13.08.08 Fimmvörðuskáli – Selfoss

Der Morgen begann mit strahlendem Sonnenschein, so dass wir noch vor dem Frühstück einen kleinen Spaziergang rund um die Hütte machten.
Trotz Sonne war aber der Wind empfindlich kalt. Auf Empfehlung des Hüttenwartes ginden wir zu einem unscheinbaren Bachbett ohne Wasser, das wir beim Aufstieg zur Hütte schon durchquert hatten. Dort lagen riesige Schneeblöcke mut wunderschöner Marmorierung.
Der Höhepunkt aber war der über 50 m tiefe Abgrund, der sich vor uns auftat mit einem U-förmigen Tor aus hartem Gestein.

Auf der Hütte unterhielten wir un noch ein wenig mit Snorri, seiner Tochter Luvisa, deren Freundin Rebeccca und deren Vater Edward, die spontan diese Wanderung von Skogar nach Þórsmörk mit ihrem Hund Snoppa machten. Waren eine echt nette Truppe die Vier.
Gegen 10 Uhr machten wir uns dann an den Abstieg, wo wir nach kurzer Zeit eine recht große Gruppe trafen und mich beschlich der Verdacht, dass es sich dabei um das „wave team“ handeln könnte, das gestern in der Hütte vergeblich erwartet wurde und weshalb der Hüttenwart 2 Amerikaner wegschicken musste, weil die Hütte voll war. Auf unsere Nachfrage hin bestätigte sich dieser Verdacht und wir sagten ihnen, dass sie vielleicht mal beim Hüttenwart Bescheid sagen sollten. Sie hatten stattdessne in der total brüchigen Báldvinskáli

genächtigt und dort den Amerikanern dadurch auch den Platz in dieser Hütte weggenommen. Wir vermuten, dass sie so gegen 5 Uhr nachmittags den Aufstieg abgebrochen haben, ob der Nebel tatsächlich so dicht war, dass die Gefahr bestand, die Fimmvörðuskáli nicht mehr zu finden, ist meiner Meinung nach etwas fragwürdig.
Der weiter Abstieg bis zur Brücke über die Skogá war eher mühsam wegen vieler loser Steine. Dafür ging es danach sehr spektakulär weiter, da sich die Skogá dort über eine Kaskade von 23 Wasserfällen ins Tal ergießt.

Dabei hat sie sich eine teilweise tiefe Schlucht gegraben. Die Wiesen wurden immer saftiger, es wurde immer wärmer und wir haben viel geschaut und ausgiebige Pausen gemacht. Gegen 15:30 Uhr erreichten wir dann Wasserfall #23, den Skogarfoss, was mit den ganzen knipsenden Touris schon ein arger Kontrast zu der friedlichen Gletscherwelt 4 Stunden zuvor war.

Ursprünglich war der Plan, morgen von Selfoss aus mit dem Bus zum Geysir zu fahren, deshalb fuhren wir mit dem Bus von Skogar nur bis Selfoss. Mittlerweile hat sich die Planung etwas geändert, und wir werden morgen nach Hveragerði (ausgesprochen Queragerre oder so ähnlich) fahren.

Zeltplatz Selfoss:
700 ISK p.P.
große Küche mit schönen Tischen, Elektroherde, frei zugängliche Steckdosen
saubere Toiletten und Duschen (inkl.)
300 m von Bushaltestelle, schön gelegen

Advertisements

Ein Gedanke zu „13.08.08 Fimmvörðuskáli – Selfoss

  1. Pingback: Inhaltsverzeichnis Reisetagebuch Island 2008 | drehumdiebolzeningenieur

Gib deinen Senf dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s