Me Made Mittwoch – Schluffi-Kleid, das 2.

Heute im Büro habe ich mal wieder das Licorice Dress getragen, mit dem ich mich mittlerweile dann doch sehr angefreundet habe, auch wenn ich es beim nächsten mal wohl eine Größe größer zuschneiden würde.

Normalerweise gehe ich ja in meinen Bürokleidern dann auch die kleinen Menschen abholen und bei schönem Wetter und guter Laune dann ohne Umweg auf den Spielplatz. Diese Woche sind wir aber aufgrund von Ferien in der komfortablen Situation, dass meine Mama auf den großen kleinen Menschen aufpasst und den kleinen kleinen Menschen bei der Tagesmutter abholt. Also hatte ich heute Zeit und Freiraum, mein Bürokleid gegen ein Schluffi-Kleid auszutauschen, bevor ich auf den Spielplatz gegangen bin.

Außerdem habe ich während der MMM-Sommerpause auch nur ein einziges Kleid für mich selber genäht und das ist ausgerechnet auch ein Schluffi-Kleid. Ich hatte heute morgen auch schon ernsthaft überlegt, ob ich schummeln soll und euch einfach einen Post von vorletztem Wochenende unterschiebe.

Aber dann hab ich mich ja nochmal umgezogen, so dass ich euch jetzt doch nicht betuppen muss und tatsächlich ein Me Made Kleid präsentieren kann, was ich heute anhatte und auch bisher aufgrund von Bürountauglichkeit den Weg noch nicht hierher gefunden hat.Kleid130828-001Es handelt sich um Onion 2022. Es ist bereits das dritte Kleidungsstück, was ich nach diesem Schnittmuster genäht habe. Das erste war ein Shirt, da habe ich mich noch ziemlich genau an das Muster gehalten, das war sozusagen ein tragbares Probestück. Das zweite war dann die Tunikaversion mit ein paar Anpassungen, aber da hab ich mich beim vorderen Oberteil irgendwie vertan, das ist etwas kurz und sitzt deshalb etwas knapp über der Brust. Da ich eher klein bin, geht die original Tunikalänge bei mir aber auch problemlos aus Kleid durch. Beim dritten habe ich es dann an der Brust in die andere Richtung übertrieben, weshalb da jetzt etwas viel Stoff unterhalb der Brust ist. Und bei der Länge habe ich diesmal die Kleidlänge gewähltKleid130828-003Was mir nach dem ersten Probeteil schon klar war: Die Kräuselung im Rückenteil ersetze ich durch Abnäher, das sieht deutlich vorteilhafter bei meiner Figur aus.

Kleid130828-007(die Falten kommen vom Shirt darunter, ich muss dem Fotografen noch beibringen, worauf es bei Fashionfotos ankommt :D)

Wenn man das Knotenprinzip mal verstanden hat, was dank der Fotoanleitung von Zapperlott auch ziemlich einfach war, dann ist das Nähen nach dänischer Anleitung auch kein Problem.

Der Stoff ist ein fester Viskosejersey von Michas Stoffecke, den ich wirklich toll finde. Kleid Nr 2 ist auch aus diesem Stoff in aubergine.

Wiebke führt heute die Riege im Me Made Mittwoch Blog im extravaganten Ming-Vasen Kleid an. Was es sonst noch für tolle Menschen in selbstgenähter Kleidung gab, muss ich jetzt erstmal selber schauen.

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Urlaubstagebuch: Sonntag, 11.08.2013 – Rückfahrt

Am Sonntag fuhren wir gen Heimat und machten bei den Eltern des Liebsten noch zwei Tage Station. Wir füllten sie mit superleckerem Zürcher Geschnetzeltem mit echten schwäbischen Spätzle, ganz vielen anderen Leckereien, Besuchen bei der Uroma der kleinen Menschen, ganz vielen Besichtigungen mittelalterlicher Stadtkerne und Stadtbefestigungsanlagen, z.B. in Bietigheim

UrlaubAllgaeuTag9_01-001und Besigheim, wo wir noch eine Apotheke von altem Schrot und Korn entdecken durften,

allgaeu2013auswahl_web-082und der große kleine Mensch auf den Stadtmauerresten seiner
Ritterbegeisterung fröhnte. Alles in allem ein schöner Abschluss eines
wunderschönen Urlaubs!

