachten Sachen, danke dafür nochmal ganz herzlich) kurz vor Weihnachten schickte. Das Zeugs hat es in sich, ich bin dann doch etwas angetüddelt…

17:30 Uhr Ich schneide den Kürbis in Scheiben, lege diese auf ein Backblech, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl drüber und ab in den Backofen. Dann hole ich die Friteuse aus dem Schrank, schmeiße eine Packung Backofen-Fritten rein, anschließend Chickenn Nuggets.

18:15 Uhr Für die kleinen Menschen und das Besuchskind gibt es Junkfood, der Liebste und ich essen den Kürbis. Zu unserem großen Erstaunen mag das Besuchskind den Kürbis auch, wohingegen der große kleine Mensch den ersten größeren Meltdown seit Tagen hat.

19:00 Uhr das Besuchskind wird abgeholt, der Liebste und die kleinen Menschen bauen das Yellow Submarine von Lego, das der Liebste zum Geburtstag bekam, noch zuende.

19:30 Uhr der große kleinen Mensch hat sich endlich wieder soweit beruhigt, dass er was essen kann.

19:50 Uhr ich gehe mit den kleinen Menschen nach oben, Zähneputzen, Pipi machen, Vorlesen, Kirschkernkissen warm machen, CD an.

20:20 Uhr Wir schauen S2E2 von Sherlock nochmal. Nach S4E1 am Montag abend haben wir ein paar Thesen, auf die wir Hinweise in den alten Folgen vermuten…

21:50 Uhr Pünktlich zum Ende von Sherlock kommt der große kleine Mensch nochmal runter, weil er nicht einschlafen kann. Also legt er sich auf dem Sofas auf den Bauch vom Liebsten und schläft dort recht schnell ein. Bzw tut er so, als schläft er. Beim ins Bett tragen kommuniziert er wieder mit dem Liebsten.

22:20 Uhr Wir fangen noch eine nächste Folge Sherlock an, gehen aber dann um 23 Uhr doch lieber ins Bett.

Tagebuchbloggen 05. September 2016

Es ist der 5. und Frau Brüllen will mal wieder wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag gemacht hab.

6:20 Uhr Der kl kl Mensch kommt in unser Bett gekrabbelt. Auch wenn in 10 min der Wecker klingelt, döse ich nochmal ein.

6:30 Uhr der Wecker klingelt

6:50 Uhr ich stehe auf. Der Liebste fühlt sich gar nicht gut und beschließt, heute im Bett zu bleiben. Ich lege den kl Menschen Klamotten raus, ziehe mich an, mach die Brotdose für den gr kl Mensch fertig, frühstücke und ermahne die kl Menschen nicht zu trödeln.

7:45 Uhr der kl kl Mensch kann seit Freitag Fahrradfahren. Also schlage ich vor, dass er mit dem Rad zum Kindergarten fährt. Dauert zwar etwas länger als mit dem Anhänger, aber da ich keinen Termin am Vormittag habe, investiere ich diese 10 Minuten gerne.

8:15 Uhr Ich bin im Büro, wo es etwas Aufregung um ein Projekt eines Kollegen gibt, der heute seinen ersten Tag nach dem Urlaub hat. Und wieder stelle ich fest, wie toll mein Chef ist. Er tut alles dafür, dass der Kollege nicht direkt mit einem miesen Gefühl in die Woche startet.

11:30 Uhr Mittagessen. Anfang September ist in der Kantine immer die Hölle los, vor allem bei Pommes und Currywurst ist die Schlange besonders lang, weil die neuen Azubis ankommen.

12:30 Uhr Wieder zurück im Büro. Und den ganzen Nachmittag damit verbracht, irgendwelche Varianten eines Problems zu rechnen, wo am Ende wahrscheinlich eh wieder eine neue Erkenntnis all diese Rechnungen obsolet macht. Aber nun gut. Zwischendrin bei Twitter eine interessante Diskussion geführt, die mich nun darüber nachdenken lässt, was ich unter dem Begriff „nationalistisch“ verstehe und wie man den noch verstehen könnte. Bin da allerdings wegen oben beschriebener Variantenrechnungen noch nicht sonderlich weit im Nachdenken 😉

17:15 Uhr Feierabend. Da der Liebste zu Hause im Bett liegt und ich noch Bündchenstoff für ein Geschenk brauche, nutze ich die Gelegenheit und fahre noch schnell in die Stadt im den Stoffladen. Und entdecke schräg gegenüber einen Friseurbedarfladen. Sollte der kl kl Mensch den Wunsch nach blauen Haaren also nochmal vehement äußern, wüsste ich jetzt, wo ich die Farbe her bekäme. Ich kaufte allerdings nur Haarklammern (Bobby Pins) und Haarspray. Mein Plan, die Haare doch nochmal auf zopflänge wachsen zu lassen, fordert so langsam ein paar ungewohnte Maßnahmen.

