MeMadeMittwoch

Heute nur ganz kurz, weil Beitrag auf dem Telefon im Hotelbett liegend getippt. Ich bin nämlich gerade auf einem Seminar. Da lerne ich, wie ich Konflikte konstruktiv löse. Nicht, dass ich so viele Konflikte in meinem leben lösen müsste, aber wie das so ist mit Seminaren in großen Unternehmen, da gibts halt so Sachen wie soft skill Matrizen und Konfliktmanagement ist da ein Feld und das muss abhakt werden. Also darf ich 2 Nächte ungestört in einem weichen Hotelbett schlafen und höre mir Geschichten aus anderen Bereichen an, wo mir hören und sehen vergeht. Und wer weiß, vielleicht komm ich Donnerstag ja nach Hause und kann den kleinen Menschen erklären, dass „aber der hat angefangen!“ ein absolutes no go ist und den Konflikt nicht löst. Wobei, ich soll ja gar nicht auf einen Konflikt anspringen, der mir nicht gehört. Also, kleine Menschen, seht zu, wie ihr klar kommt, ist nicht mein Konflikt, hehe.

Jetzt also mein heutiges Outfit.
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Selbst gemacht sind Hose und Loop. Werde ich jetzt zum Kellerkind erklärt ob des Loops? Egal, ich mag ihn!
Die Hose habe ich hier schon mal gezeigt. Die dazu geplante Jacke für den Hosenanzug ist noch immer in der Planung. Dafür mach ich jetzt einen Nähkurs. Weil ich zwar einen Grundschnitt für den Torso machen kann aber nicht für die Ärmel, gehe ich das jetzt mal an. Und den Jackenkragen.

Beim MeMadeMittwoch zeigt heute gastbloggerin sanni, was sie trägt und lädt zum mitmachen ein.

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Das @herzdame Kleid

Vor ein paar Wochen veröffentlichte Maximilian Buddenbohm auf seinem Blog eine Fotostory darüber, wie sie zu Hause Schokomuffins gebacken haben. In den Kommentaren und auch bei Twitter wurde daraufhin aber ausschließlich über dieses absolut hinreißende Kleid der @herzdame diskutiert. Und die beiden waren so nett und gaben auch die Bezugsquelle für dieses Kleid preis.

Ich wollte dieses Kleid, unbedingt! Nur: Es war aus 100% Plastik. Finde ich eher nicht so angenehm auf der Haut, vor allem nicht, da es ziemlich offensichtlich ein Kleid für wärmere Temperaturen ist. Außerdem befürchtete ich, dass es selbst in Größe XL eher zu wenig Platz für meinen Busen bereithalten würde. Und überhaupt: Kaufkleidung? Bäh! (Im Prinzip stehen oben genau die beiden stärksten Argumente, warum Kaufkleidung bei mir mittlerweile „Bäh“ ist: Material und Passform, ein drittes ist noch, dass ich häufig Probleme mit der Ästhetik der aktuellen Mode habe, aber das war hier ja nun nicht der Fall!!!).

Selbermachen war also angesagt.

Das Rückenteil ist auch gleichzeitig angeschnittene Ärmel und geraffte Träger fürs Vorderteil. Das Vorderteil besteht aus 2 asymmetrischen Wickelteilen, die an den Seiten in Falten gelegt werden, um die Rundung für die Brüste zu schaffen. Der Rock ist ein zur Empirelinie hochgezogener A-Linien-Rock.

Zufällig hattte ich gerade einen sehr sehr dicken festen Baumwolljersey gekauft.miriamKleid141018-001 Denn ich fürchte, der Stoff muss schon eine gewisse Festigkeit haben, diese klassischen dünnen Viskosejersey sind eher zu labberig für dieses Kleid.

