Freitagsliebe (1): @dieKadda

Die Vrouwelin hatte eine ganz wundervolle Idee: Angestoßen von Kübras Vortrag auf der re:publica mit dem Titel „Organisiert Liebe“ hat sie den Plan gefasst, immer Freitags eine ausgesuchten Person mit Liebe zu übergießen. Weil es schon genug Hass im Netz gibt. Und ich schließe mich dieser Aktion an. Weil es nämlich sehr sehr schön war, soviel liebe Dinge über mich selbst zu lesen. Diese Freude möchte ich anderen auch machen.

Die Kadda

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich die Mädchenmannschaft entdeckte, aber Kadda war damals jedenfalls schon mit dabei. Und ich mochte ihre Artikel sehr. Sie waren unaufgeregt, differenziert und in einem völlig anderen Duktus geschrieben als das, was ich bis dahin unter Feminismus verstand. Irgendwann verließ Kadda die Mädchenmannschaft, was ich sehr bedauerte. Aber wir blieben weiterhin lose über Mail in Kontakt. Ich las ihren privaten Blog, folgte ihr auf Twitter und erfüllte wahrscheinlich alle Kriterien für ein „Fangirl“. Umso mehr schmeichelte es mir, als ich von der Featurette (ein Gemeinschaftsprojekt von Kadda, Susanne Klingner und Barbara Streidl) gefragt wurde, ob sie einen Blogbeitrag von mir featuren dürfen und ob ich Teil des Featurette-Portfolio werden wolle.

Bei Grünen Geschlechtergipfel im September 2012 traf ich Kadda dann zum ersten mal in Echt. Aber wie das ja oft mit so Internetmenschen ist, hatte ich das Gefühl, sie schon ewig zu kennen.

Dann gab es diese sehr unschöne Episode mit meiner feministischen Bezugsgruppe hier in Köln und da war es sehr gut, dass Kadda da war. Sie hatte ja sehr ähnliche Erfahrungen gemacht und hat mich sehr darin bestärkt, dass es sehr freiheitsfeindliche Tendenzen im modernen Feminismus gibt, wo weder sie noch ich mitmachen wollen. Aber sie wird trotzdem nicht müde, sich feministisch zu engagieren und das ist auch gut so! Sie ist einer der Menchen, weshalb ich mich nach wie vor als Feministin bezeichne.

Seither treffen wir uns von Zeit zu Zeit und es ist jedesmal so, als würde ich eine alte gute Freundin treffen.

Ihr erstes Buch „Bitte freimachen“ habe ich in einem fort verschlungen. Es ist wirklich ein toller Rundumschlag über viele gesellschaftliche feministisch relevanten Themen, und sie geht sogar noch einen Schritt weiter und behandelt neben den klassischen Themen wie Schönheitsideal, Mutterbild, Sex,… auch die im feministischen Diskurs eher stiefmütterlich behandelten Felder Politik und Militär.

Beim Nähen höre ich gerne Podcasts und Kadda ist definitiv eine der Stimmen, die ich am häufigsten höre. Der Lila Podcast ist ja fast schon legendär, aber auch den Erscheinungsraum, der leider viel zu selten erscheint,mag ich sehr sehr gerne. Weil sie sich da so schön viel Zeit nimmt, ihren Gesprächspartnerinnen diesen Erscheinungsraum zur Verfügung zu stellen. Und dann macht sie mit Holgi noch die Wochendämmerung.

Also, wer Kadda noch nicht kennt: lest sie! Hört sie! Sie hat wichtige Dinge zu sagen. Und tut dies auf eine unaufgeregte aber trotzdem kritische Art und Weise. Sie mischt sich ein, ohne Angst davor zu haben, anzuecken.

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