Urlaubstagebuch: Samstag, 10.08.2013 – Fellhorn

An unserem letzten vollen Ferientag klarte es nach dem Dauerregen des Freitags endlich wieder auf, wir konnten die Gipfel wieder sehen! Also brachen wir nach dem Frühstück auf zur Talstation der Fellhornbahn. Es ist schon ein etwas komisches Gefühl, die Bahn nach oben zu nehmen, früher sind wir solch einen Berg sehr gerne komplett hochgewandert und dann mit der Bahn runtergefahren. Aber die kleinen Menschen verlangen Konzessionen. Der große kleine Mensch durfte in der Gondel ganz vorne auf einem Abstatz knien und rausschauen, und ich glaube, er genoss es sehr, mit großartiger Aussicht nach oben zu schweben. Der kleine kleine Mensch war hingegen in seiner Kraxe gefangen auf dem Boden der Gondel abgestellt und hat nur Treckinghosen zu Gesicht bekommen.
Oben angekommen genossen wir die wilde Blumenpracht auf dem Fellhorngipfel

allgaeu2013auswahl_web-060 und machten dann einen kleinen Rundweg mit grandioser Aussicht. Wir genossen es sehr, endlich einmal wieder Hochgebirge zu schnuppern, selbst wenn wir uns den Gipfel nicht wirklich „verdient“ hatten.

allgaeu2013auswahl_web-062 Das Wetter hielt, obwohl immer wieder prächtige Wolken
vorbeizogen.

allgaeu2013auswahl_web-066Der kleine kleine Mensch wollte auch schon auf dem Gipfelpfad wandeln, aber nur an der Hand.

Spektakulär wurde es dann, als wir gebannt und besorgt beobachten konnten, wie ein Bergsteiger per Hubschrauber und wirklich langem Seil aus dem 2-Länder-Klettersteig geborgen wurde.

allgaeu2013auswahl_web-073_modNichts für mich! Ich glaube, ich würde bei der Rettung am Seil vor Angst sterben! allgaeu2013auswahl_web-074

Als der Hubschrauber die Retterin und Gerettete absetzte und die Gerettete aufstand und zum Hubschrauber lief, waren wir alle sehr erleichtert, dass offensichtlich nichts allzu schlimmes passiert gewesen zu sein schien.

Der Rest der Wanderung verlief weiterhin abwechslungsreich und schön, und am Ende waren wir sehr froh, es gerade am letzten Tag noch auf über die Baumgrenze geschafft zu haben. Den Abschluss fand die Tour auf dem großen Spielplatz der Mittelstation der Fellhornbahn. Am Abend feierten wir unseren schönen Urlaub mit einem Abendessen im Gasthof Zengerle in Hinang. Nur leider stellten wir fest: Entspannend ist Essen gehen mit kleinen Menschen eher nicht.  Und die “ Spätzle“, welche sich als Knöpfle erwiesen, konnten trotz künstlich-gelber Farbe bei weitem nicht mit den schwäbischen Spätzle bei den Eltern des Liebsten mithalten, die wir am Montag darauf geniessen durften. Dafür war der Zwiebelrostbraten eine Wucht!

Urlaubstagebuch: Freitag, 09.08.2013 – Sturmannhöhle, Obermaiselstein

Wenn das Wetter die letzten beiden Tage schon zu schlecht fürs Hochgebirge war, so war es das heute defininitv. Regen, Regen, Regen.

Also musste eine Aktivität nicht unter freiem Himmel her. Wir entschieden uns für die Sturmannshöhle in Obermaiselstein auf der anderen Talseite. Und weil das Wetter wirklich wirklich schlecht war, fuhren wir mit dem Auto ganz entgegen unserer eigentlichen Art so nah wie möglich an den Höhleneingang ran. Ganz nah ran ging allerdings nicht, die wenigen Parkplätze waren schon belegt, aber 100 m weiter unten waren noch ausreichend Parkplätze vorhanden. Wären wir vom Hirschsprung aus gelaufen, hätten wir Unmengen an Bergsalamandern sehen können.

