Meine Indienreise

Mein Kopf ist voller Eindrücke und Gedanken. Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Vielleicht einfach am Anfang. 😄2017-05-13 17.39.29

Irgendwann letztes Jahr kristallisierte sich raus, dass meine Firma ein größeres Paket von Equipment bei einer Firma bestellte, die in Indien fertigt. Bei diesem Equipment ist es üblich, dass wir als Fachabteilung die Funktionalität abnehmen. Was dann eben auch in Indien geschehen muss, dort haben sie den Teststand und können im Zweifelsfall  nachbessern. Das Paket war schon sehr umfangreich und ich hab diese Tests auch erst ein einziges Mal vorher begleitet. Deshalb entschieden wir, dass wir die Arbeit teilen, mein Kollege vorfliegt, ich nachkomme, wir 3 Tage gemeinsam das machen und ich den Rest alleine fertig mache.

Mein Bruder ist regelmäßig in ganz ähnlicher Funktion dort, allerdings für deutlich längere Zeitspannen. Seine Erzählungen ließen mich eher mit gemischten Gefühlen auf diese Reise blicken. Und auch die erste Mail meines Kollegen aus Indien klang so, als könnte das eine Herausforderung werden. Glücklicherweise ergab sich aber zufällig, dass ich am Abend vor meinem Abflug noch die Verwandte einer Freundin traf, die sogar direkt aus Pune kommt. Sie gab mir noch ein paar hilfreiche Tipps und lud mich zum Essen ein. Deutlich beruhigter stieg ich am nächsten Morgen ins Flugzeug. Ich war vorgewarnt, dass ich beim Verlassen des Flughafens in Mumbai wie gegen eine Wand laufen würde. Auch um Mitternacht war es noch über 30°C heiß. Der Fahrer, der mich nach Pune bringen sollte wartete schon auf mich und ich hatte kurz den Gedanken „du läufst gerade hinter einem wildfremden Mann her durch ein Parkhaus. Krass wie sehr menschliches zusammenleben auf Vertrauen basiert.“ (Ich vermute, das sind noch die Nachwirkungen des Zusammentreffens mit einem Freak letztes Jahr im November)

Die Autofahrt nach Pune war schon abenteuerlich. Der Verkehr funktioniert anders als im Westen. Nach 5 min hatte ich das aber weitestgehend durchschaut und konnte mich ganz gut entspannen, auch wenn schlafen nicht drin war. Aber ich hatte im Flugzeug gut gedöst. Der Fahrer fuhr auch verhältnismäßig defensiv, hatte ich den Eindruck. Nichtsdestotrotz ist eine rote Ampel kein Grund, anzuhalten. Und Fahrbahnmarkierungen allerhöchstens eine Orientierung. Dabei hätte ich aber den Eindruck, dass deutlich rücksichtsvoller gefahren wird, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Aber da man ziemlich gut damit ausgelastet ist, vorne alles im Blick zu behalten, müssen die, die dahinter sind, durch hupen auf sich aufmerksam machen. Hupen ist also kein aggressiver Akt sondern freundlicher Hinweis, dass man da ist und evtl gleich überholen wird. Interessanterweise hat mein Kollege das völlig anders empfunden. Ihn hat der Verkehr total gestresst, es sei ein einziges drängeln und Gerangel. Sowieso überall dieses Gedrängel. Ich finde das auch unangenehm, dass es keinen Diskretionabstand zu geben schien, und man schnell in einer Schlange das Nachsehen hatte. Dafür wurde ich schräg angeschaut, als ich mich auf dem Rückflug in Hyderabad in der Sicherheitskontrolle vordrängelte und mich dafür entschuldigte (Anschlussflug, you know)