So ein bisschen verrückt hielt ich mich ja schon, dass ich im OktobermiriamKleid141018-018 unbedingt ein Sommerkleid nähen wollte, aber da der Stoff wirklich dick ist, und das Oberteil komplett gedoppelt gearbeitet ist, ist das schon warm und ich habe das Kleid nun schon zum dritten mal an, dank der sommerlichen Temperaturen da draus.miriamKleid141018-020 Und ich bin echt richtig zufrieden damit! Es sitzt noch nicht perfekt, was aber zum Teil auch an dem sehr dicken Stoff liegt, aber auf jeden Fall perfekter als es ein Kaufkleid jemals könnte.miriamKleid141018-006miriamKleid141018-003  miriamKleid141018-005 Da ich um die Körpermitte ja nun auch nicht unbedingt Normmaße habe, habe ich am vorderen Rockteil noch mittig eine Kellerfalte eingefügt, um einem Presswursteffekt am Bauch vorzubeugen.miriamKleid141018-013Aber die roten Polkadots sind natürlich unschlagbar und ich werde dieses Kleid definitiv nochmal aus einem solchen Stoff nähen. Hat jemand von euch einen Tipp, wo ich festen Baumwolljersey mit etwas Elasthan in Rot mit weißen Punkten bekomme???

Und last but not least: Eine Hommage an die @herzdame

miriamKleid141018-024Mittlerweile ist der Herbst dann doch angekommen. Julia zeigt heute auf dem MeMadeMittwoch Blog eine kriminelle Jacke (oder so…). Ob die anderen ihre Outfits vom Wochenende oder von heute präsentieren lässt sich diese Woche wirklich leicht herausfinden 😀

Me Made Mittwoch mit neuer Bluse

Weil es schon spät ist, hier ganz schnell mein Outfit, welches ich heute getragen hab

KLeiderUndBluse141008-004Das Kleid ist mal wieder das selbstkonstruierte Etuikleid. Die Bluse ist neu. Wieder nach Simplicity 2339.

Bei den Knopflöchern war ich sehr mutig und hab rotes Garn verwendet.

KLeiderUndBluse141008-012Und weil der Stoff recht dünn und durchscheinend ist, habe ich die meisten Nähte als französische Nähte verarbeitet.KLeiderUndBluse141008-017Bei den Ärmeln war ich etwas unaufmerksam und hab den ersten Ärmel rechts auf rechts eingenäht. Also dachte ich, es wäre ja auch mal eine Herausforderung, die Nahtzugabe als Kappnaht zu versäubern.KLeiderUndBluse141008-016Nunja, das geht auch sauberer, war eine ziemliche Frickelei, aber das sieht man auf der rechten Seite ja zum Glück nicht.

Die Knöpfe sind ein Geschenk von Frau Knopf, die mir Anfang des Jahres, nachdem ich die erste Bluse genäht hatte, eine ganze Tüte voller Hemdenknöpfe schenkte. Danke nochmals dafür!KLeiderUndBluse141008-013Katharina hat heute Debüt beim MeMadeMittwoch und zeigt ein hübsches Pünktchenkleid. Mit Pünktchen hab ich ja gerade auch eine spannende LiaisonKLeiderUndBluse141008-003

Tagebuchbloggen 05.10.2014

Wie jeden 05. im Monat möchte Frau Brüllen wissen, was man eigentlich den ganzen Tag gemacht hat.

3:irgendwas Ich werde wach, weil der große kleine Mensch nach mir ruft. Er hat was geträumt und möchte, dass ich bei ihm bleibe. Ich hole mein Kissen und leg mich zu ihm ins Bett.

5:56 Uhr Der kleine kleine Mensch ruft nach Papa. Ich versuche ihn zu beruhigen, indem ich ihm sage, dass ich da bin. Klappt nur so ungefähr 30 sek. Dann ruft er nach mir und möchte auf den Arm. Ich trage ihn also rüber ins Elternbett, hole mein Kissen zurück aus dem Kinderzimmer und leg mich wieder in mein Bett.

7:irgendwas Der große kleine Mensch steht an meinem Bett. Ich verweise ihn auf die andere Bettseite, heute ist der Liebste dran mit früh aufstehen. Die zwei gehen ins Kinderzimmer. der kleine kleine Mensch und ich schlafen noch ein bisschen. Irgendwann kommt der Liebste wieder ins Bett, der große kleine Mensch wollte allein sein. Kurz darauf kommt aber auch der große kleine Mensch wieder ins Schlafzimmer. Mittlerweile ist es 8:12 Uhr und auch der kleine kleine Mensch ist wach und die drei beschließen, dass sie jetzt aufstehen und nach unten gehen wollen. Ich darf noch ein bisschen weiterdösen.

