Zimtknoten

Normalerweise bestelle ich unser Mehl bei einer regionalen Mühle. Jetzt wollte ich aber aus Gründen unbedingt Baguettemehl haben, und das gibt es dort nicht (dafür haben sie Spätzlesmehl aus Dinkel!!!). Jedenfalls bestellte ich also bei einer anderen Mühle das Baguettemehl und außerdem auch noch ein Bäckerleinen. Und mit dieser Bestellung kamen dann ein Baguette-Rezept und ein Rezept für Zimtknoten mit.

Heute war ein perfekter Tag für Zimtknoten backen. An rausgehen war wegen Regen und Sturm nicht so richtig zu denken und überhaupt hatten wir uns ganz absichtlich für heute einen Gammeltag vorgenommen. Ich setzte also gestern Abend zusammen mit dem Brötchenteig den Vorteig an.

Vorteig

  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Milch
  • 5 g Hefe

Alles miteinander vermengen und über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Hauptteig

  • Vorteig
  • 400 g Weizenmehl Type 550
  • 180 g Milch
  • 10 g Hefe
  • 5 g Salz
  • 65 g Butter
  • 65 g Zucker
  • 1 Ei

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine für 10 Minuten zu einem weichen Teig verkneten und den Teig 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

Der Teig ist sehr feucht, deshalb ist es ratsam, ihn mit Hilfe einer Teigware aus der Schüssel auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche zu bugsieren. Die Oberfläche des Teiges auch gut bemehlen und dann zu einem Rechteck ausrollen (in der Anleitung stand „Rechteck mit 0,5 cm Stärke“, ich habe mich an der Größe des Holzbrettes orientiert, das ist 35×50 cm groß, fand das aber etwas zu groß und würde es beim nächsten mal etwas kleiner ausrollen.)Füllung

  • 65 g flüssige Butter
  • 40 g Zimt-Zucker-Mischung
  • optional 100 g gehackte Pecannüsse oder Mandeln

Den ausgerollten Teig mit Butter bestreichen und mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. Wer es mag, kann jetzt auch noch die gehackten Pecannusskerne draufstreuen, ich habs nur auf die eine Hälfte gestreut, weil es hier in der Familie ein paar Geschmacksspezielle gibt. Ich würde beim nächsten mal außerdem etwas weniger Zucker und etwas mehr Zimt in die Zucker-Zimt-Mischung machen.Dann den Teig einmal an der schmalen Seite zur Mitte falten und mit dem Teigabstecher oder einem Messer 12 Stränge abstechen. Die Stränge eindrehenund verknotenAuf einem Backblech abgedeckt nochmal 45 min ruhen lassen.Vor dem Backen mit Ei bestreichen, dann für 17 min bei 190 Grad Celsius backen.abkühlen lassen und genießenMan erkennt es vielleicht an den Händen, dass ich heute tatkräftige Unterstützung vom großen kleinen Menschen hatte. Das war toll!

Brötchen selber backen

Seit über 1 Jahr backen wir am Wochenende unsere Brötchen selber. Alles fing damit an, dass die Bäckereifilliale, die von hier am nächsten liegt, zu machte. Und das Brötchenholen dadurch deutlich länger dauert als früher. Und jede Alternative hatte Nachteile: schlechte Brötchen, sehr eingeschränkte Auswahl, unfreundliches Personal, beknackte Öffnungszeiten,… Und zum Wochenende gehören nunmal Brötchen. Schon immer.

Also fing ich an, mit Brötchen backen rum zu experimentieren. Und eigentlich ist das gar nicht so schwer. Mittlerweile haben wir folgende Routine: Freitags abends vorm zu Bett gehen machen wir den Teig. Die eine Hälfte kommt in eine Tupperschüssel in den Kühlschrank, die anderen Hälfte steht in einer mit einem feuchten Tuch abgedeckten Schüssel in der Küche auf der Arbeitsplatte. Am Samstag morgen steht einer von uns zwischen 8 und 9 Uhr auf, formt die Brötchen, lässt sie 20-30 Minuten in der Gärstufe des neuen Backofens gären, dann werden sie nochmal rausgenommen aus dem Ofen, dieser wird in der Brotbackstufe auf 220 °C aufgeheizt und dann kommen die Brötchen da für 12 Minuten rein. Am Samstag abend wird der Teig aus dem Kühlschrank genommen und Sonntags morgens wiederholt sich das Procedere von Samstag morgen.

