12.08.08 Þórsmörk – Fimmvörðuskáli

Nachdem Philip die halbe Nacht nicht schlafen konnte, weil es am regnen war und er befürchtete, dass wir nicht zum Pass hoch könnten, halfen nur noch Oropax, um ihm ein wenig Schlaf zu verpassen.
Wir hatten uns darauf geeinigt, um 5:30 Uhr mal zu schauen, wie das Wetter so aussieht und entweder noch ein wenig zu schlafen und abwarten, ob es besser wird oder aufstehen und das gute Wetter nutzen. Um 5:30 Uhr war es noch ziemlich wolkenverhangen, aber um 6 Uhr sah es dann ziemlich gut aus, so dass wir wir um 7:45 Uhr starteten. Zuerst ging es ein wenig flussabwärts bis zur Fußgängerbrücke über die Krossá und dann im Flussbett flussaufwärts nach Básar. Dort wollten wir und ordnungsgemäß „anmelden“, dass wir auf dem Weg nach Fimmvörðuskáli sind, aber die verschlafene/noch besoffene Hüttenwartin dort interessierte sich nicht wirklich dafür. Der erste steile Aufstieg durch einen Birkenwald führte uns zum Kattarhryggur (Katzenrücken), einem ziemlich ausgesetzten Grat, von dem aus man einen tollen Blick Richtung Strákagil hatte.
In Foldir angekommen, hatten wir einen tollen Ausblick über das westliche Goðaland bis hin zum Mýrdalsjökull.
Da wir aber noch einige Höhenmeter vor uns hatten, ging es über eine steile Flanke zum Heiðarhorn, danach wurde uns eine Verschnaufpause gegönnt, da der Weg topfeben über Morinsheiði weiterging. Der Höllenkamm (Heljakambur) war gar nicht so schlimm, wie von allen beschrieben, aber der dann folgende Aufstieg über den Brattafönn hatte es nochmal gewaltig in sich. Danach ging es noch ein wenig auf und ab, der in der Karte eingezeichnete See, an den Philip sich auch noch sehr deutlich erinnerte, ist so gut wie weg.

Kurz nach 12 Uhr erreichten wir dann die Hütte Fimmvörðuskáli, wo wir sehr freundlich von einem Bremer Renter empfangen wurden, der hier im August der Hüttenwart ist.

Mittlerweile war wieder das schon die letzten 2 Tage zu beobachtende Wetterphänomen eingetrete, nämlich nach einem sonnigen Morgen zog gegen Mittag mal wieder Nebel über den Pass, der auch von (Eis-)Regen begleitet war, so dass wir es uns in der Hütte gemütlich machten. So gegen 18 Uhr wurde das Wetter etwas besser und wir gingen nochmal nach draußen. Da aber Abendessen gewünscht wurde, machten wir nur einen kurzen Spaziergang. Nach dem Essen und Abwaschen machten wir uns dann nochmal auf und liefen eine Mittelmoräne des Eyjafjallajökull entlang bis zum Gletscher, der sich ziemlich weit zurückgezogen hat verglichen mit vor 13 Jahren. Der einziehende Nebel wurde immer dichter und wenn es nicht nur genau den einen Weg über die Moräne zurückgegeben hätte, hätte mich das sehr beunruhigd.
Als wir wieder in der Hütte waren, klarte es wieder auf und man konnte bis zum Meer bei Skogar sehen.
Mittlerweile wird es hier nachts auch wieder richtig dunkel, so dass ich diese Zeilen bei Kerzenschein schreibe.

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Ein Gedanke zu „12.08.08 Þórsmörk – Fimmvörðuskáli

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