Ich kam um halb 4 in Pune an. Ja, 150 km dauern in Indien selbst über die Autobahn mindestens 3h. Am Hotel angekommen, wurde ein Detektor unters Auto gehalten und der Kofferraum durchsucht. Mein Gepäck wurde geröntgt und eine längliche Haarspange für ein kleines messer gehalten. Am nächsten Morgen wurde ich um 11 (naja, eigentlich erst um 11:20 Uhr) abgeholt und zur Firma gebracht. Mein Kollege war schon um 8 Uhr morgens abgeholt worden und bereits fleißig am messen. Neben Schutzbrille und Sicherheitsschuhen sollte ich außerdem auch ein Arbeitshemd anziehen. Das war mir 1. zu klein und 2. trug kein anderer Ingenieur das. Auf Nachfrage fand der Projektleiter des europäischen Mutterhauses, der uns begleitete, heraus, dass diese Vorschrift nur für Frauen gelte. Er war sichtlich aufgebracht darüber, zumal ihm keiner erklären konnte, was genau an meiner Kleidung anders war als an der der Kollegen. Fürs erste war es okay, dass ich meine eigentlich als Mückenschutz gedachte langärmlige Jacke anzog, aber er (und ich) wollten das nicht akzeptieren. Auf Nachfrage am nächsten Tag bei einem anderen europäischen Kollegen, der selbst 4 Jahre als Expat dort war, stellte sich raus: die Regel sollte verhindern, dass die Konstrukteurinnen in Flipflops und mit Dupatta in die Fertigung gingen. Ab da bin ich selbstbewusst in meinen ganz normalen Blusen und Shirts an den Teststand gegangen und niemand hat was gesagt. Der indische Umgang mit Regeln.

Jedes Mal wenn ich aß, dachte ich: hier will ich leben. Das einfache Kantinenessen war schon so lecker und vor allem immer vegetarisch, es war ein Traum. Es war zwar scharf, aber weil in der Kantine Schilder hingen „stop foodwaste“ habe ich immer tapfer aufgegessen.

Am ersten Tag auf dem Weg vom Hotel zur Firma beobachtet ich, wie ein Mädchen, das mit einigen anderen Menschen auf der Ladefläche eines Lkw saß, sich über die Brüstung beugte und sich übergab. Dabei strich ihr Vater ihr über den Rücken, und das fand ich unfassbar rührend. Eltern kümmern und sorgen sich um ihre Kinder, egal wie widrig die Umstände sind. Und es traf mich wie der Blitz: ich hatte das rassistische und klassistische Vorurteil, dass Menschen in Entwicklungsländern absichtlich ihren Dreck auf die Straße schmeißen, weil es ihnen egal ist. Aber so wenig, wie das Mädchen ihrem Vater egal war, so wenig ist den Menschen in den Slums ihre Umgebung egal. Sie haben keine andere Möglichkeit. Ich glaube nicht, dass sie nicht anders wollen, sie können nicht anders. Abstrakt war mir das schon vorher klar, aber ich musste die Menschen sehen, damit ich es auch emotional verstand.

All die Geschichten meines Bruders, dass 5 „Manager“ rumstehen und einer arbeitet, kann ich so nicht bestätigen. Ich habe alle in der Firma als sehr engagiert erlebt. Mein Kollege hatte anfangs noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, aber als die identifiziert waren, und (tatsächlich mehrmals) adressiert waren, klappte es während meines Besuches alles wie am schnürchen. Was ich allerdings auch erlebt habe: Verantwortung übernehmen ist nicht so beliebt. Am Ende der Tests muss ein Release certificate unterschrieben werden und das sollte ich für das ganze Equipment tun, obwohl meine Aufgabe nur einen Teil des Equipments umfasste. Und ein Teil des anderen teils war noch nicht inspiziert. Der indische Kollege meiner Firma, der das machte, wollte aber partout nichts unterschreiben.

Frauenfeindlichkeit ist mir, wie vorher befürchtet, nicht begegnet. Was ich sagte, wurde gemacht. Natürlich war ich als Kundin da auch in einer überlegenen Position, aber auch die wenigen Male, wo ich allein unterwegs war, wurde ich immer respektvoll behandelt.