Ich gebe zu, der neue Backofen mit Dampffunktion ist da schon nochmal eine tolle Verbesserung, aber auch schon vorher mit einem stinknormalen Backofen waren die Ergebnisse ganz passabel. Da haben wir die Brötchen einfach in der Küche noch ein bisschen gehen lassen und dann zu Beginn des Backens eine Tasse Wasser in den Backofen gekippt zum Schwaden. Das übernimmt nun der Backofen für uns.

Selbstgebackene Brötchen

(Für 2 Erwachsene und 2 Kinder an 2 Morgen zum Frühstück)

750 g Mehl 550

500 ml lauwarmes Wasser

1 Päckchen Trockenhefe

2 1/4 Teelöffel Salz

Alles mit der Küchenmaschine 5-10 min durchkneten, bis ein eher feuchter, aber nicht mehr klebriger Teig entstanden ist (evtl muss man etwas Mehl zufügen).

Teig in 2 Teile teilen. Einen Teil in einer geschlossenen Plastikschüssel im Kühlschrank aufbewahren, der Teig ist 1-3 Tage haltbar im Kühlschrank. Den anderen Teil über Nacht bei Zimmertemperatur gären lassen.

Am nächsten Morgen den Teig in 8 gleich große Teile teilen und jeden einzelnen Klumpen zu Kugeln oder Stangen formen. Ob man die Brötchen wie in dieser Anleitung rund schleifen möchte ist eigentlich nur eine Frage des eigenen Perfektionismus. Dann nach Belieben noch in Mohn, Kürbiskernen, Sesam, Sonnenblumenkernen,… wälzen, auf ein gelochtes Backblech legen. Entweder 20 min im Backofen bei Gärstufe gären lassen oder den Backofen mit einer Tasse Wasser drin auf 50 °C aufheizen und die Brötchen darin gären lassen. Oder auf dem Fensterbrett über der Heizung. Dann die Brötchen wieder aus dem Backofen rausnehmen, diesen auf 220 °C aufheizen und die Brötchen darin 12 min backen. Beim Backen müssen die Brötchen auf jeden Fall geschwadet werden. Entweder übernimmt das der Backofen in der Brotbackstufe oder man kippt am Anfang des Backvorgangs 1 Tasse Wasser unten in den Backofen. Nur so werden die Brötchen außen schön knusprig und innen saftig.

Gerade experimentieren wir noch mit auf die Brötchen aufgesprühtem Wasser rum, um die Brötchen glänzend zu bekommen. Vor dem Backen einsprühen hat noch nicht den gewünschten Effekt.

 

 

 

Tagebuchbloggen 05.07.2015

5:irgendwas Uhr ich höre, wie der gr kl Mensch und der Übernachtungsbesuch sich nach unten schleichen zum Tablet spielen. Am Wochenende ist das morgens früh erlaubt, damit wir Erwachsenen ausschlafen können.

6:15: es fängt an zu regnen. Ich steh auf, um die sperrangelweiten Fenster im Nähzimmer einzuklappen.

6:30 es gewittert. Der gr kl Mensch und das Besuchskind kommen in unser Schlafzimmer, weil sie sich fürchten. Als das Gewitter aufhört, schicken wir sie wieder nach unten, um noch ein bisschen zu dösen.

8:15 Uhr der Liebste steht auf. Ich fühle mich viel platter als um 6:30 Uhr.

8:30 Uhr anziehen, nach unten gehen, an den gedeckten Frühstückstisch setzen. In einen angenehmen Luftzug. Allerdings ist der kl kl Mensch högscht mies gelaunt. Wegen allem und jedem fängt er sofort an zu heulkreischen und will „Papa Arm!!!“.

