Me Made Mittwoch am 30. Oktober

Miriam131030-001Heute trage ich mal wieder mein selbstkonstruiertes Etuikleid. Allerdings habe ich es mittlerweile noch ein bisschen enger gemacht. Ich hatte nämlich beim Konstruieren um die Taille rum mehr Bequemlichkeitszugabe gegeben als um die Brust. Und das sah irgendwie doof aus, wie ich fand. Außerdem habe ich die Form der Abnäher etwas geändert und jetzt ist die breiteste Stelle der Abnäher nicht mehr an der (nichtvorhandenen) Taille sondern etwas höher.Miriam131030-005 Und den Rückenabnäher habe ich etwas nach unten verlängert, um dem Hohlkreuz entgegen zu kommen. Beim Betrachten der Bilder fällt mir auf, was ich beim Tragen auch schon gemerkt habe: Ein Futter wäre sicher keine schlechte Idee. Das liegt auch schon zugeschnitten hier rum…Miriam131030-006Den Stoff habe ich übrigens letztes Jahr auf dem Stoffmarkt hier gekauft. Zuerst habe ich die selbstkonstruierte Hose aus dem Stoff genäht. Und dank massiver Stoffknauserei hatte ich noch genug Stoff fürs Kleid übrig. Als ich letzten Sonntag dann mit Marja Katz (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass wir in der erwähnten Villa in einer Mietwohnung wohnen…) auf dem Stoffmarkt war, entdeckte ich ganz am Anfang diesen sehr angenehm zu verarbeitenden und zu tragenden Baumwollstoff wieder. Da war ich aber noch ganz diszipliniert und wollte zuerst die Sachen, die auf meiner Liste standen, kaufen. Als wir dann schon fast auf dem Weg zurück waren, kam mir dann plötzlich der Geistesblitz in den Kopf, dass ich aus diesem Stoff doch noch einen Blazer nähen könnte und hätte dann sowohl ein Kostüm als auch einen Hosenanzug auf einen Streich. Also sind wir nochmal zurück und ich kaufte nochmal 2 m von dem Stoff. Der Plan ist, dass ich die Jacke, die Alex für den KSA nähen möchte, nähe.

Frau Kirsche trägt heute ein ungewohnt schmales, aber sehr sehr schönes Kleid und führt damit die Riege der Leute an, die am Mittwoch selbstgenähte Kleidung tragen.

Gibt es Rettung für diesen Stoff?

IMAG0465Dieses Kleid habe ich vor ziemlich genau 5 Jahren genäht. Liebes Bisschen, ist das lange her. Ich hatte mir gerade eine eigene Nähmaschine gekauft und wollte ein Kleid für eine 20er Jahre Party nähen. Das Schnittmuster ist eine Originalreproduktion eines Tanzkleides von 1928. Der Stoff ist reine Seide, gekauft bei Etoffe & Tessuti in Freiburg. Das Kleid habe ich nie getragen, weil am Tag der Party mein Leben plötzlich Kopf und mir der Sinn nicht nach Party stand. IMAG0466Als ich Alexandras barocken Rock letzten Mittwoch sah, erinnerte ich mich wieder an dieses Kleid. Zwei Schwangerschaften später traue ich mich nicht einmal mehr, es anzuprobieren. Ich glaube auch, dass es sowieso nie sonderlich vorteilhaft an mir ausgesehen hat. Aber der Stoff ist doch ein Traum, oder? Sowohl der Print als auch die Dupionseide.

Aus dem Oberstoff ließe sich wahrscheinlich ziemlich locker eine Bluse machen. Aber ich frage mich, ob ich auch den Unterstoff mit der Spitze noch irgendwie retten kann. Im Prinzip ist das ein simples Trägertop. In der Kombi finde ich es nicht mehr so richtig schön, vor allem den Ausschnitt finde ich nicht seriöslich genug. Aber unter einen weniger extravaganten Stoff könnte das noch was hermachen.

Aber was für eine Bluse mach ich denn nun aus dem Oberstoff? Kurzärmlig, das ist klar, mehr gibt der Stoff nicht her. Aber ich hab gerade so gar keine Idee, was stilistisch zum Stoff passen könnte.

Seife machen

Da überarbeite ich meine „About“ Seite und schwupps, schon kann ich einen Punkt auf der Liste der Dinge, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte, streichen!