Ich hatte mich vorher auf viel Elend eingestellt, was ich sehen werde. Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber auch hier war mein Empfinden viel weniger krass als befürchtet. Ja, Indien ist ein Entwicklungsland. Ja, es gibt eine sehr weite Schere zwischen Arm und Reich. Aber zumindest in den Ecken von Pune, wo ich war, lebten nur sehr sehr wenige Menschen ganz offensichtlich auf der Straße. Ja, es gibt dort Slums aus Wellblechhütten und überall liegt Müll rum. 2017-05-11 16.55.41Aber diese Ecken sah ich nur aus dem Auto raus. Es wäre mir auch arg vouyeristisch vorgekommen, gezielt dorthin zu gehen. Es blieb also bei einer Betrachtung aus einer gewissen Distanz von außen. 2017-05-11 16.45.44-1Auf der anderen Seite war ich an einem Abend zu Besuch in einer der angesehensten Societies (so nennen sich dort die geschlossenen Wohnanlagen, wo die Oberschicht wohnt) von Pune. 2017-05-12 18.34.10Fällt dort der Strom aus (was recht häufig vorkommt, mindestens 1x am Tag habe ich es erlebt, sowohl auf dem Firmengelände als auch im Hotel als auch in der Society), dann springt der Dieselgenerator im Garten an. Das Leitungswasser wird dort auch nochmal extra gefiltert, damit man es trinken kann, wobei ich trotzdem nur Wasser aus Flaschen trinken durfte, meine Gastgeberin wollte unter keinen Umständen riskieren, dass ich Verdauungsprobleme bekomme. Was ich auch in der ganzen Woche die ich in Pune war, nicht bekam. Aber ich habe wirklich peinlich darauf geachtet, dass ich wirklich nichts frisches esse. Kein Salatblatt, kein Obst, keine Eiswürfel. Eine Woche kann man das durchhalten, wenn man länger dort ist, wird man wohl den ein oder anderen Infekt in Kauf nehmen müssen. Allein schon, damit man sich durch das unendliche Angebot an verschiedenen Mangos essen kann. Es war gerade Mangosaison und ich habe auch viele Dinge mit Mango gegessen, aber eben nur, wenn es gekocht war.

Den freien Samstag nutzte ich, um mir die Stadt noch ein wenig anzuschauen. Weil es am Nachmittag immer unerträglich heiß wurde, startet ich bereits um 7:30 Uhr (Frühstück gab es im Hotel erst um 7 Uhr und ich wurde sehr eindringlich gebeten, vor dem Ausflug gut zu frühstücken und unterwegs nichts zu essen). Mein erstes Ziel war der Parvati Hügel. 2017-05-13 08.58.07Es war schon morgens um halb neun so eine Affenhitze, dass ich beim Spaziergang nach oben gewaltig schwitzte und es bereute, überhaupt Make up aufgetragen zu haben… Oben angekommen genoss ich die relative Ruhe, der Lärm der Stadt war nur noch sehr gedämpft zu hören, dafür aber viele exotische Vogelrufe. Tatsächlich für mich die intensivste Assoziation mit „Tropen“, die ich auf der Reise hatte. Dort oben gibt es fünf verschiedene Tempel, allerdings muss ich gestehen, dass ich bei den vielen hinduistischen Gottheiten nicht durchblicke.

Der Hügel scheint aber auch eine beliebte Joggingstrecke zu sein, was ich in anbetracht von über 40 °C noch immer unglaublich finde.

Als nächstes war Shaniwarwada dran. Das ist die Ruine einer Festungsanlage. Der Eintritt beträgt für indische Staatsbürger 15 INR, Ausländer bezahlen 200 INR. 2,80 Euro fand ich aber immer noch einen fairen Preis. 2017-05-13 09.22.44Ich lief einmal auf der Festungsmauer um das Gelände und danach setzte ich mich noch ein wenig auf eine Bank im Schatten und unterhielt mich mit einer jungen einheimischen Mutter. Mir war auf dem Parvati Hügel schon aufgefallen, dass mich vor allem Kinder sehr unverhohlen anstarrten. Irgendwann merkte ich: Ich war die einzige Weiße dort. Und auch in Shaniwarwada war ich das. Der Spätsommer ist einfach nicht die richtige Zeit zum Reisen für Weiße in Indien, vermute ich. Ich wurde dann auch von einigen Indern gebeten, dass sie ein Selfie mit mir machen dürfen. Warum auch immer, jedenfalls bin ich jetzt auf mehreren Selfies mit mir vollkommen unbekannten Männern drauf 😀

