1 Woche Berlin – Teil 1: Mit den kleinen Menschen

Puh, viel erlebt. Ich bin noch ein bisschen am verdauen der verschiedenen Eindrücke. Berlin mit den kleinen Menschen, Berlin alleine, re:publica.

Am 1. Mai fuhren wir alle 4 (die kleinen Menschen, der Liebste und ich) mit dem Zug nach Berlin. Ich bin jedes mal entzückt, wie gut das Bahn fahren mit den kleinen Menschen funktioniert. Ich gebe zu, wir machen es uns aber auch leicht und nehmen das tablet mit, auf dem die kleinen Menschen spielen dürfen. Allerdings nur mit Kopfhörern.berlin150501kinder-001
Nachdem wir unser Gepäck in Friedrichshain beim Freund abgeladen hatten, packten wir den frisch gebackenen Kuchen ein und trafen uns am Boxhagener Platz mit Freunden auf dem Spielplatz. Das war total super. Die Erwachsenen konnten sich entspannt unterhalten, die kleinen Menschen spielten sehr selbstständig. Neue Spielplätze sind halt schon spannender als dieses olle Ding zu Hause. Und fließendes Wasser ist sowieso immer gut!
Die Suche nach Abendessen war etwas schwierig, weil wir im Burgeramt eine halbe Stunde auf einen Sitzplatz hätten warten müssen. Die kleinen Menschen hatten sich aber schon auf Pommes eingestellt, weshalb Pizzeria o.ä. ausfiel. Schlussendlich aßen wir bei Kreuzburger, was okay, aber auch nicht mehr war. Und der kleine kleine Mensch wurde zunehmend unleidlich/anhänglich. Irgendwann zurück zum Freund, die kleinen Menschen bettgehfein machen und hinlegen. Dabei machten wir einen fatalen Fehler: wir verdunkelten das Fenster nicht. Also waren sie am nächsten morgen um 5:30 Uhr wach und spielten tablet. Das versprach ein anstrengender Tag zu werden mit unausgeschlafenen kleinen Menschen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Technikmuseum. Allerdings gingen wir zuerst ins spectrum, die Wissenschaftsausstellung. Da gibt es ein Foucault’sches Pendel, das alle paar Minuten einen pin umschmeißt.

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Außerdem ganz viele Experimente zu allen Bereichen der klassischen Physik.

Luftströmung

Luftströmung

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Luftströmung

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Wasserstrudel

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Freitragende Brückenkonstruktion

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magnetische Flüssigkeit

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Wärmebild vom Liebsten (der ist in Wirklichkeit natürlich viel hotter 😉 )

Wir machen Musik

Wir machen Musik

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Leuchtbilder mit sich drehenden Scheiben

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Plasmalampe. Inklusive Stromschlag für den großen kleinen Menschen und mich. Ups

Aber auch ein paar Sachen zu Teilchenphysik gabs zu sehen. Eine Nebelkammer. Sehr spannend, Elementarteilchen auf diese weise mit dem bloßen Auge sehen zu können!

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Die kleinen Menschen waren total begeistert, allerdings probierten sie hauptsächlich rum und waren an Erklärungen wenig interessiert. Aber dafür sind sie auch noch etwas zu jung. Und die Phänomene sehen ist ja auch schonmal ein wichtiger Schritt.

Im gleichen Gebäude gab es dann auch noch eine kleine Automobilausstellung, in der wir uns recht lange herumtrieben.

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Längsschnitt durch einen 5er BMW

Anschließend wollten die kleinen Menschen aber auch noch Flugzeuge und Boote anschauen. Also trieben wir uns noch ein bisschen im Neubau des Technikmuseums rum.

Auf dem Rückweg nach Friedrichshain schlief der kleine kleine Mensch dann auf dem arm des Liebsten ein. Gut dass der Liebste so stark ist! Allerdings war der kleine kleine Mensch nach dem Aufwachen sehr lange Zeit sehr schlecht gelaunt.

Immerhin dachten wir diesmal daran das Fenster zu verdunkeln. Am Sonntag morgen schliefen die kleinen Menschen also etwas länger. Nach dem Frühstück gingen wir nochmal auf den Spielplatz am Boxhagener Platz. Danach fuhren wir zum Alex und nahmen den 100er bus Richtung Westen. Doppeldeckerbus! Am Reichstag stiegen wir aus, gingen durchs Brandenburger Tor und Unter den Linden entlang,

Ampelmännchen

Ampelmännchen

stiegen dann wieder in den Doppeldeckerbus und fuhren wieder zum Alex. berlin150501kinder-018Dann holten wir das Gepäck vom Liebsten und den kleinen Menschen, fuhren zum Ostbahnhof und stiegen dort in den Zug nach Köln. Ich stieg am Hauptbahnhof aber wieder aus.

Fazit: Städtereisen mit Kindern können funktionieren. Wir hatten das Glück, beim Freund unter zu kommen. Dadurch war es deutlich entspannter als es wahrscheinlich in einem Hotelzimmer gewesen wäre. Wir hatten Platz, die kleinen Menschen hatten einen eigenen Raum zum schlafen. Eine Ferienwohnung zu mieten hätte ich angesichts des Berliner Wohnungsmarktes irgendwie Skrupel.
Den kleinen kleinen Mensch musste ich häufig ermahnen, dass er schauen soll, wo er hin läuft, weil er oft mit staunenden Gesicht allen möglichen Dingen nachschaute.

Wir haben versucht, uns sehr auf den Rhythmus der kleinen Menschen einzulassen und vor allem nicht zu viel zu unternehmen. Immer wieder Spielplatzzeit eingeplant.

Toll fand ich, wie wenig sie gequengelt haben. Laufen, anschauen, s-bahn fahren, alles kein Problem. Ich hatte nie das Gefühl, sie könnten in der Großstadt verloren gehen. Oder irgendwas könnte schief gehen, weil sie nicht kooperieren. Ob wir allerdings nochmal beim Freund unterkommen, weiß ich nicht. Denn der kleine kleine Mensch kann auch in fremden Wohnungen so laut, hochfrequent und ausdauernd kreischen wie zu Hause, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen läuft. Und das kann einen, wenn es nicht das eigene Kind ist, ganz schon mürbe machen. Deshalb an dieser stelle nochmal ein fettes dankeschön an C. der uns 3 Tage ertragen hat.

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4 Gedanken zu „1 Woche Berlin – Teil 1: Mit den kleinen Menschen

  1. Schön, dass die Berlin-Reise mit allen so gut geklappt hat. Und mal ehrlich: wer ins Technikmuseum darf, hat doch nun wirklich keinen Grund zum Quengeln. Außer, wenn der Besuch am Maybachufer und das Stoffkaufen für die Großen vergessen wurde… Viele Grüße, Mrs Go
    (PS: schöne Fotos von den Experimenten. Ich finde ja, das Museum ist viel zu groß, um alles einmal ausprobieren zu können!)

  2. Toll! Die Versuche im Technikmuseum machen mir direkt Lust, dort auch endlich mal hinzugehen.
    Übrigens habe ich ganz vergessen zu sagen, dass ich dein Sonntagskleid sehr sehr schön fand, glaube ich.
    LG Lotti

  3. Pingback: Eine Woche Berlin – Teil 2: alleine unterwegs (in Stoffläden) | drehumdiebolzeningenieur

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