DRM und open source – keine gute Kombi

Es gibt gerade mal wieder amerikanische Schnittmuster im Angebot. Und weil das ja immer so ein Nervkram ist mit dem Versand und dem Zoll (Wieviel darf ich bestellen, wenn ich keine Einfuhrumsatzsteuer bezahlen will? Zählt das Porto nun dazu oder nicht? Muss ich trotz Warenwert unter 22 Euro beim Zollamt antanzen, um die bestellten Schnittmuster abzuholen? etc.) ist und bei Simplicity noch dazu für internationale Kunden ein Mindestbestellwert von 50$ gilt, ist so ein Download Schnittmuster ja eine nette Sache. Klar, das zusammenkleben der einzelnen Blätter ist meganervig, aber dafür kann eine sich das abpausen sparen. Mich stört allerdings schon auch, dass das Zusammenkleben nie nie nie 100% sauber funktioniert. Die Haushaltsdrucker sind einfach nicht genau genug, als dass bei 4×5 Seiten kein Versatz reinkommt.

Aber was ein viel größeres Problem der Download-Schnittmuster ist: Die kommen alle mit DRM. Und das kann problematisch werden, wenn eine mit open source Software arbeitet. Ich bin da ja mittlerweile schon sensibilisiert und schau mir immer vorher an, welche Systemvorraussetzungen erforderlich sind, damit so ein Download funktioniert. Und printsew.com behauptet, dass Linux, Mozilla und Adobe Reader funktionieren würde. Jaaaa, weit gefehlt. Das war früher einmal. Für das Anschauen des DRM geschützten pdf Dokuments muss nämlich das Secure Document Plug-In installiert werden. Und das gibt es nicht (mehr) für Linux.

Dieses Problem habe ich dann auch dem Support geschildert. Die waren dann so nett, mir das Schnittmuster per Mail als pdf zuzuschicken. Allerdings noch immer mit DRM und für den Adobe Reader 9 gibt es unter Linux nunmal dieses Plug-In nicht. Das habe ich denen dann auch lang und breit erklärt und dass sie doch bitte ihre FAQ entsprechend anpassen sollen. Das war im Januar. Geändert haben sie es bis heute nicht.

Schlussendlich habe ich es dann geschafft, die zugeschickten pdfs auf dem Mac zu öffnen und auszudrucken (runterladen von der Webseite ging dort auch nicht). Dieser Mac wohnt allerdings noch nicht allzulange in diesem Haushalt und vor 1 Jahr hätte ich schlicht keine Chance auf ein Download-Schnittmuster gehabt.

Und weil ich das einfach echt doof finde, wird es für mich wohl erstmal keine amerikanischen Download-Schnittmuster mehr geben.

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3 Gedanken zu „DRM und open source – keine gute Kombi

  1. Mit Printsew hatte (und habe ich nach wie vor) jede Menge Ärger gehabt, auch wenn deren Mail-Support immer super freundlich war. Das Prinzip ist einfach umständlich und fehleranfällig und dafür ist es mir dann doch wieder zu nervig, die 60+ Seiten zu drucken und zusammenzubasteln!

  2. Danke für die Warnung vor DRM. Der Adobe Reader kommt mir nicht auf den Mac! Alles, was Vorschau nicht anzeigen mag, lasse ich dann eben bleiben…und wenn ich ein PDF kaufe und es steht nicht dabei, dass es mit DRM verseucht ist, würde ich versuchen, es zurückzugeben (hatte ich aber bisher noch nie).

  3. Pingback: Download Schnittmuster aus A4-Kacheln ausplotten | drehumdiebolzeningenieur

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