Am Kiosk, der die Eintrittskarten verkauft, mussten wir dann feststellen, dass der kleine kleine Mensch nicht mit in die Höhle konnte, da er 1. zu jung ist und 2. die Höhle zu eng für Kraxen ist. Also bin ich mit dem großen kleinen Menschen alleine reingegangen. Die Höhle ist nur mit Höhlenführer begehbar. Die Führung um 11:30 Uhr war total überfüllt, das war echt purer Streß für mich in dieser engen Höhle auf einen quirligen 4-jährigen aufzupassen. Dementsprechend wenige und schlechte Photos hab ich also gemacht. Aber der große kleine Mensch erzählt allen immer als erstes vom Sandstrand in der Höhle und danach erst vom Drachentor und Drachenbett

allgaeu2013auswahl_web-057Unterdessen vergnügten sich der Liebste und der kleine kleine Mensch draußen im Regen Wald, wo sie tatsächlich auch mehrere Bergsalamander sichteten

allgaeu2013auswahl_web-059Den Rest des Tages verbrachten wir dann in der trockenen Ferienwohnung, wo wir uns, entgegen meiner Befürchtung, auch gar nicht gegenseitig die Köpfe abgerissen haben.

Urlaubstagebuch: Donnerstag, 08.08.2013 – Spaßbad Wonnemar

Das Wetter war eigentlich immer noch gut, mit Temperaturen um die 20 Grad und ohne Regen, aber die Wolken hingen so tief über dem Tal, dass Bergwandern nicht angezeigt erschien. Also folgten wir einem weiteren guten Tip der weltbesten Ferienwohnungsvermieterin: Das Wellnes- und Spassbad Wonnemar in Sonthofen. Nicht gerade ein Geheimtip, und wir sind daran auch schon geschätzte 20 mal vorbeigefahren. Noch ein guter Tip: „Gehen Sie früh! Es wird voll!“ Also standen wir gegen 9:30 Uhr in der langen Schlange vor der Kasse, aber es war trotzdem nicht überfüllt. Und drinnen war es wunderschön: Strömungsbecken, Wellenbecken, pisswarmer Kleinkindbereich, Rutschen aller Art, Aussenbecken, Ruhebereich… die kleinen Menschen waren sofort voll bei der Sache und glucksten vor Vergnügen im Strömungsbecken. Der große kleine Mensch kann nun schon mit Schwimmgürtel prima alleine Schwimmen, er bleibt nicht nur mit dem Kopf über Wasser, sondern kommt sogar etwas voran. Die Rutschen hatten es in sich – In der Wildwasserrutsche, die nur der große kleine Mensch und nur zusammen mit dem Liebsten befahren konnte, musste man gut Paddeln, um nicht in Strudel zu geraten. Und erst die Kamikazerutsche – nichts für kleine Menschen! Aber offenbar auch nicht für große Menschen, da ich aus Angst im quasi freien Fall zu aufrecht sitzen blieb, statt den Kopf hinten anzulegen, so dass ich beim Eintauchen ins Bremswasserbecken übel ausgehebelt wurde und mit dem Kopf anstieß, was im Lauf dieses und des nächsten Tages noch einige Verspannungen und Schmerzen nach sich zog.
Sieht ganz so aus, als böten diese Rutschen ganz andere Gefahren als fragwürdige Aussagen über die weibliche Anatomie von Seiten von Verantwortlichen anderer Thermen nahelegen.
Trotzdem überstanden wir alles unbeschadet und den Kindern gefiel es sehr. Nach dem Ausflug ins Bad erholte ich mich erstmal von meinem kleinen Unfall, während der Liebste  mir die kleinen Menschen vom Hals hielt  mit den kleinen Menschen nochmal auf die Hinanger Wasserfalltour ging, wieder mit dem gleichen Ergebnis: Hoch topp, runter flopp. Trotzdem schön, und auch der große kleine Mensch hat trotz seiner Klagen über seine „Lommeligkeit“ beim „langweiligen“ Abstieg alles genossen.
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Urlaubstagebuch: Mittwoch, 07.08.2013 – Bergbauernmuseum Diepolz

Leider ist die Schönwetterperiode nun erstmal vorbei. Eigentlich wollten wir hoch hinaus aufs Fellhorn. Da das Wetter aber recht instabil schien, entschieden wir uns dazu, damit zu warten, bis das Wetter wieder stabiler wird. Erschwerend kam hinzu, dass der große kleine Mensch vom Vortag einen schmerzenden Splitter unterm Fuß hatte, den er sich beim besten Willen nicht mit der Pinzette herausholen lassen wollte. Also sind er und der Liebste nach Sonthofen in die Apotheke gefahren um dort eine betäubende Salbe und sterile Nadeln zu kaufen. Zum Glück für den großen kleinen Menschen hatte aber die weltbeste aller Ferienwohnungsvermieterinnen noch die gute alte Zugsalbe (die potente für die Kühe, nicht die lahme für Menschen) im Haus, die den Splitter dann tatsächlich ganz ohne Gewaltanwendung und OP aus dem Fuß rausholte.
Also folgten wir der Empfehlung der weltbesten Ferienwohnungsvermieterin und gingen in das Bergbauernmuseum nach Diepolz. Und das war natürlich auch mal wieder ein echt guter Tip! Es gibt sowohl für große wissbegierige als auch kleine neugierige Menschen viel zu entdecken und erleben. OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs gab auch erheiternde Propaganda

