08.08.08 Álftavatn – Emstrur

Nach einer erstaunlich guten Nacht im Massenlager sind wir gegen 7 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Das Wetter sah sehr vielversprechend aus, am Horizont konnte man sogar soetwas wie blauen Himmer erahnen.
Nachdem wir hoffentlich all unseren Kram wieder eingepackt hatten, teilweise noch recht feucht, stiegen wir in unsere feuchten Schuhe und machten uns gegen 8:30 Uhr auf den Weg.
Über einen Höhenzug ging es zum Ivatthálskvisl, wo die erste Furt des Tages auf uns wartete. Da es diemal von oben trocken war, war das Furten kein Problem, als die Füße wieder spürbar waren, war es fast angenehm.
Danach ging es durch mehrere Täler immer wieder rauf und runter, bis wir zur Hvangil-Hütte kamen. Da mein Rucksack noch immer stetig tropfte, untersuchten ich das mal genauer und stellte fest, dass das Platypus-Trinksystem Big Zip II undicht war, was wir ja schon die ganze Zeit geahnt hatten (sowohl der angeblich bombenfeste Zipverschluss als auch der Schlauchanschluss am Beutel als auch die Verbindung von Trinkventil und Schlauch tropften, was das Zeug hielt. Gekauft hatte Philip das Ding bei Globetrotter, die es aber scheinbar wieder aus dem Sortiment genommen haben – aus gutem Grund).
Über Kaldaklovskvisl gings über eine riesige Fußgängerbrücke, gleich danach kam Bláfjallakvisl, welchen wir durchwateten,

im Gegensatz zu den beiden Belgiern, die uns kurz vorher überholt hatten und ein Begleitfahrzeug einer Fahrradgruppe nutzten, um auf den Trittbrettern über den Fluss gefahren zu werden.

Durch die schwarze Sandwüste Emstrur, eine riesige weite Fläche eingerahmt von Palagonithügeln, bewachsen mit knallgrünen Moosen, führte unser Weg weiter. Im Abstand von mehreren Metern wuchsen immer wieder kleine Büschel von Engelwurz.

Immer mal wieder blitzten zwischen den grün-schwarzen Hügeln die weißen Eisflächen des Mýrdalsjökull durch.
Nach einer 30 minütigen Mittagspause in einer windgeschützten Mulde ging es ca. 1 Stunde weiter durch die schwarze Wüste, bis wir an eine Kante kamen und links um die Ecke die Hütte Emstrur/Botnar entdeckten.
Der Zeltplatz liegt total schön, wenn auch nicht so windgeschützt wie die Hütte, direkt an einem Bachlauf.
Falls man sich noch fitt genug fühlt, kann man sich noch die Schlucht Markafljótsgljúfur anschauen, die durch einen 1-stündigen Rundweg von der Hütte aus erreichbar ist, was Frank und Mama noch gemacht haben, ich mir aufgrund meiner Knie- und Fußschmerzen gespart habe und Philip hat mir netterweise Gesellschaft gelestet.

Zeltplatz Emstrur:
800 ISK p.P.
liegt sehr schön an einem Bach
Sanitäreinrichtungen leidlich sauber
kaltes Wasser, WC, Duschen

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Ein Gedanke zu „08.08.08 Álftavatn – Emstrur

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