Urlaubstagebuch: Dienstag, 06.08.2013 – Pfronten, Burgruine Falkenstein

Und weil der Montag mit den Freunden so schön war, verabredeten wir uns nochmal zum gemeinsamen Wandern. Diesmal so, dass die Anfahrt direkt und ohne kurvenreichen Pass erfolgen konnte. Trotzdem haben wir uns wieder mal verzockt. Um „Schlechtigkeit“ zu vermeiden, fuhren wir einen Umweg über die Autobahn, nur um wegen einer Vollsperrung einer Bundesstraße dann südlich um den Grüntensee herumfahren zu müssen und schlussendlich wieder auf der Landstraße landeten, die wir versucht hatten zu meiden. Als Ziel hatten wir uns diesmal eine „echte Ritterburg“ ausgesucht, die auf einem Berg liegt, der wie eine Insel aus dem platten Voralpenland herausragt und vor den eigentlichen Alpen liegt.

allgaeu2013auswahl_web-031Es war noch immer megaheiß und die ersten km über sonnige Wiesen und entlang der Teerstraße waren wieder extrem mühsam, was die Motivation des großen kleinen Menschen betraf. Und dann kamen wir in den Wald und es ging ziemlich steil in unzähligen Serpentinen bergauf. Und plötzlich waren wir wieder mit der Bergziege vom Sonntag unterwegs.

allgaeu2013auswahl_web-030Und dabei hat er uns die ganze Zeit vollgequatscht. In einem fort. Ohne auch nur das kleinste bisschen aus der Puste zu kommen. Oben an der Burg angekommen, mussten wir feststellen, dass es sich um eine Ruine handelte, es keinen Burggraben und keine Zugbrücke gab, aber ich glaube, der Begeisterung des großen kleinen Menschen hat das keinen Abbruch getan. Zum Glück lag das Micky Maus Schloss ziemlich im Dunst, sonst hätte er sicher ewig lang gequengelt, dass er doch noch dorthin will (was er in der Ferienwohnung bereits getan hatte, nachdem er Fotos gesehen hatte und der Meinung war, es handele sich hierbei um eine echte Ritterburg). So mussten wir nur stundenlang Fragen beantworten, warum die Burg kaputt sei, warum es keine „Ritters“ mehr gäbe, usw. Der kleine kleine Mensch war mal wieder sehr glücklich in der Kraxe und schaute entweder begeistert in der Gegend rum oder schlief. Im Burgrestaurant verfütterte er versehentlich seine Brezel an zwei kleine Hunde und hat ziemlich dumm geguckt, wie schnell die plötzlich weg war.
Und weil 400 Hm für einen 4-jährigen kleinen Menschen schon eine echt gute Leistung sind, hatten wir uns für den Abstieg überlegt, dass ich den kleinen kleinen Menschen in der Manduca auf dem Rücken nach unten trage und der Liebste den großen kleinen Menschen in der Kraxe. Da hatten wir aber die Anhänglichkeit des Papakindes etwas unterschätzt. Sobald der kleine kleine Mensch nämlich den Liebsten mit dem großen Bruder auf dem Rücken sah, flippte er schier aus. Also mussten wir mit etwas Abstand voneinander den Berg runter gehen. Irgendwann schlief der kleine kleine Mensch dann wieder und der Liebste durfte sich wieder nähern.
Fazit dieser beiden Tage: Man sollte öfter mal die Ferien gemeinsam mit viel zu weit weg wohnenden Freunden planen und die Ferienwohnungen nah beieinander mieten!

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