Puh…..

So, ich würde sagen, Etappenziel erreicht… Ich darf den Titel zwar noch nicht offiziell führen, aber bis dahin müssen jetzt wirklich nur noch Formsachen erledigt werden, die auch nicht mehr in meiner Verantwortung liegen.

Am Mittwoch musste ich meine Doktorarbeit noch verteidigen, was die seltsamste „Prüfung“ war, die ich je hatte. Ich hab eine der PrüferInnen nicht verstanden und bin für meinen Geschmack ziemlich rumgeeiert, aber scheinbar kommt es bei der Verteidigung weniger darauf an, Faktenwissen zu reproduzieren, was bisher in mündlichen Prüfungen der Fall war, sondern das Ganze auch aus anderen Blickwinkeln zu beleuchten, die man eben in der Arbeit nicht beleuchtet hat und das kann einen halt auch ziemlich unvorbereitet treffen. Aber gut, schlussendlich hab ich kapiert, worauf die Fragestellerin hinauswollte und finde, ich hab dann auch eine sinnvolle Antwort gegeben. Und weil das ziemlich lange gedauert hat, bis ich kapiert hab, was die Frage genau ist, hatten die anderen „Experten“ dann nicht mehr viel Zeit, komische Fragen zu stellen. Ob ich allerdings jemals wieder Spaghetti essen kann, ohne an diesen Tag zu denken, weiß ich nicht 😉

Auf jeden Fall habe ich von meinen Kollegen dann einen wirklich tollen Hut bekommen:

Das nächste Etappenziel wäre dann der Umzug, den ich schon seit Wochen organisiere und nun so langsam sehr konkret wird, dank wirklich toller Helfer haben wir gestern so gut wie meine komplette Wohnung zusammengepackt und nun kann das Umzugsunternehmen nächsten Donnerstag kommen und den Kram abholen. Und worauf ich ganz besonders stolz bin: Wir haben es sogar geschafft, den Sperrmüll und einen alten Fernseher zu entsorgen ohne ein Auto dafür zu benutzen! Gleich muss dann nur noch der Kühlschrank und der Keller leergeräumt werden, was mir wie eine Kleinigkeit vorkommt, nach der Aktion gestern. Allerdings frage ich mich

  1. Wie hat das ganze Zeugs in 1 1/2 Zimmer gepasst und
  2. Wie soll ich das alles in der neuen Wohnung unterbringen, in der ja schon des Liebsten Kram drin ist?

Naja, da ist dann wohl nochmal aussortieren angesagt.

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Ein paar Nachträge…

Ich hab mir gerade nochmal ein paar Einträge aus den letzten Wochen durchgelesen und da ist mir aufgefallen, dass ein paar Geschichten noch weitergegangen sind, also hier mal ein paar Fortsetzungen:

Meine Pendenzenliste (schönes schweizer Wort für „to do list“) ist zwar noch immer ziemlich lang, aber ich hab am Montag meine Diss abgegeben! Jetzt muss am 20. Mai die Prüfung noch durchgestanden werden. Nachfolgende Projekte sind dann Umzug und Trauung, aber da kann man ja zum Glück die Hilfe von professionellen Dienstleistern in Anspruch nehmen…

„Bruno“ wird sicher schwul… 😉 Wir haben nämlich mittlerweile einen Kinderwagenaufsatz bei eBay erstanden, und zwar in der Farbe „flieder“.

Die Verhandlungen mit den Vormietern sind grandios gescheitert, wir haben nichts von denen übernommen, dafür haben wir nun aber auch keine grünen Balken an der Wohnzimmerwand, die wir unter Umständen mühsam überstreichen müssten beim Auszug. Allerdings ist der neue Hausmeister irgendwie eine Flasche und hat mintgrüne und dunkelbeige Wände als hinreichend renoviert definiert, dass diese Wände nicht von den Vormietern weiß überstrichen werden mussten. Hoffen wir mal, dass das bei unserem Auszug noch immer gilt…

Siegen hat mittlerweile nicht nur ein gutes Sommer-Kultur-Programm, sondern auch ein Theaterfestival mit renommierten Inszenierungen. Und am coolsten daran der selbstironische Titel „Theaterbiennale vom Verlieren“. Manchmal bekomme ich richtiggehend Heimweh. Gerade heute wieder ist es mir durch den Kopf gegangen, dass das Wetter in Hamburg mindestens so bescheiden ist wie in Siegen, und dann kommt noch dazu, dass die Landschaft hier einfach gähnend langweilig ist. Hoffen wir mal, dass wenigstens das Kulturprogramm etwas aufregender ist als das Zürcher… Wobei mit Kultur in dne nächsten Jahren wahrscheinlich nicht viel ist, aber wir haben ja den festen Vorsatz „Bruno“ schon früh an einen Babysitter zu gewöhnen.