Tagebuchbloggen 05.06.2015

Es ist der 5. und Frau Brüllen will wieder wissen, was wir eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

6:20 Der Wecker klingelt. Da ich aber ganz alleine zu Hause bin, der Liebste ist mit den kleinen Menschen in Schwaben, drück ich beherzt bis 7:20 Uhr alle 10 min auf Snooze. Dann stehe ich auf, ziehe mich an, gieße die Balkonpflanzen, weil ich das am Abend vergessen hatte und frühstücke.

8:15 Uhr ich bin im Büro und widme mich dem unglaublich öden kopieren von Zahlen aus einer Excel-Tabelle in die andere.

9 Uhr obligatorische Kaffeepause.

9:20 weiter gehts mit stupidem Kopieren. Wenn man vor so einem großen Versuch schon wüsste, wann man wie welche Daten nimmt, könnte man das Protokolldesign sicher optimieren. Da wir aber im Verlauf der Versuche ne Menge gelernt haben, hat sich dabei auch unsere Datennahme geändert und passte damit nichtmehr zum Design meiner Auswertetabelle… Der hier mitlesende Teilchenphysiker lacht sich jetzt sicher schlapp angesichts der Terabyte Daten, die die in ihren Experimenten sekündlich nehmen…

11:30 Uhr Mittagessen Auf dem Weg dorthin ärgere ich mich, dass ich nicht vorher noch eine Schmerztablette genommen hab. Dieser Wetterumschwung von kühlen 12°C auf 30 °C innert 2 Tagen macht mein Kopf nicht mit. Vielleicht hab ich aber auch gestern zuviel Ammoniak geschnuppert, wer weiß… Wir nehmen uns für den Rückweg noch ein Eis mit und schlendern durch den Park.

12:30 Uhr Weiter gehts mit Zahlen kopieren. Aber es ist ein Ende in Sicht.

13:30 Uhr Leider streuen die Analysenergebnisse so sehr, dass man eigentlich gar nix richtiges aus den Daten rauslesen kann. Grmpf… Mit ein bisschen gefrickel und weniger wissenschaftlich sauberen Anspruch (hey, das ist keine Doktorarbeit, sondern ein hinsichtlich Kosten optimierter Versuch in der Industrie!) kommen am Ende doch noch ein paar schöne Graphen dabei raus.

16:30 Uhr Der Bericht ist geschrieben, ich bin sogar einigermaßen zufrieden mit mir. Jetzt dann mal einkaufen. Draußen ist es unerträglich heiß, ich fahre im Schneckentempo mit dem Fahrrad in die Stadt. Ich kaufe Unmengen Obst und Gemüse, vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass zu Hause auch noch die Gemüsekiste vor der Kellertür steht. Die Erdbeeren haben den Transport mehr schlecht als recht überlebt. Also hab ich die direkt verspeist.

Bei dieser Hitze vermisse ich die Möglichkeit, nach der Arbeit mal eben schnell in die Limmat springen zu können schon sehr. In regelmäßigen Abständen erfasst mich dieses Schweizweh. Heute versuche ich es ein wenig mit Limette-Minze-Eistee zu bekämpfen. Den gabs an der ETH in der Cafeteria, die von der SV betrieben wird, und vor einiger Zeit machte ich einen Workshop zu den Unternehmenswerten in einem Tagungszentrum, das der SV Group gehört. Und dort konnte man das Pulver dieses Eistees kaufen. Und nun kann ich mir also an so Tagen wie heute ein Getränk mixen, das schmeckt, als säße ich auf dem Hönggerberg auf der Terrasse der Cafeteria.

20:00 Uhr Bei Twitter wurde ich auf diesen tollen Film aufmerksam

und nun möchte ich auf so einen Häkelkragen haben. Wenn ich mich entscheiden könnte, wäre ich sogar bereit, den Preis dafür zu bezahlen. Teurer als Schmuck aus Metall ist es auch nicht und fair noch dazu.

20:30 Uhr Statt Obst mache ich mir einen Salat zum Abendessen. Mit Orangenkürbis. Und Kürbiskernen. Und Kürbiskernöl. Lecker! Und weil ich alleine bin, darf ich vor dem Fernseher essen! Yay!

21:45 Jetzt noch ein bisschen Pam Howard dabei zuschauen, wie sie einen Jacket näht. Ich nähe nämlich gerade auch eins. Und weil ich den Schnitt selbst konstruiert hab, hab ich keine Anleitung. Da ist dieser Craftsy-Kurs extrem hilfreich!!!

22:00 Uhr Die Balkonpflanzen! Fast hätte ich wieder vergessen sie zu gießen! Danach weiter schauen, wie man denn jetzt genau Ober- und Unterkragen zusammenbringt bei einem Reverskragen. Mein Problem: Ich hab keinen rückwärtigen Beleg und bin mir noch unschlüssig, ob ich das Futter also erst an die Belege annähe, bevor ich Ober- und Unterkragen zusammennähe. Ich sinniere darüber noch ein wenig.

23:00 Uhr noch schnell Brötchenteig ansetzen, auch an einem familienfreien Wochenende möchte ich mittlerweile nicht mehr auf die selbstgebackenen Brötchen zum Frühstück verzichten. Dann ins Bett.

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2 Gedanken zu „Tagebuchbloggen 05.06.2015

  1. Meine Gedanken dazu: Hm, selbstgebackene Brötchen (schreibst du mal auf wie du die machst?) und Pam Howard mit ihrer speziellen strengen distanzierten und doch auch freundlichen Art, ganz nett. Auf Exceltabellen könnte ich verzichten ( obwohl, früher habe ich sie sehr gemocht, so hilfreich) und im Limat kann man baden? Gruß Mema

  2. Ich stellte gestern selber fest, dass ich das mit den Brötchen immer nur am Rande erwähne.
    Tja, Excel, was bleibt mir anderes übrig? 😉
    Ja, in der Limmat kann man schwimmen. Es gibt in Zürich sogar mehrere offizielle Badis (so nennt man dort diese Dinger mit Umkleidekabine und Kiosk und so) an der Limmat. Schon toll!

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