Ich habe mit meiner Mama und meiner Schwägerin Seife gemacht. Aber nicht einfach nur Seife, sondern Schafmilchseife.

Zuerst einmal habe ich mich durch die vielen interessanten Infos bei naturseife.com gelesen. Dann habe ich mir ziemlich spontan überlegt, dass ich den Plänen endlich Taten folgen lassen möchte. Und weil die Schafmilchquelle nun mal in der Nähe meiner Mama ist und sie auch Interesse an diesem Experiment bekundet hatte, blieb bis zum nächsten Besuch nicht mehr ausreichend Zeit, um die benötigten Zutaten im Internet zu bestellen. Obwohl schon Susanne Klingner in ihrem Buch „Hab ich selbstgemacht“ schilderte, dass es Natriumhydroxid (NaOH) zwar rein theoretisch in der Apotheke gäbe, praktisch aber 8 Apotheken brauchte, bis sie ein paar Gramm davon in Händen hielt, versuchte ich mein Glück trotzdem auch in der Apotheke. Aber dank Susannes Warnung plante ich schon ein, dass die Apotheke das Zeug bestellen muss. Worauf ich nicht eingestellt war: auf eine an ein Chemiepraktikumskolloquium anmutende Befragung. Wofür ich denn eine solch große Menge NaOH brauche? Ähm, 250 g sind doch nun wirklich keine große Menge. Während der Diss hab ich teilweise innert einer Woche ein ganzes Kilogramm verbraucht! Ob ich wisse, wie man damit umzugehen habe. Ja, NaOH wird richtig richtig warm, wenn man es in Wasser löst. Schutzbrille, Handschuhe und Kittel sind vorhanden. Und ja, verdammt nochmal, ich will tatsächlich 250 g von dem Zeug! Währenddessen wurde am Schalter nebenan vollkommen ohne Zögern oder Nachfrage eine Packung Paracetamol an ein 10-jähriges Kind verkauft. Um ehrlich zu sein, finde ich das um einiges gefährlicher als einer erwachsenen Person, die ganz offensichtlich weiß, was sie tut, NaOH zu verkaufen (vielleicht sollte ich beim nächsten Mal meine Promotionsurkunde mitnehmen 🙂 ) Zusätzlich habe ich dann noch 200 g Lanolin bestellt. Schafmilch und Wollfett, das passt doch wunderbar zusammen. Zum Seifemachen braucht man aber auch noch ein Triglycerid, welches man dann mit der Lauge verseifen kann. Ich entschied mich für Sonnenblumenöl, denn das ist einfach und günstig zu beschaffen. Olivenöl erschien mir in Verbindung mit der Milch irgendwie nicht so passend. Außerdem besorgte ich im Reformhaus noch ein kleines Fläschchen Zitronenduftöl.

Dank des Seifenrechners musste ich mich auch gar nicht lange damit aufhalten, auszurechnen, wieviel NaOH denn nun mit wieviel Sonnenblumenöl gemischt werden muss. Sehr praktisch, dieses Ding, vor allem für Menschen, die der Meinung sind, in Chemie seien sie schon immer schlecht gewesen.

Folgendes Rezept haben wir verwendet:

  • 250 g NaOH
  • 700 g Schafmilch
  • 1800 g Sonnblumenöl
  • 200 g Lanolin
  • 5 g Zitronenöl

Und weil die sich in der Apotheke so angestellt haben und auch sonst überall steht, dass das Auflösen der NaOH ziemlich heiß wird (und ich das auch schon selbst erlebt habe!), hab ich mir mal die Mühe gemacht, und es ausgerechnet.* OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd in der Tat, rührt man die 250 g NaOH in 700 g Wasser, dann erwärmt sich das Wasser um 94 Kelvin. Nimmt man an, dass kaltes Wasser mit 10 °C aus der Wasserleitung kommt, dann bedeutet dass, dass die ganze Chose zu kochen anfängt!!! Und so ne 10 molare Natronlauge ist nicht ungefährlich! Wenn die ins Auge spritzt, dann ist man blind! Also, Schutzbrille ist Pflicht! OLYMPUS DIGITAL CAMERAAnonsten: Handschuhe tragen und sollte doch mal was auf die Haut kommen, mit Essigessenz und viel Wasser abspülen. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen, wenn ihr es direkt neutralisiert und abspült, wird das keine großen Schäden verursachen!