9:40 Uhr Der Übernachtungsbesuch wird abgeholt

10:00 Uhr Wir machen uns auf den Weg ins Schwimmbad. Seit der große kleine Mensch den Schwimmkurs ohne Seepferdchen abgeschlossen hat, gehen wir, wenn es irgendwie möglich ist, am Wochenende ins Schwimmbad. Für uns Erwachsene ist das eher lästige Pflicht als großer Spaß. Heute haben wir sogar das Freibad mal ausprobiert, auch wenn das Wetter eher durchwachsen war, aber es war definitv noch warm genug. Und zu guter Letzt hat der große kleine Mensch dann noch das Seepferdchen gemacht! Hurra! (Jetzt muss ich ihm endlich die gewünschte Badehose aus dem Reststoff vom Bombshell Badeanzug nähen, weil er das Abzeichen auf diese Badehose haben möchte…)

12:30 Uhr Sendung mit der Maus. Es ist wirklich toll, dass man die mittlerweile jederzeit im Internet nachschauen kann! (Fun Fact: Das Entstehen des Films über die Kühlschrankmagnete habe ich am Rande mitbekommen, weil der Liebste als Berater für die Produktionsfirma fungierte)

13:00 Uhr aufräumen, wir bekommen gleich noch Besuch. Und Limo machen. Selbstgemachter Minzsirup, Zitronensaft, Eis und Leitungswasser. Bei größeren Mengen Limo frieren wir immer einen Liter Wasser in einer alten Eispackung ein, legen diesen Eisblock in eine Schüssel und machen darin dann die Limo. Funktioniert sehr gut. (und ich hab vergessen ein Foto davon zu machen…)

14:30 Uhr Der Besuch kommt endlich und bringt Muffins mit. Zuerst sitzen wir im abgedunkelten Esszimmer, essen extrem schokoladige (->leckerleckerlecker) Muffins und von gestern übrig gebliebenen Johannisbeerbaiser.traeubles_baisser_150704-007 Irgendwann gehen wir raus in den schattigen Garten. Den Garten nutzen wir so gut wie nie, weil er eben schattig ist. Immer. 2015-07-05 16.28.34Aber an so Tagen wie heute ist das perfekt. Die kleinen Menschen spielen mit dem Planschbecken und dem Wasserschlauch. Nachdem ich die Düse von Strahl auf Wasserstaub umgestellt hatte, kams zum einen nicht mehr zu Konflikten zwischen 3 m entfernt sitzenden Erwachsenen und dem große kleine Menschen und der große kleine Mensch zauberte die tollsten Regenbogen und war selbst total entzückt von seinem Können.

17:30 Uhr Da sich am Himmel so langsam ein Gewitter zusammenbraut, gehen wir wieder ins Haus, schnibbeln Gemüse fürs Grillen und richten das Fleisch her. Zwischenzeitlich gab es Bedenken, ob wir überhaupt grillen können, aber die Regenschauer sind aushaltbar genug, dass man den Grill bedienen kann, ohne bis auf die Haut nass zu werden. Gegessen wird im Esszimmer. Wie immer, wenn wir mit Gästen grillen, haben wir zuviel zu Essen, aber das kommt sicher morgen zum abendessen noch weg.

19:15 Uhr Seit der kleine kleine Mensch keinen Mittagsschlaf mehr macht, schläft er häufig auf dem Sofa ein. So auch heute. Der Liebste trägt ihn nach oben ins Bett und der große kleine Mensch geht um 19:45 Uhr ohne groß zu murren hinterher. Die Gäste fragen sich, ob sie jetzt aufbrechen sollen, denn nach ihrer Erfahrung mit anderen Eltern sind diese nun sicher mindestens 1 Stunde mit Kind ins Bett bringen beschäftigt. Als der Liebste nach 10 min wieder runter kommt, sind sie sehr überrascht. In der Zwischenzeit haben sowohl meine Freundin als auch ich von unseren Müttern sehr sehr ähnliche What’s App Nachrichten bekommen mit Bildern von hühnereigroßen Hagelkörnern.

21:00 Uhr Als sich im mittlerweile sehr starken Regen mal eine kleine Lücke auftut, beschließen die Gäste, dass sie nun aufbrechen möchten.

