Brötchen selber backen

Seit über 1 Jahr backen wir am Wochenende unsere Brötchen selber. Alles fing damit an, dass die Bäckereifilliale, die von hier am nächsten liegt, zu machte. Und das Brötchenholen dadurch deutlich länger dauert als früher. Und jede Alternative hatte Nachteile: schlechte Brötchen, sehr eingeschränkte Auswahl, unfreundliches Personal, beknackte Öffnungszeiten,… Und zum Wochenende gehören nunmal Brötchen. Schon immer.

Also fing ich an, mit Brötchen backen rum zu experimentieren. Und eigentlich ist das gar nicht so schwer. Mittlerweile haben wir folgende Routine: Freitags abends vorm zu Bett gehen machen wir den Teig. Die eine Hälfte kommt in eine Tupperschüssel in den Kühlschrank, die anderen Hälfte steht in einer mit einem feuchten Tuch abgedeckten Schüssel in der Küche auf der Arbeitsplatte. Am Samstag morgen steht einer von uns zwischen 8 und 9 Uhr auf, formt die Brötchen, lässt sie 20-30 Minuten in der Gärstufe des neuen Backofens gären, dann werden sie nochmal rausgenommen aus dem Ofen, dieser wird in der Brotbackstufe auf 220 °C aufgeheizt und dann kommen die Brötchen da für 12 Minuten rein. Am Samstag abend wird der Teig aus dem Kühlschrank genommen und Sonntags morgens wiederholt sich das Procedere von Samstag morgen.

Ich gebe zu, der neue Backofen mit Dampffunktion ist da schon nochmal eine tolle Verbesserung, aber auch schon vorher mit einem stinknormalen Backofen waren die Ergebnisse ganz passabel. Da haben wir die Brötchen einfach in der Küche noch ein bisschen gehen lassen und dann zu Beginn des Backens eine Tasse Wasser in den Backofen gekippt zum Schwaden. Das übernimmt nun der Backofen für uns.

Selbstgebackene Brötchen

(Für 2 Erwachsene und 2 Kinder an 2 Morgen zum Frühstück)

750 g Mehl 550

500 ml lauwarmes Wasser

1 Päckchen Trockenhefe

2 1/4 Teelöffel Salz

Alles mit der Küchenmaschine 5-10 min durchkneten, bis ein eher feuchter, aber nicht mehr klebriger Teig entstanden ist (evtl muss man etwas Mehl zufügen).

Teig in 2 Teile teilen. Einen Teil in einer geschlossenen Plastikschüssel im Kühlschrank aufbewahren, der Teig ist 1-3 Tage haltbar im Kühlschrank. Den anderen Teil über Nacht bei Zimmertemperatur gären lassen.

Am nächsten Morgen den Teig in 8 gleich große Teile teilen und jeden einzelnen Klumpen zu Kugeln oder Stangen formen. Ob man die Brötchen wie in dieser Anleitung rund schleifen möchte ist eigentlich nur eine Frage des eigenen Perfektionismus. Dann nach Belieben noch in Mohn, Kürbiskernen, Sesam, Sonnenblumenkernen,… wälzen, auf ein gelochtes Backblech legen. Entweder 20 min im Backofen bei Gärstufe gären lassen oder den Backofen mit einer Tasse Wasser drin auf 50 °C aufheizen und die Brötchen darin gären lassen. Oder auf dem Fensterbrett über der Heizung. Dann die Brötchen wieder aus dem Backofen rausnehmen, diesen auf 220 °C aufheizen und die Brötchen darin 12 min backen. Beim Backen müssen die Brötchen auf jeden Fall geschwadet werden. Entweder übernimmt das der Backofen in der Brotbackstufe oder man kippt am Anfang des Backvorgangs 1 Tasse Wasser unten in den Backofen. Nur so werden die Brötchen außen schön knusprig und innen saftig.

Gerade experimentieren wir noch mit auf die Brötchen aufgesprühtem Wasser rum, um die Brötchen glänzend zu bekommen. Vor dem Backen einsprühen hat noch nicht den gewünschten Effekt.

 

 

 

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2 Gedanken zu „Brötchen selber backen

  1. Pingback: Tagebuchbloggen 05.02.2016 | drehumdiebolzeningenieur

  2. Pingback: Brot backen – siebenhundertsachen

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