Weiter ging es zum Aga Khan Palast. 2017-05-13 10.38.01Dort waren Mahatma Gandhi und einige seiner Mitstreiterinnen wegen  ihres Engagements für die Beendigung der britischen Besatzung Indiens interniert. 2017-05-13 10.40.072017-05-13 10.44.41Das Bild von Mahatma und Kasturba Gandhi in ihrem Zimmer fand ich unglaublich berührend. 2017-05-13 10.45.08Ich spazierte noch ein wenig durch den weitläufigen Park, schaute mir das Denkmal mit Mahatma Gandhis Asche an, 2017-05-13 10.50.53und ließ mich auf weitere Selfies mit fremden, aber höflich fragenden Männern ein.

Und dann bat ich den Fahrer (apropos Fahrer: das ist eine Selbstverständlichkeit, dass man einen Fahrer hat. Und ganz ehrlich? Ich wäre ohne total aufgeschmissen gewesen. Es ist einfach alles so anders als in den Industrieländern, die ich bisher bereiste. Dabei fühlte ich mich eigentlich nie unsicher im Sinne von Gewalt oder Kriminalität. Aber einfach völlig ahnungslos, wie alles funktioniert. Dabei sprechen die meisten Leute, die ich traf, hinreichend gut Englisch. Aber das allein ist es ja nicht. Ich hatte einfach viel zu wenig Zeit, mich wirklich einzulassen auf das Land und die Leute.) um etwas, was wahrscheinlich die wenigsten Ausländer tun: Ich wollte in zwei dedizierte Einkaufszentren. Und zwar nicht in den sehr westlichen Phoenix Market 2017-05-10 20.17.21(den ich tatsächlich fußläufig vom Hotel aus besuchte, und dabei die angeblich schlimmste Straßenquerung 4x total cool meisterte) sondern echte indische Einkaufszentren. Ich hatte nämlich von meiner Bekannten den Tipp bekommen, bei Guru nanak im Wonderland Einkaufszentrum und in verschiedenen Läden im Erdgeschoss des Clover Center nach Stoffen zu schauen. Ich war ja schon die ganze Woche total geflasht von den farbenprächtigen Saris, die viele Frauen, vor allem auf dem Land, ganz alltäglich trugen. Ich zog es sogar in Betracht, einen Sari zu kaufen, um die 6 m Stoff mit den verschiedenen Abschnitten dann in ein westliches Kleid zu verwandeln. Aber da Platz im Koffer sehr begrenzt war, beließ ich es schlussendlich bei insgesamt 16 m Baumwollstoff aufgeteilt auf 4 verschiedene Stoffe. Der Fahrer zeigte mir dann noch ein Geschäft, was wohl alle westlichen Besucher von ihm gezeigt bekommen, nämlich Heritage Handicraft Emporium. Ein sehr hochwertiges Souveniergeschäft mit tatsächlich sehr schönem indischem Kunsthandwerk. Nur leider erkannte der sehr geschäftstüchtige Verkäufer dort nicht, wann er hätte aufhören sollen, zu versuchen mir etwas zu verkaufen (ich wollte sogar, aber a) hatte ich Probleme mit meiner privaten Kreditkarte und wollte die Firmenkreditkarte nicht über Gebühr mit privaten Einkäufen belasten (die ich schon selber zahle, keine Sorge!) und b) waren mir 5500 INR für einen Pashmina-Schal, der mir gar nicht soooooo gut gefiel (ich wollte knallige Farben, nicht beige und braun mit gedecktem türkis), dann doch etwas viel.) Er war so insistierend, dass ich danach extrem schlecht gelaunt aus dem Laden ging. Es war ziemlich offensichtlich, dass es sich hier um kulturelle Differenzen handelte. Er dachte, ich wolle handeln, mir war er viel zu aufdringlich. Schwierig. Zumal ich einfach schon so voll mit Eindrücken war, dass ich dringend Ruhe brauchte. Da kostet Abgrenzen dann nochmal mehr Kraft. Zum Abschluss meiner kleinen Tour durch Pune ging der Fahrer mit mir noch in einen kleinen indischen Lebensmittelladen, wo ich eine Masalamischung zusammengestellt bekam und für den Liebsten noch Tee kaufte. 2017-05-13 13.22.29Danach verkroch ich mich mehrere Stunden strickend im Hotelzimmer, weil ich wirklich kurz davor war, vor emotionaler Erschöpfung zu weinen. Hatte ich so auch noch nie. Vermutlich fühlt sich für Autistinnen so ähnlich  ein Overload an.2017-05-13 20.27.48