Da wir ja nun mit Schafmilch und nicht mit Wasser arbeiten wollten, und die Milch durch das Fett ja eine etwas geringere Wärmekapazität als Wasser hat, gab ich also die Order raus, dass die Milch doch bitte in Eiswürfelbehältern einzufrieren sei. OLYMPUS DIGITAL CAMERADenn dann geht ein beträchtlicher Teil der Lösungswärme der NaOH für das Auftauen des Eises drauf und erst danach für das Erhitzen der Flüssigkeit. Eine Rechnung für Wasser ergab eine Temperaturerhöhung von 15 Kelvin. Da kocht dann also nix mehr!

Was haben wir also gemacht? Wir haben nach und nach die NaOH-Plätzchen in die Milcheiswürfel eingerührt. OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd am Ende, als alles aufgelöst war, war die Lösung schon eher handwarm. Die 15 Kelvin, die ja das Ergebnis für Wasser waren, waren also deutlich zu tief gegriffen. In der Milch sind ca. 4 % 8 % Fett enthalten. Das hat zum einen einen Einfluss auf die Schmelzwärme der Eiswürfel. Um 1 kg Wasser aufzutauen braucht es mehr Energie als um 1 kg Milch aufzutauen. Außerdem reagiert die NaOH mit dem Fett schon zu Seife. Und dabei wird auch Wärme frei. War also ne gute Entscheidung, mit Eiswürfeln statt Flüssigkeit zu arbeiten.

Das Öl haben wir in einem großen alten Topf warm gemacht (auch so Körpertemperatur) OLYMPUS DIGITAL CAMERAund dann die Milch-NaOH-Lösung dazugekippt. Und dann mit einem Pürierstab kräftig gerührt. OLYMPUS DIGITAL CAMERASo lange, bis es so ne Puddingkonsistenz hatte. Während die eine gerührt hat, haben die andern beiden die Formen vorbereitet. Wir haben einfach Pappschachteln mit aufgeschnittenen Gefrierbeuteln ausgekleidet. Da hinein haben wir dann den Seifenpudding gekippt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ab da heißt es dann, geduldig sein. OLYMPUS DIGITAL CAMERANach 24 Stunden etwa ist die Seife so fest, dass man sie aus den Formen rausnehmen und in handliche Stücke schneiden kann. Wir haben allerdings den Fehler gemacht und Sonnenblumenöl verwendet. Das macht eine recht weiche Seife. Beim nächsten Mal würde ich Rapsöl nehmen, das wird härter. Danach muss die Seife noch weitere 6 Wochen reifen. In dem Stadium befindet sie sich gerade in Mamas Keller. IMG-20131007-WA0001Was sich allerdings schon sagen lässt: auf 2,7 kg Seife sind 5 g Zitronenöl etwas sehr wenig. Im Nachhinein würde ich sagen, das sind ja homöopathische Dosen! Alles weitere werde ich nach Weihnachten berichten. Jetzt schaue ich erstmal beim Creadienstag, was andere Menschen so kreatives an einem Dienstag tun. ________________________________________________________________________

* Der Vollständigkeit halber hier die ganze Rechnung:

Auflösen von NaOH:

  • Masse NaOH: 250 g
  • molare Masse NaOH: 40g/mol
  • -> Stoffmenge NaOH: 250 g/40 g/mol = 6,25 mol
  • Lösungsenthalpie NaOH: -44,5 kJ/mol
  • -> beim Lösen von 250 g NaOH werden 44,5 kJ/mol * 6,25 mol = 278,125 kJ frei

Erwärmung von 10 °C kaltem Wasser durch die freiwerdende Lösungswärme

  • Masse Wasser: 0,7 kg
  • spezifische Wärmekapazität Wasser: 4,2 kJ/kg*K
  • Temperaturerhöhung: 278,125 kJ/(0,7 kg * 4,2 kJ/kg*K) = 94,6 K

Schmelzen von 700 g Eiswürfeln

  • Schmelzenthalpie Wasser: 332,5 kJ/kg
  • Masse Eis: 0,7 kg
  • -> für das Schmelzen von 700 g Eis werden 332,5 kJ/kg *0,7 kg = 232,75 kJ benötigt