Der Liebste und ich sitzen dann noch gemeinsam auf dem Sofa und diskutieren, wie so oft in den letzten Tagen, den Zustand Europas. (Und wie sehr die Postmoderne den Zeitgeist versaut hat.) Ich habe von Volkswirtschaft und Finanzwesen viel zu wenig Ahnung, als dass ich mich hier in irgendwelche Analysen versteigen werde. Nur bin ich überzeugt, dass Europa nur deshalb in eine Krise diesen Ausmaßes geraten konnte, weil es keine echte gemeinsame Finanzpolitik gibt. Der Euro beruht auf Verträgen zwischen (finanz)politisch souveränen Staaten und nicht auf gemeinsame finanzpolitische Entscheidungen. Das Vertrauen in die Währung basiert darauf, dass darauf vertraut wird, dass die Verträge eingehalten werden. Eine Währung ohne Vertrauen funktioniert nicht (Geld ist schlicht ein Stück Papier bzw. bits und bytes auf einem Konto). Ich bin schon lange der Meinung, will Europa langfristig bestehen, muss die europäische Integration viel viel weiter gehen als Verträge über eine gemeinsame Währung und Beschlüsse zum maximalen Krümmungsradius der Salatgurke (ja, das war Polemik und ja, ich weiß, dass diese Richtlinie längst abgeschafft wurde. Mir geht es darum, wie die EU wahrgenommen wird). Schafft endlich eine Europäische Verfassung! Schafft eine Europäische Föderation. Gebt dem Europaparlament endlich die Legitimation, die die Bezeichnung „demokratisch“ wirklich verdient! (An dieser Stelle nochmal ein tief empfundenes Danke an meinen Sowi-LK-Lehrer! Durch seinen Unterricht habe ich verstanden, was Europa bedeutet und dass es eben nicht um den Krümmungsradius von Salatgurken geht bei diesem Projekt. Sondern um etwas unendlich viel Kostbareres: Frieden und Wohlstand.* Und letzteres steht gerade ganz gewaltig auf der Kippe, für die Griechen sehr sehr konkret, für den Rest von Europa aber durchaus auch und damit ist auch ersteres bedroht. Noch nicht so konkret und spürbar, aber wir werden gerade Zeuginnen der beginnenden Desintegration Europas. Das macht mir Angst!)2015-07-05 21.50.51

22:30 Uhr Das so deutlich aufzuschreiben macht mir klar, wie sehr es mir Angst macht. Ich muss mich irgendwie ablenken, denn es nützt ja nix, jetzt hier zu sitzen und Bauchschmerzen zu bekommen. Mir ist klar, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecken werde und mich weiterhin für eine vollständige europäische Integration einsetzen werde. Aber jetzt brauch ich erstmal eine Portion Peanut Buttercup Eiscreme und eine Folge „Mord mit Aussicht“, damit ich heute Nacht schlafen kann. Das meine ich jetzt wirklich genau so.

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* Es ist mir klar, dass das mit dem Wohlstand so nicht eindeutig formuliert ist und ich habe beim Schreiben auch kurz gestockt, weil es arg verkürzt ist. Es ist eine legitime Kritik, dass unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem nicht genügend sozialen Ausgleich schafft. Aber die einzige Möglichkeit in einer gerechterweise sich immer weiter globalisierenden Gesellschaft die politische Handlungsfähigkeit für mehr sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit zu erhalten, ist es eine starke und geographisch größere Demokratie zu schaffen als die gegenwärtig mickrigen europäischen Nationalstaaten.

Bananenbrot

Irgendwie haben wir in letzter Zeit Probleme die Bananen, die in der Gemüsekiste meistens drin sind, zu essen. Und irgendwann sind sie dann so dunkel, dass selbst ich sie nicht mehr essen mag. Deshalb backe ich in letzter Zeit ziemlich häufig Bananenbrot. Am Mittwoch abend zum Beispiel. Und am Donnerstag erzählt der große kleine Mensch mir, dass er auch ein Stück davon haben wolle. Der große kleine Mensch? Der weder Schokolade noch Bananen mag? So recht konnte ich das nicht glauben. Und weil er dann im allgemeinen Trubel dann doch kein Stück aß, aß ich es dann am Donnerstag abends spät noch. Freitag morgen gab es dann ein riesen Theater, weil der Kuchen alle war. Also buk ich Freitag abend das nächste Bananenbrot. Und wir frühstückten es Samstag. Auch der große kleine Mensch!