18:30 wieder zu Hause. Ich esse schnell was und beschließe beim Anblick des Liebsten, dass wohl besser ich auf den Elternabend gehe.

19 Uhr Elternabend. Es ist faszinierend und enervierend zugleich, wie wenig klar sich die Lehrerin ausdrücken kann. Sollen, dürfen, müssen, können scheinen plötzlich alle äquivalent zu gebrauchen zu sein.

21 Uhr wieder zu Hause beim kranken Mann. Nachdem wir uns ein wenig darüber auseinandergesetzt haben, wie wichtig man die Schule auf der einen Seite und lernen auf der anderen Seite nehmen sollte/müsste/könnte wenden wir uns der Frage zu, die mich schon  seit heute Nachmittag umtreibt: kann es ein Missverständnis über das Wort Nationalist geben? Gibt es verschiedene Auffassungen davon, was Nationalisten simd? Ist es womöglich für andere gleichbedeutend mit Nazi? Weil für mich ist es das nicht. Nationalisten sind nicht zwangsläufig menschenverachtende Verbrecher. Nationalisten können durchaus noch soviel Anstand besitzen, dass sie sich zwar qua Herkunft von anderen abgrenzen wollen, dafür die anderen aber nicht gleich niedermetzeln wollen. Die anderen sollen halt bitte einfach wegbleiben. 

23 Uhr bis ich wirklich schlafen kann, wird es wohl noch ein bisschen dauern, aber ich sollte/müsste/könnte es ja wenigstens mal probieren.

Tagebuchbloggen 05.07.2016

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

2:irgendwas Der kleine kleine Mensch ruft/weint. Nachdem er letzte Nacht in unserem Bett wie wild gezappelt hat, geht der Liebste zu ihm, legt sich kurz in sein Bett um ihn zu beruhigen und wir können danach ohne Tritte ins Gesicht in unserem Bett ungestört weiterschlafen

6:30 Uhr Der Wecker klingelt (bzw. zwitschert).

6:50 Uhr aufstehen, waschen, anziehen. Bananenbrot frühstücken. Tisch abräumen, die kleinen Menschen zum Anziehen und Zähneputzen anhalten. Selbst Zähne putzen.

7:40 Uhr wir verlassen das Haus.

7:50 Uhr Ankunft im Büro, Mails lesen. Das Modell, das ich mir am Freitag zerschossen hatte, hab ich gestern wieder repariert, heute muss ich ein paar Varianten rechnen um entscheiden zu können, wie ein bestimmter Apparat umgerüstet werden soll.

9:00 Uhr die wöchentliche Gruppenbesprechung.

10:15 Uhr weiter gehts mit dem „Tagesgeschäft“

11:30 Uhr ich bin zum Mittagessen mit einem ehemaligen Kollegen verabredet.

12:40 wieder zurück im Büro. Im Laufe des Nachmittags fällt mir ein dicker Stein vom Herzen, weil das zwischenzeitlich unlösbar erscheinende Problem ließ sich mit ein bisschen rechnen und rumprobieren dann doch noch lösen. Puh!

15:50 Uhr Ich fahre zum Kindergarten, den kleinen kleinen Mensch abholen, um uns einen anderen Kindergarten anzuschauen, in den er ab nächste Woche für die 3 Ferienwochen gehen wird, wo sein Kindergarten zu ist. Denn der große kleine Mensch hat die letzten 3 Ferienwochen keine Betreuung. Zum Glück bietet der Träger unserer Betriebskita eine Ferienlösung in benachbarten Kitas an. Auf dem Weg vom Kindergarten zur anderen Kita regnet es, mal wieder, wie aus Eimern. Aber zum Glück hab ich mir noch rechtzeitig Regenhose und Regenjacke angezogen. Der kleine kleine Mensch mag die andere Kita und er wird sehr schnell warm und kann sich von meiner Hand lösen und die Erzieherin, die ihm alles zeigt, vollquatschen.