Temperaturerhöhung durch Lösen von 250 g NaOH in 700 g Eiswürfel

  • Lösungsenthalpie NaOH: -278,125 kJ
  • Schmelzenthalpie Eis: 232,75 kJ
  • verbleibende freiwerdenden Wärme: 232,75 kJ – 278,125 kJ = -45,375 kJ
  • Temperaturerhöhung: 45,375 kJ/(0,7 kg * 4,2 kJ/kg*K) = 15,4 K

Schwäbischer Kartoffelsalat

Ich mochte schon immer gerne Kartoffelsalat. Aber seit ich das erste Mal schwäbischen Kartoffelsalat aß, kann ich es kaum noch fassen, dass ich die norddeutsche Variante mit Majo jemals lecker fand. Immerhin musste es selbstgemachte Majo sein, damit ich den Salat lecker fand. Das Zeug in der Dortmunder Mensa fand auch ich ungenießbar.

Als dann der Schwabe in mein Leben trat, mussten zuerst die getrockneten Spätzle ausziehen und dann auch irgendwann der Majo-Kartoffelsalat.

Heute gabs wieder Kartoffelsalat. Und als ich twitterte, dass ich mich kaum beherrschen könne, die ganze Schüssel heimlich alleine leer zu essen, wollten plötzlich ettliche Follower das Rezept haben. Das Problem ist nur, dass es sich um das Rezept der Schwiegeroma handelt. Und Rezepte von Omas enthalten hauptsächlich die Mengenangabe „nach Gefühl“, ihr kennt das…

Man nehme:

  • festkochende Kartoffeln
  • Zwiebel(n)
  • Knoblauch
  • Brühe (im Original Fleischbrühe, aber Gemüsebrühe ist genauso gut!)
  • Weißwein- und Sherryessig
  • Senf
  • Walnussöl
  • Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln mit Schale kochen. Ich mach das meistens im Dampfdruckkochtopf mit Dämpfeinsatz. Nur leider hab ich es noch immer nicht raus, wie lange ich die Kartoffeln kochen muss. Entweder sie sind noch nicht gar oder sie bröseln auseinander…

Brühe zubereiten. Ich nehme meist eine Mischung aus gekaufter Instant-Fleischbrühe und selbstgemachter Instant-Gemüsebrühe.

Zwiebel(n) fein hacken, Knoblauch pressen (ja, Knoblauch, laut Schwiegeroma die geheime Zutat). Beides zusammen mit etwas Senf, Essig, Salz und Pfeffer mischen.

Handwarme Kartoffeln schälen und in hauchdünne(!) Scheiben schneiden. Nach 2-3 Kartoffeln etwas von der Zwiebel-Essig-Mischung und von der Brühe drüberträufeln. Dann wieder 2-3 Kartoffeln hauchdünn schnibbeln, Essig-Zwiebel-Mischung und Brühe drüberträufeln usw. Am Ende sollten, wenn man die Kartoffeln zur Seite schiebt, so 1-2 cm Flüssigkeit unten in der Schüssel stehen. Wenn alle Kartoffeln geschnibbelt sind, dann noch ordentlich Öl drübergießen und durchrühren. Abschmecken, 2-3 Stunden ziehen lassen, wenn man es bis dahin aushält, die Finger davon zu lassen. Ich versprech euch, ihr wollt nie wieder einen anderen Kartoffelsalat essen!Kartoffelsalat131020-001Man kann auch noch ein paar Blätter Endiviensalat druntermischen, schmeckt auch ganz vorzüglich! Der Schwabe sagt, frische Salatgurke in ganz feine Scheiben geschnitten, schmecke darin auch gut. Dazu kann ich nix sagen, weil ich das noch nie gegessen hab 😉

Dazu trinken wir gerade einen 2012er Müller-Thurgau trocken vom Weingut Merkle aus Ochsenbach. Absolute Empfehlung!!!

Kostüm Sew Along – Folge 4

Auch wenn ich es selber noch nicht so ganz richtig glauben kann, aber ich habe tatsächlich ein Jacket genäht. Ein sehr einfaches zwar, aber trotzdem, es ist ein Jacket!

Aber der Reihe nach, denn ganz ohne Drama ging es nicht vonstatten…

Das Ärmeleinnähen hat dank des tollen Tutorials von Sewing Galaxy total reibungslos funktioniert. Ein bisschen kommt es mir noch immer wie Zauberei vor, auch wenn ich rational betrachtet ziemlich genau verstanden hab, was an der Methode der Trick ist. Danke für den Hinweis!!!