Das Rezept kam vor bestimmt 25 Jahren irgendwie zu uns. Ich glaube, meine Eltern und wir Kinder waren irgendwo zum Kaffeetrinken eingeladen und dort gab es diesen Kuchen und wir haben uns das Rezept geben lassen. Seither ist das definitiv mein liebster Kuchen. Später fand ich das Rezept dann auch noch im Wilnsdorfer Kochbuch. Dort heißt es Bananen-Gewürzkuchen. Irgendwann bemerkte ich, dass ich dank dieses Rezepts einen veganen Kuchen im Repertoire habe, der ganz ohne Soja auskommt!

Man braucht:

250 g Margarine

250 g Zucker

3-4 reife Bananen, zerdrückt

300 g Mehl

1/2 Päckchen Backpulver

1 TL Natron

1 TL Zimt

1/2 TL Nelken

1 Prise Muskat

2 EL Kakao

100 g Schokolade

(2 EL Rum) ich machs ohne, schmeckt trotzdem sehr gut

Margarine mit Zucker schlagen, zerdrückte Bananen dazu. Dann das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron, den Gewürzen und dem Kakao dazu geben. Die Schokolade schmelzen, unter den Teig ziehen.

Den Teig in eine gefetteteKastenform geben, bei 180 °C für 50 min in den Backofen. Mittels Stäbchenprobe testen, ob der Kuchen durch ist.

Ich hab diesmal nur die halbe Menge gemacht und in einer Königskuchenform gebacken. Und die passt einfach vorzüglich zum Herzdamekleid.herzdamekleid_150424-005

Wer gerne Bananenbrot isst und auch mal ein anderes Rezept ausprobieren möchte, der kann ich das Banana Bread von Orangette sehr empfehlen!

Und noch mehr Selbstgemachtes

Das Buch „Hab ich selbst gemacht“ von Susanne Klingner inspiriert mich in letzter Zeit extrem dazu alles mögliche selbst zu machen. Neben dem Geburtstagsshirt habe ich heute außerdem noch super leckere Muffins gebacken.

Und die gehen so:
2 Eier
200 g Zucker
110 g Mehl Typ 550
6 EL Kakaopulver
2 TL Backpulver
ein paar Tropfen Butter-Vanille-Aroma
160 ml Milch
150 g geschmolzene Margarine oder Butter
75 g Schokotröpfchen

  1. Ofen auf 180º C vorheizen.
  2. 12 Muffinformen mit Papierförmchen bestücken
  3. Eier mit Zucker schlagen, mit Mehl, Kakao, Backpulver, Vanille-Aroma und Milch vermischen.
  4. Geschmolzene Margarine unterrühren.
  5. Schokotröpfchen zufügen.
  6. Teig in die Muffinförmchen verteilen.
  7. 28 min backen.
  8. Genießen!

Nachtrag: Der Liebste möchte darauf hinweisen, dass wir schon früher Muffins gebacken haben

Ich hab mal wieder was gebacken

Auch wenn es mir irgendwie unheimlich ist, dass ich 2 Wochen nach der Geburt unseres Kindes schon wieder genug Zeit und Muse habe zu backen*, wollte ich euch das Rezept, mit dem ich gestern rumexperimentiert habe, nicht vorenthalten. Ausgangspunkt war ein Rezept für Bananenmuffins, welches ich ein wenig abgewandelt habe. Unsere neue Küchenmaschine hab ich jetzt schon ein paar mal ausprobiert, aber vor allem bei Rührteig ist es natürlich extrem komfortabel, dass man den Teig wirklich richtig lange rühren lassen kann und dadurch die Muffins sehr locker geworden sind.

Bananenmuffins
für den Teig
100 g Margarine
130 g Zucker
4 Eier
50 ml Distelöl
2 reife Bananen
250 g Mehl
2 TL Backpulver
50 g Schokostückchen
2 TL Zimt

für das Topping
1 EL Butter
3 EL gehackte Pecannüsse
2 EL Honig

Butter mit Zucker schaumig rühren, Eier einzeln untermischen, weiterrühren und Öl zugeben.
Bananen fein zerdrücken. Mehl mit Backpulver sieben, mit Bananen zum Teig geben, alles ca. 10 min durchrühren. Zimt und Schokoladenstückchen unterheben. Teig in Muffinförmchen füllen. Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen, Honig und Nüsse hinzufügen, leicht karamelisieren lassen. Auf den Muffins verteilen. Muffins bei 180 Grad 25 Min. backen.

