Tagebuchbloggen 05.02.2016

Es ist wieder der 05. und Frau Brüllen will wissen, was ich eigentlich den ganzen Tag mache

6:40 Uhr mein Wecker klingelt. Ich bin etwas desorientiert. Denn seit ein paar Wochen habe ich so ein Lichtweckerdingsi, das langsam heller wird und irgendwann gibts Vogelgezwitscher. Und erst 10 min danach klingelt mein Telefonwecker. Heute ist es dunkel, keine Vögel zwitschern, nur der Telefonwecker dudelt. Ich erinnere mich, gestern hat der große kleine Mensch den Wecker ausgemacht. Und da ich nur die Billigversion gekauft hab, ist der nicht für jeden Tag individuell programmierbar, sondern es gibt nur an oder aus. Ich weiß schon, warum ich das Telefon noch als backup Wecker benutze. Da ich aber krankgeschrieben bin, ist das alles nicht so wild.

6:45 Uhr der kleine kleine Mensch kommt in unser Bett. Es war seit gefühlt Wochen mal wieder eine Nacht ohne ihn in unserem Bett.

6:50 Uhr der große kleine Mensch fragt, ob er heute frei habe. Hat er in der Tat. Wir leben im Rheinland, da werden bewegliche Ferientage  für Karneval benutzt. Und zwar nicht nur für Rosenmontag sondern auch für den Freitag nach Altweiber. Wäre mir das vor ein paar Wochen schon klar gewesen, ich hätte einen Kurztrip in die Berge oder so gebucht. Egal, ich bin sowieso krank, das wäre kein toller Ausflug geworden. Der Liebste hat Urlaub, weil siehe oben. Von demher darf der große kleine Mensch zu Hause bleiben und muss nicht in die OGS-Betreuung. Der kleine kleine Mensch will sogar von sich aus in den Kindergarten. Was ich sehr begrüße, weil ich krank bin und mich mit einem Kindergartenkind zu Hause deutlich schlechter ausruhen kann.
Ich bleibe also liegen während der Liebste und der kleine kleine Mensch aufstehen. Bauchkrämpfe treiben mich dann doch irgendwann aus dem Bett.

7:30 Uhr ich kuschel mich wieder in meine Bettdecke.

9:15 Uhr ich stehe auf, ziehe mir schluffiklamotten an und gehe nach unten. Appetit hab ich keinen, aber ich weiß, dass ich was essen muss, will ich keine Migräne bekommen. Aber erstmal Tee.
Dann kratze ich den letzten Rest aus dem Nutellaglas, was scheinbar bei der Qualitätssicherung durchgerutscht ist.
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Laut Internet und Ferrero sind diese runden Partikel die Folge von falscher Lagerung. Allerdings sagt mir mein professionelles Bauchgefühl, dass falsche Lagerung ungewollte Kristallisationsprozesse in Gang setzt, das hier sieht mir aber eher wie ein Emulgationsproblem aus. Weil Kristalle in der Regel nicht rund sind. Aber gut, Lebensmitteltechnologie ist jetzt nicht mein Spezialgebiet.
Der Liebste und ich sitzen ewig am Frühstückstisch, trinken Tee und quatschen. Mein Bauch scheint das Nutellabrot auch einigermaßen zu vertragen. Auf die Erkältung jetzt noch ein Magen-Darm-Infekt obendrauf wäre echt blöd.

11 Uhr Dank Siebenhundertsachen habe ich das Funkkolleg Wirtschaft entdeckt. Während ich die Spülmaschine aus- und den Frühstückstisch abräume höre ich das Ende von Folge 2. Bisher mag ich es sehr.

Der Nachteil davon, dass der große kleine Mensch zu Hause ist, ist, dass ich nicht weiter „Orphan Black“ bingewatchen kann. Ja, ich weiß, die Serie ist schon was älter, aber irgendwie hat es sich bisher noch nicht ergeben, sie zu schauen. Ich hab „How I met your mother“ ja auch erst geschaut, als alle Staffeln durch waren. 😉 Also häng ich weiter im Internet rum und freu mich über die tollen Kommentare, die zu meinem Hosenpost von gestern eintrudeln.

11:30 Uhr Ich räume mal ein bisschen mein Evernote auf. Häufig speicher ich dort Sachen einfach nur schnell ab, ohne sie richtig einzusortieren und zu verschlagworten. Hin und wieder dort mal aufräumen macht die Sachen dann auch wiederfindbar. Vor allem Rezepte, die ich als Foto ohne Titel abgelegt habe (Öhem). Das Aufräumen mach ich aber am liebsten am Rechner, der große Bildschirm und die Tastatur sind da doch hilfreich. Nutzen tue ich Evernote hingegen fast ausschließlich mit dem Smartphone. Es gibt sicher auch andere Notizbuch-Apps, die genausogut funktionieren. Warum ich Evernote nutze, kann ich gar nicht so genau sagen. Es funktioniert jedenfalls für mich.