16:40 Uhr wir sind zu Hause. Der große kleine Mensch und die Kinderfrau sind auch schon da. Der große kleine Mensch und ich suchen gekringelte Schriftarten aus, mit der wir seine Einladungskarten zum Kindergeburtstag beschriften können. Bereits gestern hatte er einen Monsterstempel geschnitzt und damit die Karten bedruckt. Außerdem schreiben wir noch den Einladungstext in die Karten, tüten sie in Umschläge und beschriften sie. Ich die, die mit der Post verschickt werden müssen, er die, die er in der Schule verteilen wird.2016-07-05 18.29.06

18:00 Uhr wir bringen die beiden Einladungen, die mit der Post verschickt werden müssen zum Briefkasten. Bei strahlendem Sonnenschein. Danach dürfen die kleinen Menschen eine Folge My little Pony schauen und ich stricke eine Runde am Ärmel meiner Hortencia Jacke weiter.

19:00 Abendessen

19:40 Uhr Die kleinen Menschen ins Bett bringen. Das ist in letzter Zeit etwas mühsam. Die sind ganz schön aufmüpfig und wollen sich nicht umziehen, Pipi machen, Zähne putzen. Da muss man dann leider schonmal damit drohen, nix mehr vorzulesen.

20:10 Uhr Ich verlasse das Kinderschlafzimmer und gehe nach nebenan ins Nähzimmer und widme mich meiner vor Wochen angefangenen Hose. Ich muss allerdings mehrmals zurück ins Kinderzimmer und die kleinen Menschen zur Ordnung rufen. Irgendwann drohe ich damit, dass sie morgen kein Fernseh gucken dürfen, wenn ich noch einmal reinkommen muss.

21:00 Uhr Telco mit Susi und Alexandra

21:30 Uhr mein computer verhält sich seit ein paar Tagen komisch. Er braucht für die simpelsten Sachen ewig, scrollen z.B. ist ein totaler Krapf. Leider finden der Liebste und ich nicht so recht raus, was los ist 😦 Außerdem bringe ich die Adressliste für die anNÄHerung auf den neuesten Stand.

22:10 Uhr Den Hosenreißverschluss werde ich wohl heute nicht mehr einnähen, sondern wirklich wirklich versuchen, vor 23 Uhr im Bett zu sein…

Tagebuchbloggen 05.06.2016/Sonntagssachen

Es ist der 5. und Frau Brüllen will wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag machen. Und weil heute auch Sonntag ist, gibts die Sonntagssachen gleich dazu.

7:30 der gr kl Mensch kommt in mein Schlafzimmer und fragt ob er runter gehen darf. Darf er. Ich bleib noch ein bisschen liegen. Um 8:10 kommt der kl kl Mensch und fragt das gleiche. Ich quäle mich um 8:15 Uhr aus dem Bett.

8:30 Uhr Brötchen formen, Tee kochen, Tisch decken. Die Brötchen dürfen im Backofen bei 50 °C und 100% Luftfeuchtigkeit noch ein bisschen gären.2016-06-05 08.37.54

9:15 Uhr Frühstücken (mit selbstgekochter Marmelade von Siebenhundertsachen <3)2016-06-05 09.42.42

9:50 Uhr das Brathähnchen für heute abend vorbereiten. 2016-06-05 09.59.57Dummerweise ist der Backofen von den Brötchen noch warm, weshalb ich etwas zögere, das Hähnchen schon in den Backofen zu stellen. Aber wofür hat man einen programmierbaren Backofen?2016-06-05 10.18.54

10:30 Uhr wir kommen endlich los. Die kleinen Menschen bringe ich zu einem Freund und fahre selber weiter zum Kölner Nähbloggerinnen-Stammtisch. Wir verbringen mal wieder tolle Stunden mit fachsimpeln aber auch mit politisieren.