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* Ich hatte mir das Einleben mit diesem kleinen Menschen deutlich anstrengender vorgestellt. Natürlich ist es eine große Erleichterung, dass der Liebste noch Urlaub hat und wir im Moment wirklich nichts anderes machen, als den kleinen Menschen kennenzulernen, aber wenn er dann mal wieder für 4 Stunden schläft, dann ist da tatsächlich Zeit für uns, auch zu schlafen, duschen, kochen, backen,…

Die besten Zimtschnecken, die ich jemals gebacken habe

Seit ein paar Jahren versuche ich mich schon an Zimtschnecken und ich war auch mit den meisten Ergebnissen zufrieden, auch wenn meine Dortmunder Mitbewohnerinnen nach dem ersten Versuch der Meinung waren, ich müsse noch üben. Mädels, ich kann euch sagen, die Zeit des Übens ist vorbei! Ich habe das ultimative Zimtschnecken-Rezept entwickelt. Und weil die so so so so lecker sind, werde ich die schon aus reinem Eigennutz immer wieder backen, um nicht aus der Übung zu kommen 😉

Ehrlich gesagt habe ich keine so rechte Idee, warum diese Zimtschnecken so viel besser waren als all die anderen Versuche. Ich hab das erste Mal Dinkelmehl anstatt Weizenmehl verwendet, außerdem hab ich zum ersten Mal erfolgreich Trockenhefe verwendet, eigentlich gelingt mir der Hefeteig besser mit frischer Hefe. Und ich habe die Schnecken diesmal so nah beieinander aufs Backblech gelegt, dass sie ineinander gebacken sind. Und das ganze hat sich wirklich positiv auf die Saftigkeit ausgewirkt. Die Schnecken waren wirklich perfekt, saftig, aromatisch, süß, einfach himmlisch…

Zimtschnecken
abgeguckt von Orangette und The Floured Apron

Für den Teig
240 ml Milch
50 g Butter
420 g Mehl
100 g Zucker
1 großes Ei
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung
150 g brauner Zucker
2 Handvoll zerbröselte Pecannüsse
200 g Frischkäse
2 EL Zimt
50 g Butter

Backofen auf 100ºC vorheizen, wieder ausschalten.
Milch und Butter mischen, warm machen, bis die Butter geschmolzen ist. 120 g Mehl, Zucker, Ei und Hefe zufügen. 3 Minuten durchkneten. Die restlichen 300 g Mehl zufügen, ca. 8 Minuten kneten, gegebenenfalls noch etwas Mehl zufügen, damit der Teig nicht mehr klebrig ist. Den Teig in eine eingeölte Schüssel legen, darin etwas schütteln, damit der Teig mit Öl überzogen ist. Den Teig in den (ausgeschalteten!) Backofen stellen, 2 Stunden gehen lassen. Den Teig zu einem 40×30 cm großen Rechteck ausrollen.

Pecannüsse in einem Topf anrösten, den Zucker dazugeben und Nüsse darin karamelisieren. Dabei kräftig rühren, das brennt leicht an. Den Frischkäse und den Zimt unterrühren. Diese Masse auf dem Teig verstreichen, die Butter in kleinen Flöckchen über den Frischkäse verteilen. Den Teig von der langen Seite aus aufrollen, in 1.5-2 cm dicke Scheiben schneiden, die Röllchen in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform legen, dabei wenig Platz zwischen den Schnecken lassen. 40-45 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 190ºC vorheizen. Zimtschnecken etwa 15 Minuten backen.

5 Minuten auskühlen lassen und dann genießen…

… aber Vorsicht, die Dinger machen süchtig!!!

Nachtrag: Da sich die Frischkäsemasse mit den Nussstücken recht schlecht verstreichen lässt, werde ich das nächste Mal den Frischkäse nur mit dem Zimt mischen und auf den Teig streichen, die Nussstücke ohne Zucker anrösten und über den Frischkäse streuen und dann den Zucker auch einfach nur drüber streuen.