9:00 Uhr Ich stehe auf, und gehe auch nach unten. Dort haben gerade die Frühstücksvorbereitungen begonnen. Brötchen werden aufgetoastet, der Tisch wird gedeckt. Wir frühstücken gemütlich im Schlafi. Der große kleine Mensch beschließt, dass wir heute, weil das Wetter nicht schön ist, den ganzen Tag zu Hause bleiben. Ich bin gespannt, wieviel Verletzte dieses Vorhaben fordern wird.

Die kleinen Menschen dürfen, wenn sie satt sind, aufstehen und spielen, die Erwachsenen bleiben noch gemütlich sitzen, trinken Tee, lesen Twitter, unterhalten sich. Mittlerweile ist es von den kleinen Menschen hinreichend akzeptiert, dass wir, solange wir noch Essen auf dem Teller und/oder Tee in der Tasse haben, nicht vorlesen oder gar zum spielen aufstehen.

10:45 Uhr Der kleinen kleine Mensch muss gewickelt werden, da bietet es sich an, die beiden anschließend direkt in die Badewanne zu stecken. Wir haben festgestellt, dass es für uns alle am entspanntesten ist, wenn die kleinen Menschen ausgeschlafen baden. Und die Locken vom kleinen kleinen Menschen lassen sich am besten vorm Fernseher kämmen. Also ist Sonntag morgen vor der „Sendung mit der Maus“ baden angesagt.

11:30 Uhr „Sendung mit der Maus“.

12:00 Uhr Mittagssnack, danach macht der kleine kleine Mensch Mittagsschlaf, der große kleine Mensch spielt alleine. Ich surfe ein bisschen bei Pinterest rum und entdecke ein paar sehr nette Bastelideen für den vor uns liegenden Nachmittag zu Hause. Ich durchforste meine beiden alten Bastelkisten, die ich schon in Zürich hatte, nach potentiellem Material, vor allem bin ich auf der Suche nach meiner Heißklebepistole. ICh fürchte allerdings, dass ich sie irgendwann mal mit zur ETH nahm, als wir einen Doktorhut für eine Kollegin bastelten und dort ist sie wahrscheinlich immer noch. Wenn ich mir meinen Doktorhut so anschaue, bestätigt sich auf jeden Fall die Vermutung, dass da die Heißklebepistole zum Einsatz kam.

13:00 Uhr Der große kleine Mensch möchte mit Wasserfarben malen. Ich habe in einer Kiste meine alten Wasserfarbkästen gefunden. Der Wasserfarbkasten des Liebsten ist schon länger hier im Einsatz und hatte eine Reinigung mal wieder dringend nötig. Kennt ihr das auch, dass Wasserfarbtöpfchen über kurz oder lang alle gleich braun aussehen? Jedenfalls tauschte ich mit dem großen kleinen Menschen meinen gegen seinen Wasserfarbkasten und reinigte seinen mal wieder. Danach setzte ich mich mit meinen Ed Emberly Büchern zu ihm und übte nochmal ein bisschen Tiere malen.Tagebuch141005-009 Der große kleine Mensch wünschte sich dann noch einen Drachen und zwar so groß wie das ganze Blatt.Tagebuch141005-00815:00 Uhr Mittlerweile hatte der Liebste Spielbesuch für den großen kleinen Menschen organisiert.

16:00 Uhr Meine Mama verlangt, mit mir zu telefonieren. Also ziehe ich mich mal ins Schlafzimmer zurück. Irgendwann kommt der kleine kleine Mensch hinterher und will mit mir im Bett toben. Immer wieder springt er mir von hinten auf den Rücken, quitscht, fordert mich auf, mitzutoben. Also beende ich das Telefongespräch und kitzel den kleinen kleinen Menschen durch.

Weil ich die Heißklebepistole nicht wiedergefunden habe, mussten wir für die geplanten Glitzerkugeln etwas improvisieren. Wir klebten die Schleichtiere mit Pattex in den Deckel der Schraubgläser. Auf dem einen Deckel löste sich der Kleber leider wieder ab, also probierten wir es da nochmal mit Bastelkleber. Als der einigermaßen getrocknet war, füllten wir abgekochtes Wasser in die Gläser, drückten dann Unmengen von Glitzerkleber rein, schraubten zu und schüttelten. Das Patex hielt, der Bastelkleber leider nicht :/OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlso nochmal eine Heißklebepistole, Glitzer und Plastiktiere kaufen und beim nächsten Besuch der Freundin das ganze nochmal wiederholen.