15:45 Uhr bei dem Freund der kleinen Menschen angekommen. Da ich auch mit den Eltern befreundet bin, trinken wir noch gemeinsam Kaffee und entschließen uns dann spontan, weil das Wetter gerade ganz gut aussieht, dass wir noch auf einen besonderen Spielplatz fahren. Wir sammeln die kleinen Menschen ein, die mittlerweile auf dem nahegelegenen Spielplatz den Sandkasten bis auf den Grund umgegraben haben und fahren zu dem anderen Spielplatz. 249401465139764257-542268213Als der kl kl Mensch vor lauter Müdigkeit nur noch kreischt, fahren wir wieder nach Hause.

18:15 Uhr wieder zu Hause. Es duftet schon sehr verführerisch nach Brathähnchen. Aber erst müssen die kleinen Menschen noch eine Runde in der Badewanne drehen und die Sendug mit der Maus nachgucken. Während der Sendung mit der Maus meldet sich der Liebste und fragt, ob ich ihn vom Bahnhof abholen könne. 2016-06-05 19.10.00

19:30 Uhr wieder zu Hause, nun gibts endlich das Brathähnchen. Danach bringt der Liebste die kleinen Menschen ins Bett und ich schalte um 20:15 Uhr den Fernseher für den Tatort ein. Ich oute mich hiermit als sehr sehr großes Meret Becker Fangirl.

21 Uhr Der Liebste hat etwas aus Spanien mitgebracht, das aussieht wie weißes Nougat, aber viel härter ist als das, was wir in Südfrankreich aßen2016-06-05 21.05.51

22 Uhr Bett

Tagebuchbloggen 05. Mai 2016

Es ist wieder der 5. und Frau Brüllen will wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben. Wegen unterwegs und mobil bloggen heute ohne Verlinkungen, sorry.

6:40 uhr der Wecker klingelt. Trotz Feiertag. Weil wir nämlich übers lange Wochenende nach Berlin fahren. Der gr kl Mensch kommt ins Zimmer und bemerkt, dass ich Fieber messe. Er ist etwas besorgt, aber ich erkläre ihm, dass ich das mache, um meinen Zyklus zu beobachten. Und schwuppdiwupp sind wir in einem Gespräch über Verhütung. Wir sind uns aber einig, dass wir zu viert komplett sind. Puh!

7:00 duschen

7:30 frühstücken. Wobei ich in dem ganzen Trubel das Essen vergesse und nur eine tasse Tee trinke.

8:00 kram zusammensuchen, Kinder unter Kontrolle halten, packliste kontrollieren.

8:45 wir verlassen gemütlich das Haus und gehen zur s-bahn. Am Kölner Hbf kaufen wir noch pecannusstaschen und andere blatterteiggebäcke, damit ich endlich zu meinem Frühstück komme. Auf die pecannusstasche freu ich mich schon seit Tagen…
Die Zugfahrt ist ereignislos. Man sitzt so rum, unterhält sich, kuschelt, spielt, isst das mitgebrachte Picknick, beantwortet 500x die Frage, wie lange es noch dauert,…

Um 15 Uhr kommen wir bei unserem Freund in Friedrichshain an. Die kl Menschen wollen sofort auf den Spielplatz mit dem Wasser. Also laden wir nur schnell das Gepäck ab, trinken was, gehen aufs Klo und los geht’s raus in die Sonne. Zur großen Enttäuschung der kl Menschen ist die Wasserpumpe am boxi nicht in Betrieb.
Wir hängen also so auf dem Spielplatz rum, genießen die Sonne und bestaunen die Andersartigkeit der Berlinerinnen. Der kl kl Mensch bekommt irgendwann Hunger, der liebste besorgt ein paar Pommes. Um 18 Uhr ist der Spielplatz plötzlich wie leer gefegt, auch in Friedrichshain gibts scheinbar um 6 Uhr Abendbrot. Wir nehmen selbiges in einer punkrock-Pizzeria ein. Danach geht’s zum Freund nach Hause, die kl Menschen werden bettgehfein gemacht und ich mache mich um

20 Uhr auf zu meiner Verabredung mit meinen beiden Lieblingspodcasterinnen Kadda und Holgi im Dóttir. Dort speise n wir ganz vorzüglich, trinken für meine Verhältnisse etwas viel sehr guten Wein und quatschen über feministische Physik, rassistische möchtegernfeministen und viele andere spannende Sachen. Nach Mitternacht mache ich mich auf den Rückweg Richtung Friedrichshain.

0:41 ich liege angetrunken im Bett.