Ich habe auf dieser Reise so viele nette Menschen getroffen, dass die Begegnung im Souvenierladen und die ausschließlich schlecht gelaunten Angestellten des Militärflughafens in Pune mir den positiven Eindruck von Indien nicht kaputt machen konnten. Aber ich glaube, ich hatte auch einfach Glück, dass Pune eine Stadt mit viel Leichtindustrie und Universitäten ist. Die Umweltverschmutzung hält sich, vom Müll abgesehen, in Grenzen (mein Bruder ist in der Schwerindustrie unterwegs, ehemalige Kolleginnen von mir in der Chemieindustrie, die erzählen alle von haarsträubenden Verhältnissen). Und ich sah auch wenig herumlungernde bettelnde Menschen. Selbst die, die in sehr sehr einfachen Verhältnissen lebten, schienen mir nicht völlig perspektivlos gewesen zu sein. Aber das mag eine Täuschung aufgrund der Distanz gewesen sein. Was es sicher nicht gibt in einem aufstrebenden Entwicklungsland: work-life-balance. Viele Menschen arbeiten 6 Tage die Woche, haben lange Fahrzeiten zum Arbeitsplatz,… Ebenso interessant fand ich, dass mit zunehmendem Wohlstand die Ansprüche an die Ausbildung der Kinder so stark ansteigt, dass sich Mittelschichtfamilien nur ein Kind leisten können/wollen, weil 2 Einkommen eben nur für die Ausbildung eines Kindes reicht. Das öffentliche Schulsystem scheint nicht sonderlich gut zu sein, so dass man eben sehr viel Schulgeld ausgibt, damit das Kind die besten Chancen im Leben hat. Akribisch vorgeplant selbstverständlich.

Es mag ein Klischee sein, aber diese Indienreise war definitiv auch ein Selbsterfahrungstrip. Wer kann das schon über eine Dienstreise sagen?

 

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3 Gedanken zu „Meine Indienreise

  1. Deckt sich auch viel mit meinen Eindrücken – zu dem Müllthema noch ein Detail: früher war es üblich, Müll in Bananenblätter verpackt zu entsorgen, da das alles organisch war, hat die Natur schon gesorgt, dass alles verschwindet. Es hat leider 30 Jahre gedauert, bis es den Leuten klar wurde, dass Plastiktüten sich anders verhalten und dableiben – aber ein Umdenken setzt gerade ein…. Typisches Thema Kultur/Technologiewandel und alte Gewohnheiten, die sich nicht schnell genug mitändern…

  2. In Indien war ich noch nicht, aber ich finde es sehr gut, dass dich das Land eher positiv überrascht hat. Und wenn ich mir hier die Autobahn-Seitenstreifen ansehe, sind wir gar nicht so weit von indischen Verhältnissen entfernt. Es wird hier nur eher abtransportiert und uns aus den Augen geschafft…

  3. Solche Berichte bestätigen mir selbst immer wieder , wie wenig sich doch die Menschen von ihrem eigenen Tellerrand lösen, und Blicke darüber hinweg tätigen. Traurig.

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