17:00 Uhr Das bereits gestern abend vorbereitete Millionen-Dollar-Hähnchen muss in den Ofen. Baguette in Scheiben schneiden, in die Auflaufform legen, das Hähnchen drauf, Tagebuch141005-003mich kurz mit dem Liebsten anzicken, ab in den Backofen. Dann die Glasur zusammenrühren. Im Laufe des Backvorgangs stellt sich raus: Das Brot, wo kein Hähnchen direkt drauf liegt, wird ziemlich dunkel. Wir nehmen die angebräunten Scheiben aus der Form und knuspern sie schonmal vornewegTagebuch141005-00418:30 Uhr Das Hähnchen ist fertig, das Besuchskind will mitessen. Darf sie gerne. Wir lassen es aber erstmal noch ein bisschen abkühlen, nicht, dass sich noch jemand den Mund verbrennt.OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Hähnchen schmeckt sensationell gut. Ich glaub, ich mach nie wieder anders Brathähnchen. Die Glasur mit der Zitrone drin, aber auch die Füllung aus Knoblauch und Zitrone sind der Hammer!

Nach dem Essen bringe ich die Freundin des großen kleinen Menschen noch zur Haustür, den Weg nach Hause schafft sie alleine. Während ich die Küche aufräume, räumen die kleinen Menschen mit dem Liebsten zusammen das Spielzimmer auf. Dann gehen die drei nach oben, ich verarbeite die Birnen, die in der Gemüsekiste waren, zu einem Dessert, was ich früher in Zürich eine zeitlang regelmäßig zu Abend gegessen habe. (übrigens eine absolute Empfehlung für das Blog von Orangette bzw. für ihre Rezepte)

20:15 Uhr Der Tatort fängt an. Aber ganz ohne Timeshift schaffen wir es wieder nicht, ihn zu schauen, weil die kleinen Menschen noch 2 mal rufen und nach uns verlangen. Und mal ernsthaft, schwimmenden Fahrräder? Egal, die Birnen sind lecker, da kann man eine mäßig schlüssige Story schon mal verschmerzen.

21:56 Uhr Tatort mit nur 10 min Verzögerung fertig geschaut. Naja…

So, jetzt ins Bett, viele Stunden Twitter nachlesen und noch ein bisschen Podcast hören und dabei einschlafen.

 

Für mehr Dinnerparties in meinem Leben!

Schon länger wollte ich über meine Erfahrungen mit dem Galaxy Rip Off Dress (Vogue 8280) berichten. Aber ich konnte mich nicht überwinden, euch ein eher wenig gelungenes Kleid zu zeigen. Auch wenn ich es auf einer Hochzeit getragen habe und es dort ja auch Menschen gesehen haben. Aber die kannten mich ja nicht 😀miriam_kleid_140607-014Laut Anleitung ist dieses Kleid „easy“ zu nähen. Nunja. Es ist in erster Linie gar nicht easy anzupassen…miriam_kleid_140607-019Das Problem: Die Passform lässt sich erst wirklich beurteilen, wenn man diese Dinger, die in der englischen Anleitung „flange“ genannt werden (meinem professionellen Ich als Flansch durchaus bekannt, aber in dem Zusammenhang irgendwie nicht die passende Übersetzung) am Vorderteil angenäht hat. Da sie aber am Armausschnitt zum Teil mit sich selbst verstürzt werden, zum Teil aber zwischen Vorderteil und Futter mitgefasst werden, muss man die Nahtzugabe an der Stelle, wo das Vorderteil aufhört, die Nahtzugabe des „flange“ einschneiden. Um die Passform beurteilen zu können, muss man flange und Vorderteil verstürzen. Das geht nur mit einschneiden der Nahtzugabe. Das sollte man aber erst machen, wenn man sicher weiß, wo genau das Vorderteil endet. Ihr ahnt, dass man in einer Excel-Tabelle jetzt einen Zirkelbezug hergestellt hätte…

