Jetzt geht es plötzlich rund…

Nachdem ich also das Projekt „Job in Hamburg finden“ aufgegeben habe, tut sich plötzlich so einiges an der Bewerbungsfront. Meine Befürchtungen, dass meine Erfolglosigkeit bei den Bewerbungen mit dem kleinen Menschen zusammenhängen könnten, haben sich als recht unbegründet erwiesen, es scheint vielmehr so zu sein, dass es hier in Hamburg keine angemessenen Jobs für mich gibt. Sehr denkwürdig das Gespräch mit einem Menschen einer Sondermüllverbrennungsanlage, nachdem ich ihm kurz meinen Lebenslauf geschildert habe und gefragt habe, ob es überhaupt sinnvoll sei, dass ich mich auf die ausgeschriebene Stelle für eine Diplomingeneurin Verfahrenstechnik/Chemie bewerbe: „Sie müssen sich schon im klaren darüber sein, dass man bei dem Job nicht nur im Büro sitzt, sondern auch mal durch die Anlage klettern muss. Außerdem suchen wir jemanden, der in der Lage ist, mit der gesamten Belegschaft zu kommunizieren, also auch mit den einfachen Schichtarbeitern. Und Ihre Gehaltsvorstellungen sollten Sie uns mitteilen, es ist ja nicht sinnvoll, wenn wir Sie einladen und Sie haben eine völlig andere Vorstellung von Ihrem Gehalt als wir.“ Fassen wir zusammen: Eine promovierte Ingenieurin möchte sich nicht die Hände schmutzig machen, kann nicht mit den Schichtarbeitern reden und ist zu teuer. Danke fürs Gespräch…

Aber es sind nicht alle Firmen so borniert, doof nur, dass die Firmen, die sehr großes Interesse an mir haben, in Leverkusen und Ludwigshafen sitzen. Und dann hat sich nach 6 Monaten noch eine Firma nördlich von Hamburg gemeldet, dass sie nun doch Interesse an mir haben. Die werde ich mir am Mittwoch mal anschauen. In Leverkusen war ich bereits nach Ostern und der Job hat großes Potenzial, mein Traumjob zu sein, allerdings steht da noch ein zweiter Vorstellungstermin aus. Dass ich mich in Ludwigshafen vorstellen darf, weiß ich auch seit heute, aber wann, ist noch unklar.

Tja, ganz schön doof, diese Situation, zu wissen, dass man beste Chancen auf dem Jobmarkt hat, sich aber an eine Stadt gebunden fühlt, die wenig zu diesen Chancen beitragen kann. Ab September haben wir hier einen Krippenplatz für den kleinen Menschen in einer wirklich tollen KiTa, ich mag unsere Wohnung total gerne, mit den Nachbarn verstehen wir uns unglaublich gut, das Wetter könnte besser sein und die Großeltern des kleinen Menschen näher, aber vor allem brauche ich einen Job! Ich hoffe, mir gefällt die Firma am Mittwoch und die wollen mich auch einstellen. Denn dann müssten wir uns einfach nur ein Auto kaufen und alles andere könnte so bleiben, wie es ist… (okay, das Wetter darf gerne besser sein ;-))

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