12 Uhr Der große kleine Mensch möchte vorgelesen haben.

12:30 Uhr Wir überlegen, was wir zu Mittag essen könnten und entscheiden uns ganz zufällig für genau das gleiche, was es schon vor einem Monat gab: Milchreis für den großen kleinen Menschen und Hühnerfrikassee (die eingefrorenen Reste von letztem Monat) für den Liebsten und mich.

13 Uhr Mittagessen

14 Uhr Bin ich eigentlich die einzige, die so ungefähr für jedes Projekt ihre Overlock umfädelt, weil das Garn nicht passend ist? Dabei hab ich sowieso nur 4 Garnfarben: Weiß, schwarz, grau und olivgrün. Nunja. Also mal wieder umfädeln und eine Jenna Cardi nähen. Das Schnittmuster (schon fertig geplottet, yeah), den Stoff und passende Knöpfe bekam ich von Siebenhundertsachen zum Geburtstag. Das ist so toll, Nähnerdfreundinnen zu haben ❤

18 Uhr Und ich dachte mal wieder, ich näh das mal schnell zusammen und 4 Stunden später gebe ich sehr frustriert auf. Die Jacke ist viel zu weit, die Knopfleiste wellt sich total, weil durch das Nähen der Knopflöcher ist die Knopfleiste total ausgeleiert. Ich hab die Jacke dann noch 3-5 cm an der Ärmel-/Seitennaht enger gemacht, aber überschnittene Schultern hat sie halt jetzt trotzdem.

Und ob das mit der Knopfleiste durch bügeln etwas besser wurde, muss sich noch zeigen. Ich habe den Eindruck, aus Jersey/Strickstoff kann ich für mich keine Jacken nähen. Jetzt ist erstmal wieder ausruhen auf dem Sofa angesagt, immerhin bin ich krank.

19 Uhr Abendessen. Dabei bastelt der Liebste für den kleinen kleinen Menschen eine Schlange 2016-02-05 20.23.26

20 Uhr Ich bringe die kleinen Menschen ins Bett. Vorgelesen wird „Mit Papa allein zu Haus“ und „Orpheus in der Unterwelt“ aus „Die schönsten europäischen Sagen„.

20:20 Uhr Ich probiere die Jenna Cardi nochmal an und finde, dass sie noch immer weit von perfekt ist, aber es deutlich besser als bei der ersten Anprobe ist. Nur erwecken die überschnittenen Schultern mit den eingekräuselten Schulterpassen, die halt auch viel zu weit außen sitzen den Eindruck einer „sozialistischen Gewichtheberin“, wie es der Liebste sagt 2016-02-05 20.24.27

20:30 Uhr Wir essen mal wieder gebackene Birnen,2016-02-05 20.23.01 der Liebste schaut „M.A.S.H.“, lacht sich schlapp und ich sitz daneben und schreibe an diesem Beitrag weiter.

20:40 Uhr Wir schauen noch eine zwei Folgen „Orphan Black“, ich häkel dabei ein wenig an einem neuen Tuch weiter.

22:20 Uhr wir machen noch schnell den Brötchenteig und dann ab ins Bett.

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5 Gedanken zu „Tagebuchbloggen 05.02.2016

  1. Hallo kranke „sozialistische Gewichtheberin“,
    gute Besserung. Ich wollte mich bei dir und Siebenhundertsachen bedanken für denTip zum Funkkolleg Wirtschaft.
    Schöner Gruß Mema

  2. Sozialistische Gewichtheberin, sehr schön! Also bis auf die Schultern finde ich die Jacke gut, aber die müssen wirklich hoch. Ich habe bei meinen Jenna Cardis auch keine schönen Knopflöcher hinbekommen und mich dann für farblich passende Druckknöpfe entschieden, das sieht echt besser aus.
    Gute Besserung!!!!
    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Diese zu langen Schultern ziehen sich aber durch alle Jennas, die ich bisher gesehen habe – schade drum, aber vielleicht rettest Du ihn ja noch 🙂

    Ich fädel übrigens auch immer um – da ich selten 4 gleiche Garne haben, sind meine Overlock-Nähte sogar oft bunt! Ich mag das sehr und immer wenn ich sie sehe, dann freue ich mich diebisch darüber.

    Gute Besserung!

  4. Wenn du den Nerv dazu hast, schneide die Arme nochmal ab (ist ja eh zu viel Stoff da) und verschmäler die Schulterpartie – hast du nicht eh im Vergleich schmale Schultern? Dann wird er gut! Und den Tipp mit den Druckknöpfen von Frau Schildkröte merke ich mir, falls ich auch mal einen geknöpften Cardigan nähe!

  5. Pingback: MeMadeMittwoch im anNÄHerungs-Kleid | drehumdiebolzeningenieur

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