Dann die Schulterpolster. Ich glaube, ich hätte sie durchaus noch ein bisschen mehr zurückschneiden können, vor allem hinten.  IMAG0407Als nächstes habe ich die Abnäher in die Belege genäht, dann die Belege zusammengenäht und ans Jacket genäht.IMAG0409 Und plötzlich war die Jacke zu eng!!! Der oberste Knopf, der bei jedem Kaufjacket das größte Problem gewesen wäre, ließ sich einwandfrei schließen. Aber Knopf 2 und 3 saßen zu stramm. Da ich Expertin Vollpfosten aber schon die Nahtzugabe zurück- und eingeschnitten hatte, damit ich die Belege überhaupt vernünftig verstürzen konnte, IMAG0410kam raustrennen nicht mehr in Frage. Also habe ich die 3 Nähte im Schößchenbeleg ein Stück aufgemacht und die Nahtzugabe so weit es ging rausgelassen. Das gleiche noch bei den vorderen 4 Abnähern und dann passte es wieder. Jackett131019-001Puh! Einen Tick weiter um die Hüfte könnte es noch immer sein, aber das sind Kleinigkeiten. Dann noch schnell das Futter zusammengenäht, an den Belegen festgenäht und dank Catherines Trick mit dem Guten-Tag-Sagen musste ich mir kein bisschen das Hirn verknoten beim Ärmel füttern! Die Falten, die man an der Puppe sieht, sind eher der Tatsache geschuldet, das die Puppe sowas von nicht meinen Proportionen entspricht…IMAG0452IMAG0454Wie ihr vielleicht bemerkt habt, hab ich die erste Anprobe mit irgendwelchen Knöpfen gemacht (die Schnecke ist cool, oder?). Erst danach hab ich es geschafft, zu Plissee Becker zu gehen und dort im Knopfparadies nach passenden Knöpfen zu suchen. Ernsthaft, Kölnerinnen, diesen Laden müsst ihr kennen! Beziehbare Knöpfe und Gürtelschnallen gibt es dort, Schneiderschulterpolster, Kurzwaren und eine Unmenge an Knöpfen! Der Inhaber ist außerdem unglaublich nett, sperrt seinen Laden auch schonmal gerne 30 min vor der eigentlichen Öffnungszeit auf, wenn die Kundinnen schon Schlange stehen, berät mit einer unglaublichen Geduld und Phantasie. Ein echtes Kleinod!

Jetzt muss ich mich endlich mal für einen Rock entscheiden. Frau siebenhundertsachen hat ja vollkommen zu Recht eingewandt, dass ein A-Linien Rock eher nicht so gut zur Silhoutte des Suit Jackets mit den ausgestellten Schößchen passt. Sie hat also Simplicity 2451 vorgeschlagen. Ich schwanke allerdings noch immer zwischen Version B (ausgestellt) und C (Bleistift). Ich pause jetzt erstmal alle Schnittteile ab, und dann sehe ich mal weiter. Vom rosa Futter ist leider nicht mehr genug da, dabei ließ es sich dank der Struktur so toll verarbeiten. Denn eigentlich stehe ich mit Futterstoff ja so ein bisschen auf Kriegsfuß

Ob die anderen Mitstreiterinnen alle schon fertig sind bzw. schon das 2. oder 3. Kostüm genäht haben, könnt ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog noch nicht sehen, wo Catherine das Fräulein Rottenmeier spielt und uns alle mit einer gewissen Strenge zu Disziplin ermahnt, was für dieses Jacket jedenfalls Gold wert war!!!

Me Made Mittwoch – Eine Hose!

2 Hosen habe ich für mich genäht bisher. Und eine davon ist auch schon in der Altkleidersammlung gelandet. Bei der anderen dachte ich, dass ich vielleicht nochmal was retten kann. Aber ich glaube, es ist aussichtslos.Hose131016-001Letzten Herbst habe ich bei der Volkshochschule einen Hosenschnittkurs gemacht. In der Hoffnung, dass ich dann endlich vernünftig sitzende Hosen haben würde. Aber weit gefehlt, ich glaube mittlerweile, dass Hosen und ich keine Freunde mehr werden können. Hose131016-003Dabei mag ich Hosen bei anderen. Und auch ich kann Hosen durchaus Vorteile abgewinnen. Aber sie rutschen. Immer. Oder sie sind von der Sorte „Arsch frisst Hose“.

