Alaska 2006: Von Seward zum Denali Nationalpark (19.-20.08.20606)

Auf dem Weg von der Kenai Peninsula zum Denali NP kamen wir zwangsläufig wieder an Anchorage vorbei.recap_alaska_2006-028 Dort gibt es einen REI, ein Laden vergleichbar mit Globetrotter hier in Deutschland. Wir brauchten noch etwas Trekking Nahrung und vor allem wasserdichte Überzieher für unsere Rucksäcke. Danach hatten wir vor, so weit wie möglich nach Norden an den Denali NP ranzukommen, bis wir auf einer anzeigentafel sahen, dass der Highway #3 (George Parks Highway) ab Meile121 gesperrt sei. Der Liebste war so clever zu bedenken, dass, je weiter nördlich wir kämen, je weniger Motelzimmer frei sein könnten. Also checkten wir kurz hinter Wasilla im Roadside Inn ein, wo wir erfuhren, dass eine große Flut der Grund für die Highwaysperrung sei und es nicht möglich sein würde, den Denali NP auf diesem Weg zu erreichen. Wir beschlossen, es über den klitzekleinen (so 725 km) Umweg über Fairbanks von Norden her zu versuchen. Das wird uns wohl einen Tag kosten, so dass wir am nächsten Tag erstmal telefonieren mussten, wie die Straßenzustände so sind und ob wir die Reservierung für den Campingplatz eventuell um einen Tag nach hinten verschieben können.

Das Abendessen ließen wir uns dann in die angegliederte Kneipe liefern, die genauso wie das Motelzimmer einem schlechten Hollywoodfilm entsprungen su sein scheint. Dort spielten wir dann noch eine Runde Poolbillard, die ich knapp mit viel Anfängerinnenglück gewann.

Nachdem wir am nächten Morgen um 8:30 Uhr feststellten, das wir locker 2,5 h verschlafen hatten, gönnten wir uns doch noch ein Frühstück in diesem erlebenswerten Roadside Inn. Zuvor hatte der Liebste die Campground Reservierung um einen Tag nach hinten verschoben, da klar war, dass wir es heute nicht mehr bis Riley Creek schaffen würden.

Nach dem sehr üppigen Frühstück fuhren wir den Parks Highway also wieder nach Süden bis Palmer, um dort nach Osten auf den Highway #1 abzubiegen.

Nachdem ich nach einem Sekundenschlaf fast in dne Straßengraben gefahren wäre, machten wir Fahrerwechsel. Plötzlich war ich total aufgeregt, weil ich einen Gletscher sah. Der Matamuska Glacier ergießt sich förmlich ins Tal. Seine Außmaße sind wirklich atemberaubend und man kann sich kaum vorstellen, dass es vor 150 Jahren in der Schweiz ähnlich ausgesehen haben muss.recap_alaska_2006_add-005 Bis Glenallen war die Fahrt eher ereignislos, was aber wahrscheinlich an dem sintflutartigen Regen und den tiefhängenden Wolken lag.recap_alaska_2006_add-003

In Glenallen brauchten wir beide dann mal etwas Koffein und tranken in einem total überfüllten „Restaurant“ einen Kaffe bzw. Tee (1$ insgesamt!)

Der Regen wurde eher schlimmer als besser, so dass uns die Alaska Range ziemlich verborgen blieb. Die Transalaska-Pipeline war abschnittweise sehr gut zu sehen. recap_alaska_2006-030

Hier verläuft die Pipeline unterirdisch. Die Luftkühler dienen dazu, den Permafrostboden auf unter 0°C zu kühlen, damit die Pipeline nicht im Morast absäuft.

Hier verläuft die Pipeline unterirdisch. Die Luftkühler dienen dazu, den Permafrostboden auf unter 0°C zu kühlen, damit die Pipeline nicht im Morast absäuft.

Nördlich der Alaska Range wurde der Regen dann etwas schwächer und hörte schließlich ganz auf.

Am Nordpol (oder zumindestens in einem Örtchen namens „North Pole“) kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und aßen chinesisch zu Abend. Von Fairbanks haben wir nicht wirklich was gesehen, aberviel gibt es da wohl auch nicht zu sehen. Fairbanks war für mich der nördlichste Punkt, an dem ich zu der Zeit auf der Erde gewesen war. Dann ging es wieder nach Süden auf dem Parks Highway (der von Meile 121 bis 134 noch immer gesperrt war) und der Regen setzte wieder ein.

Die Nacht verbrachten wir in einer wirklich tollen kleinen Cabin in der Earthsong Lodge (für den stolzen Preis von 144$). recap_alaska_2006_add-007 recap_alaska_2006_add-006Der Fortune Cookie des Liebsten versprach auch, das etwas wirklich wunderbares direkt vor uns liege. Wir hofften, dass die Wolken ein wenig aufreißen und wir am nächsten Tag beim Aufstehen die Alaska Range sehen könnten. Die sollte nämlich laut Lodge-Wirt direkt vor der Tür sein.

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