Standortvorteil ist nicht alles

Autowerkstätten liegen ja gern so richtig verkehrsungünstig in irgendeinem Industriegebiet. Warum auch immer. Denn wenn man sein Auto zur Reparatur dort lassen muss, wie kommt man dann da weg? Und wieder hin? Deshalb haben wir bisher unser Auto bei ATU* durchchecken und gegebenenfalls reparieren lassen, da diese noch einigermaßen gut erreichbar ist.

Im Oktober war der TÜV fällig. Also Auto morgens hingebracht, abends wieder abgeholt. Ohne neue TÜV-Plakette, dafür aber mit einer langen Liste, was noch alles gemacht werden muss. Gut, die Karre ist 10 Jahre alt, da ist das nicht sonderlich verwunderlich. Auch wenn die Laufleistung für das Alter des Autos verdammt niedrig ist (<100.000 km). Also neuen Termin gemacht, diesmal 2 Tage, damit sie alles erledigen können, fahrtüchtiges Auto wieder mitgenommen, ein paar Tage später ein fahrtüchtiges Auto wieder dort abgegeben. Vorletzte Woche dann, vor dem langen Wochenende hier in NRW, 4 Stunden, bevor das Auto abgeholt hätte werden können, ein Anruf: beim Ausbau der Hinterachsaufhängung hätte man den Bremsschlauch abmontieren müssen. Der sei nur leider festgerostet gewesen, und nun kaputt. Ersatzteil sei nicht vorrätig, dauere 4 Tage es zu bekommen. Und koste 16 Euro, selbstverständlich von uns zu zahlen. Wir haben dann erstmal die AGBs der Werkstatt studiert, uns juristisch beraten lassen, was genau schuldhaft bedeutet und dann mit Verweis auf die AGB einen Mietwagen verlangt. Den wir dann tatsächlich bekamen. Aber erstmal so tun, als sei der abgerissene Bremsschlauch unsere Schuld. Sowas kann ich ja leiden wie Zahnschmerzen. Aber weil wir ja hier bei der Neigungsgruppe Spannungsbogen sind (an dieser Stelle herzliche Grüße an Frau Brüllen), ist das noch nicht das Ende der Geschichte. Am letzten Freitag also wieder ein Anruf. Auto sei fertig. Hurra! 1 Woche später als geplant. Also statt der üblichen Freitagsroutine Wocheneinkauf ist der Liebste erstmal los, das Auto holen. Mietwagen zurück gegeben, Prüfprotokolle unseres Autos bekommen. Was fehlt? Genau, das TÜV-Protokoll. Hatten sie nämlich vergessen. Tja, Pech, dann also Auto am Samstag nachmittag abholen. Dummerweise hatten wir nur Samstag schon was vor. Zum Glück mit der Bahn… Also gab es dann den Vorschlag, dass sie ja unser Auto Samstag vor der Tür abstellen können. Der Liebste wies sie noch darauf hin, dass auch noch 2 Sommerreifen ausstünden, da beim Reifenwechsel aufgefallen war, dass in einem Sommerreifen ein Metallsplitter steckte. Und dass sie die Stoßdämpferprüfung nicht wie beim letzten TÜV mit den aufrecht stehenden Reifen im Kofferraum machen sollten (da wollten sie uns nämlich kaputte Stoßdämpfer andichten, dabei waren das bloß die hüpfenden Reifen im Kofferraum). Dann ist der Liebste 30 min nach Hause gelaufen. Weil Mietwagen war ja schon abgegeben.

Samstag abend kommen wir nach Hause, das Auto steht vor der Tür, hat eine gültige TÜV-Plakette und im Kofferraum liegen 2 Sommerreifen. Allerdings sind unsere Felgen noch bei ATU…

*ja, mittlerweile weiß ich auch, dass die Arbeitsbedingungen bei ATU alles andere als rosig sind. Das erklärt die Vorkommnisse auch irgendwie. In Zukunft also unabhängige Werkstatt irgendwo in der Pampa. Wie auch immer wir das organisatorisch geregelt bekommen.

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