Deshalb verfolge ich ja spätestens nach dem Hosenschnittkurs-Desaster das Projekt „hosenfrei“. Wobei ich beim Wandern, beim Rumgammeln und ähnlichen Gelegenheiten wohl auch weiterhin praktische Hosen tragen werde. Aber da gehts ja auch nicht um hübsch aussehen.

Gestern abend überkam es mich und ich hab die rutschende Maßhose dann doch nochmal angezogen und sehr unorthodox enger gemacht. Nämlich vorne am Reißverschluss. Das Ergebnis ist ähm, naja, am Po etwas suboptimal…Hose131016-006Deshalb wende ich mich jetzt wieder dem Suit Jacket für das Kostüm Sew Along zu. Und wenn das Jacket fertig ist, dann näh ich noch nen Rock dazu! So cool ich Hosenanzüge finde, ich glaube, ich habe mich langsam mit dem Gedanken abgefunden, dass ich wohl eher für Kostüme gemacht bin…

Ob andere Frauen mit selbstgenähten Hosen klar kommen, könnt ihr beim MeMadeMittwoch sehen, die heute von Wiebke im Tellerrock vorgestellt werden.

Beim Anschauen der Beiträge stieß ich dann auch auf Halsschmuck und frage mich seither: Was genau ist an der Forderung, dass es beim MeMadeMittwoch um Kleidung für Erwachsene gehen soll, missverständlich? Diese Plattform wird mit viel Herzblut und Engagement von der Crew betreut, die sich jeden Mittwoch aufs Neue bemüht, für uns einen Raum für Inspiration und zur Vernetzung zu schaffen. Die Regeln dabei sind klar und wie ich finde, leicht verständlich. Wenn ich durch die verlinkten Blogs stöber, dann in der Erwartung, dass ich dort Kleidung sehe. Ich finde es sowohl der Crew als auch den Teilnehmerinnen und Leserinnen gegenüber echt unfair, sich nicht an die Regeln zu halten. Der Crew gegenüber, weil es für sie Arbeit ist, nicht regelkonforme Beiträge rauszufiltern. Die machen das in ihrer Freizeit und bei über 100 Teilnehmerinnen Woche für Woche ist das an einem Wochentag eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, die ich aufgrund meiner Berufstätigkeit gar nicht erledigen könnte. den Teilnehmerinnen gegenüber, weil sie sich die Zeit genommen haben, die Regeln zu lesen und darüber nachgedacht haben, ob und wie sie ihre im Alltag getragen Kleidung präsentieren. Und den Leserinnen gegenüber, weil sie in der Erwartung, selbstgemachte Erwachsenenkleidung zu sehen, beim MMM vorbeischauen. Der MMM soll der Vernetzung von Menschen dienen, die sich ihre Kleidung selber machen. Wenn dort auch Mützen, Halsbänder und andere selbstgemachte Dinge gezeigt werden, dann wird es beliebig. Das fände ich schade, denn für mich ist er jede Woche aufs neue eine tolle Inspirationsquelle auf der Suche nach alltagstauglicher Bürokleidung. Danke, dass es diese Plattform mit genau diesen Regeln gibt! Danke liebe Crew für eure Arbeit und eure Bemühungen, der Beliebigkeit immer wieder die Stirn zu bieten!

Jetzt ist er da, der Herbst

Und damit die Zeit, wo ich mich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa oder im Nähzimmer gemütlich mache. Manchmal trinke ich dann Yogi Tee. Normalerweise wird dieser Gewürztee mit Milch und Honig getrunken. Das finde ich aber nur Bruchteile so gut, wie ich ihn immer zubereite. Und deshalb dachte, ich empfehle euch mal meine Art Yogi Tee zu kochen. Ich koche 1 TL Yogi Tee (Classic lose) mit 1 Liter Wasser für 10 min. Dann gebe ich noch 2 Beutel Früchtetee dazu und koche das ganze dann weitere 10 min. Über ein Sieb in eine 1,5 Liter Kanne abgießen und mit 200 – 300 ml Fruchtsaft aufgießen. Durch den Fruchtsaft wird der Tee auch instantan auf Trinktemperatur abgekühlt.