Allgäu, Tag 5

Heute war der Wurm drin. Wir wollten eigentlich einfach einen ruhigen Tag verbringen und in Sonthofen ein bisschen shoppen gehen (u.a. Wassersandalen für den kleinen Menschen). In der Tiefgarage hat sich der Liebste allerdings im Überschwang beim Öffnen einer Tür den Finger zwischen Betonwand und Türgriff geklemmt. Außerdem hat sich der kleine Mensch im Windelbereich so doll gekratzt, dass es ganz schön geblutet hat.

Als die Blutung einigermaßen gestillt war, haben wir uns auf den Weg nach Reichenbach zum Waldspielplatz gemacht. Den haben wir allerdings nicht gefunden. Stattdessen haben wir unseren eigenen Waldspielplatz am Bach aufgemacht. Der kleine Mensch wollte sich mal wieder nicht ausziehen lassen, noch nicht einmal die Socken, so dass seine neuen Sandalen gar nicht zum Einsatz kamen. Irgendwie haben wir es aber dann doch geschafft, dass er sich die Windel hat ausziehen lassen, da wir wollten, dass ein wenig Luft an den Windelbereich kommt. Aber Hose und Body mussten anbleiben. Dummerweise waren der Liebste und ich beim Rucksackpacken mal wieder zu wenig kommuniziert, so dass wir dachten, der jeweils andere habe Wechselklamotten für den kleinen Menschen eingepackt. Also hat keiner die Klamotten eingepackt. Es kam, wie es kommen musste und der kleine Mensch piescherte in die Hose. Also haben wir ihm die nassen Klamotten ausgezogen und ihm eine Windel und die Regenjacke angezogen, da es dort am Bach im Schatten zu kühl für Nackideis war. Anschließend sind wir wohl etwas sehr hektisch aufgebrochen. Als wir wieder aus dem Wald raus waren und durch die pralle Sonne marschierten, musste die Regenjacke allerdings anbleiben, weil dieses Kind ja schon immer seine eigenen Vorstellungen davon hatte, was es an- bzw. ausziehen will. In Hinang angekommen, stellten wir fest, dass wir unsere Trinkflaschen am Bach haben stehen lassen, also musste ich nochmal zurückfahren, um die Flaschen zu holen. Ich bin dann verbotenerweise eine „Anlieger frei“ Straße hochgefahren, um so schnell wie möglich wieder zurück zu sein, schließlich wollen wir ja irgendwann auch noch zu Abend essen. Dabei habe ich dann allerdings den Wegweiser zum Waldspielplatz entdeckt, so dass wir es in den nächsten Tagen vielleicht nochmal probieren können, dorthin zu gelangen, denn wir wollen dem kleinen Menschen jetzt erst mal eine Kraxenpause gönnen, es sind also kinderwagentaugliche Aktivitäten angesagt. Der Rest des Abends verlief einigermaßen frei von Katastrophen, die Herdplatte haben wir ausgeschaltet, bevor das Haus in Flammen aufging. Das einzige, was noch vor sich hinschwelt ist der kleiner Fingernagel vom Liebsten, der wohl über kurz oder lang abfallen wird. Ich kann den kaum anschauen, der sieht echt aus wie aus dem Scherz-/Horrorartikelladen.

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Ein Gedanke zu „Allgäu, Tag 5

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