Kochbücher, die II.

Nicht nur die Bilder in Kochbüchern sind manchmal irreführend, sondern auch die Rezepte an sich.

In der Gemüsekiste war letzte Woche Fenchel. Und weil ich mal was anderes damit machen wollte als den megatollleckeren Fenchelsalat mit Orange und Banane, habe ich mich von meiner Mama inspririeren lassen und glasierten Fenchel gemacht:

Das geht ganz einfach: Fenchel längs in 5 mm dicke Scheiben schneiden, etwas Butter und Puderzucker in einer Pfanne schmelzen und den Fenchel von beiden Seiten 2 Minuten glasieren. Anschließend warm stellen.

Dazu sollte es Lachsfilet nach der Niedrigtemperaturmethode gegart geben. Ich Trottelchen hatte allerdings vergessen, den tiefgefrorenen Lachs aufzutauen. Aber das konnte der ja auch bei 70 Grad Celsius im Backofen, oder? Also den Lachs mit Limettensaft beträufelt, gesalzen und hauchdünne Butterscheiben auf dem Lachs verteilt. Dass die angegebene Zeit im Rezept nicht stimmen konnte, war mir ja klar, schließlich musste der Lachs nicht von Raumtemperatur auf 70 Grad erwärmt werden, sondern von -18 Grad. Wobei im Rezept eine sehr exakte Zeitangabe gemacht wurde (25 min), aber mit keinem Wort erwähnt wurde, wie warm (bzw. kalt) der Lachs war, als er in den Ofen kam. Und da können ein paar Grad Unterschied die Garzeit enorm verlängern, kann ich euch sagen. Wir haben geschlagene 2 Stunden gewartet, bis der Lachs eine Kerntemperatur von 70 Grad hatte und damit nicht mehr im Sushi-Zustand war.

Kontrolliert haben wir die Kerntemperatur mit diesem tollen Thermometer, was für das Niedrigtemperaturgaren unerlässlich ist, wie wir wieder einmal festgestellt haben, da Garzeitangaben wirklich nur als ganz grobe Anhaltswerte verstanden werden können…

Aber das Warten hat sich gelohnt, der Lachs hat wirklich ganz vorzüglich geschmeckt und ich bin durchaus gewillt, diese Niedrigtemperaturgarmethode auch nochmal auf Fleisch anzuwenden, aber da muss ich ganz ganz viel Zeit haben!

Dazu gab es dann noch Spaghetti mit einer Limetten-Sahne-Sauce. Einen Becher Sahne erwärmen, ein Eigelb unterschlagen, wenn die Sahne kocht. Das ganze etwas abkühlen lassen (es darf auf keinen Fall mehr kochen!!!) und den Saft einer ausgepressten Limette hinzugeben. Mit etwas Instant-Gemüsebrühe würzen.

Falls jemand Vorschläge hat, was man aus einem Kürbis noch alles machen kann außer ihn süß-sauer einkochen oder eine Halloween-Laterne

schnitzen, immer her damit, am Donnerstag ist wieder ein Hokaido-Kürbis in der Gemüsekiste.

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Ein Gedanke zu „Kochbücher, die II.

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