OLYMPUS DIGITAL CAMERA alte Allgäuer Bergbauernhöfe mit schönen Details

OLYMPUS DIGITAL CAMERAund Ausstellungsstücke zum Anfassen

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Urlaubstagebuch: Dienstag, 06.08.2013 – Pfronten, Burgruine Falkenstein

Und weil der Montag mit den Freunden so schön war, verabredeten wir uns nochmal zum gemeinsamen Wandern. Diesmal so, dass die Anfahrt direkt und ohne kurvenreichen Pass erfolgen konnte. Trotzdem haben wir uns wieder mal verzockt. Um „Schlechtigkeit“ zu vermeiden, fuhren wir einen Umweg über die Autobahn, nur um wegen einer Vollsperrung einer Bundesstraße dann südlich um den Grüntensee herumfahren zu müssen und schlussendlich wieder auf der Landstraße landeten, die wir versucht hatten zu meiden. Als Ziel hatten wir uns diesmal eine „echte Ritterburg“ ausgesucht, die auf einem Berg liegt, der wie eine Insel aus dem platten Voralpenland herausragt und vor den eigentlichen Alpen liegt.

allgaeu2013auswahl_web-031Es war noch immer megaheiß und die ersten km über sonnige Wiesen und entlang der Teerstraße waren wieder extrem mühsam, was die Motivation des großen kleinen Menschen betraf. Und dann kamen wir in den Wald und es ging ziemlich steil in unzähligen Serpentinen bergauf. Und plötzlich waren wir wieder mit der Bergziege vom Sonntag unterwegs.

allgaeu2013auswahl_web-030Und dabei hat er uns die ganze Zeit vollgequatscht. In einem fort. Ohne auch nur das kleinste bisschen aus der Puste zu kommen. Oben an der Burg angekommen, mussten wir feststellen, dass es sich um eine Ruine handelte, es keinen Burggraben und keine Zugbrücke gab, aber ich glaube, der Begeisterung des großen kleinen Menschen hat das keinen Abbruch getan. Zum Glück lag das Micky Maus Schloss ziemlich im Dunst, sonst hätte er sicher ewig lang gequengelt, dass er doch noch dorthin will (was er in der Ferienwohnung bereits getan hatte, nachdem er Fotos gesehen hatte und der Meinung war, es handele sich hierbei um eine echte Ritterburg). So mussten wir nur stundenlang Fragen beantworten, warum die Burg kaputt sei, warum es keine „Ritters“ mehr gäbe, usw. Der kleine kleine Mensch war mal wieder sehr glücklich in der Kraxe und schaute entweder begeistert in der Gegend rum oder schlief. Im Burgrestaurant verfütterte er versehentlich seine Brezel an zwei kleine Hunde und hat ziemlich dumm geguckt, wie schnell die plötzlich weg war.
Und weil 400 Hm für einen 4-jährigen kleinen Menschen schon eine echt gute Leistung sind, hatten wir uns für den Abstieg überlegt, dass ich den kleinen kleinen Menschen in der Manduca auf dem Rücken nach unten trage und der Liebste den großen kleinen Menschen in der Kraxe. Da hatten wir aber die Anhänglichkeit des Papakindes etwas unterschätzt. Sobald der kleine kleine Mensch nämlich den Liebsten mit dem großen Bruder auf dem Rücken sah, flippte er schier aus. Also mussten wir mit etwas Abstand voneinander den Berg runter gehen. Irgendwann schlief der kleine kleine Mensch dann wieder und der Liebste durfte sich wieder nähern.
Fazit dieser beiden Tage: Man sollte öfter mal die Ferien gemeinsam mit viel zu weit weg wohnenden Freunden planen und die Ferienwohnungen nah beieinander mieten!

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