03.08.08 Mývatn

Heute haben wir uns nach dem sehr ausgiebigen Frühstück aufgeteilt. Philip und ich haben uns Fahrräder am Campingplatz
ausgeliehen, Frank und Mama sind gewandert. Wir sind zuerst zu den Solfataren-Feldern am Berg Namafjall gefahren, wo es bestialisch gestunken hat, so daß ich wirklich fast gekotzt hätte, aber diese total surrealen Farben waren schon sehr beeindruckend.

Auch sehr faszinierend waren diese kleinen dampfenden und fauchenden ‚Berge‘, etwa 1m hohe Ablagerungen, die mit dem Wasserdampf zutage gefördert wurden.

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Aber das allercoolste waren die brodelnden blauen und gelben Schlammtöpfe.

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Weiter ging es dann zum Spaltenvulkan Krafla, was megaanstrengend war, da es galt, eine mindestens 15%ige Steigung über etwa 500m mit dem Fahrrad zu bewältigen. Da Philip aufgrund der für seine Größe etwas ungünstigen Rahmengeometrie ziemlich weit über dem Hinterrad saß, hat er beim Treten teilweise vorne abgehoben und mußste sich weit nach vorne über den Lenker beugen. Meine Beine haben ziemlich gezittert, als ich oben ankam. Dort kann man über das relativ frische Lavafeld des Krafla-Ausbruchs von 1984 laufen,

teilweise dampft es an manchen Stellen immer noch ganz schön aus dem Boden, was irgendwie ein komisches Gefühl, schließlich latscht man auf einem ruhenden, aber immer noch aktiven Vulkan herum. Man kann sogar die Stellen sehen und anfassen, an denen die Lava aus dem Boden geflossen ist.

Allerdings war es heute mit dem traumhaften Wetter der letzten Wochen vorbei und es war arschkalt dort oben. Für die 3km lange Abfahrt habe ich mir als Wind- und Wetterschutz auch die Regenhose das erste mal angezogen. Philips neue Regenjacke ist aber immer noch jungfräulich, sein heiliges Softshell sich auch heute wieder voll bewährt. Danach haben wir uns im warmen Informationszentrum gegenüber des Zeltplatzes Bjarg ein wenig aufgewärmt und die isländische Version von ’20 Minuten‘ gelesen, die aber redaktionell 100 mal besser und anspruchsvoller war. Im frisch geputzten Küchenzelt gekocht und lecker gegessen, danach gings ziemlich fix ins Bett, da es draußen mittlerweile echt kalt geworden ist.

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Ein Gedanke zu „03.08.08 Mývatn

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