Mein Problem war: Das Vorderteil war zu weit. Und dieses Kleid muss am Dekollete knackeng sitzen, damit es nach was aussieht. Außerdem musste ich noch die Abnäher verlegen, aber da war eine meiner kleineren Übungen. Jedenfalls war klar, dass ich das Vorderteil im oberen Bereich nach außen ziehen musste. Damit kippten dann aber die „flanges“ nach unten und vergrößerten den Armausschnitt noch mehr.2014-10-01 19.20.18Ein weiteres Problem war, dass meine megateure Thermodrahtschneiderpuppe leider nicht wie versprochen exakt an meinen Körper anschmiegt und ich die Anpassungen für dieses hauteng sitzende Oberteil an der Puppe nicht machen konnte. Das ging wirklich nur an mir. Gnarf…

Resultat der gekippten „flanges“ war, dass man das Speckröllchen, welches ich am Übergang von Brust zu Arm habe, sehr prominent sahmiriam_kleid_140607-002Das Bolerojäckchen aus Spitze, dessen Schnitt ich mir aus einem Kleiderschnitt rausgebastelt hatte, saß leider auch alles andere als perfekt, unter anderem aber auch, weil der Armausschnitt des Kleides plötzlich so weit nach unten gerutscht war. Ich war wirklich nicht sehr zufrieden mit dem Kleid. Und mal wieder die Erkenntnis: Ärmelfrei sieht bei mir doof aus.miriam_kleid_140607-016Außerdem stimmte irgendwas mit der Balance nicht, der Rock fiel vorne sehr seltsam.

Glücklicherweise hatte ich aber beim Stoffkauf noch keine klare Vorstellung, ob ich das Bolerojäckchen aus Spitze oder aus dem Kleiderstoff machen wollte. Und der Ballen war fast leer, so dass ich kurzerhand deutlich mehr Stoff mitnahm, als für das Kleid notwendig war.

Also entschloss ich mich, die Version mit den Ärmeln auszuprobieren und außerdem die „flanges“ nochmal abzutrennen und neu zuzuschneiden, so dass sie an meinen Armausschnitt passten. Mit Hilfe von Nessel erstellte ich ein neues Schnittteil für die „flanges“. Es stellte sich dann aber auch heraus, dass ich das gesamte Vorderteil nochmal zuschneiden musste. Ich nahm also das ganze Oberteil nochmal auseinander, schnitt die flanges,das Vorderteil und die Ärmel nochmal neu zu, und machte mich dann erneut an das Anpassen des Vorderteiles. Die Ärmelverarbeitung machte das ganze nicht einfacher, weil auch diese teilweise verstürzt und teilweise zwischen Futter und Oberstoff mitgefasst wurden. Jede Anpassung machte die wirklich sehr genau einzuhaltenden Markierungen, bis wohin man nähen soll, obsolet.

Mir ist es ein Rätsel, wie man dieses Kleid mit wenig Näherfahrung wirklich so nähen können soll, dass es anständig sitzt und dabei noch gut aussieht. Ich bin so froh, dass ich soviel Stoff übrig hatte, denn nur so konnte ich die gröbsten Fehler beseitigen. Ich fürchte auch, ein Nesselmodell hätte wenig geholfen, da der Baumwollsatin, aus dem ich das Kleid nähte, ist leicht stretchig und verhält sich anders als Nessel.

Das erneut fertig gestellte Kleid trug ich dann Ende August auf dem Schulfest anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gymnasiums, an dem ich vor 17 Jahren mein Abi gemacht habe und war ziemlich overdressed, aber das war mir egal.

MiriamKleider140922-027 MiriamKleider140922-026 MiriamKleider140922-020Jetzt bin ich wirklich zufrieden mit dem Kleid. Nur leider gibt es in meinem Leben viel zu wenig Anlässe, ein solches Kleid zu tragen. Ich werde eindeutig zu selten zu formalen Dinnerparties eingeladen!

Dodo hat heute beim MeMadeMittwoch Premiere und zeigt einen tollen Rock aus Waxprint und auch ansonsten gibt es wieder unzählige tolle kreative Frauen in selbsgenähter Kleidung zu bewundern!