29.07.08 Skaftafell – Jökullsárlón – Egilsstaðir

Der Tag begann ganz entspannt mit ausschlafen bis 8 Uhr und gemütlichem Frühstück. Danach haben wir unsere Essensvorräte nochmal umgepackt, weil das ständige Suchen nach irgendwelchen Kleinigkeiten dann doch so sehr genervt hat, dass wir nun die Vorräte nach Mahlzeiten verteilt haben und das Futter für die Laugavegur-Tour nun in 2 Extra-Rucksäcken ist. Danach haben wir ausgiebig in der Sonne gebadet und gefaulenzt.
Um 13 Uhr fuhr dann der Bus zum Jökulsárlón, wo wir um 13:45 Uhr ankamen und total überwältigt waren von der Masse an Eisbergen in dem See. Teilweise waren die Eisbrocken so groß, dass sie in diesem gletschertypischen unglaublich intensiven Blau strahlten. Manchmal schauten ein paar Robben aus dem Wasser, echt erstaunlich, dass denen da nicht zu kalt war.
Nachdem wir die Eisberge ausgiebig bestaunt hatten, sind wir über pechschwarzen Sand zum Meer gelaufen, wo ich mal wieder die Gefahr gesucht habe. Mir macht es immer eine diebische Freude, ein Wettrennen mit den Wellen zu machen. Dazu gehe ich ganz nah an das sich zurückziehende Wasser heran, um dann dem herannahendem Wasser rückwärtslaufend zu entkommen. Dabei bin über einen ca 40 cm langen Eisklotz gestolpert und lag im Sand.
Aber der Welle bin ich knapp entkommen! Anschließend wollte ich meine Hand vom Sand abwaschen und bin wieder ganz nah ans Wasser ran. Dabei ist es dann passiert und mir ist Wasser in den Schuh geschwappt. Als die Füße schonmal nass waren, hab ich die Gelegenheit gleich genutzt und bin barfuß durch das erstaunlich warme Wasser spaziert, der Golfstrom machts möglich. Ich würde mal schätzen, dass das Wasser des Pazifiks in San Francisco nicht wärmer ist.
Um 15:15 Uhr ging es dann weiter nach Höfn (ausgesprochen wird das „Höppn“),

wo wir an einer Tanke in einen Kleinbus umstiegen, mit dem wir dann in einer 3 1/2 stündigen Fahrt nach Egilsstaðir gelangten. Dabei sind wir jeden einzelnen Fjord abgefahren, einer schöner als der andere. Besonders Stafafell hat dem Liebsten gefallen aber eigentlich war die Landschaft so abwechslungsreich, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskam. In Djúpivogur hatten wir 15 min Aufenthalt und dort blies der Wind wie die Sau.

Alleine für das Berufjördur haben wir etwa eine halbe Stunde gebraucht.
An den Bergen konnte man sehr schön deren Entstehungsgeschichte sehen, eine dicke Basaltschicht wechselte sich mit einer dünnen Ascheschicht, was dann dank Erosion und Gletscherabrieb zu einer terassenförmigen Abstufung der Hänge führte. Ein Berg sah aus wie eine Pyramide. Interessanterweise sind die Terassen Richtung Küste ansteigend, warum das so ist, müssen wir noch herausfinden.

Der Campingplatz in Egilsstaðir ist voll mit Wohnmobilen und verrückten Holländern und einem ganzen Haufen 2CV’s.

Das Abendessen bestand aufgrund der fortgeschrittenen Zeit aus Brot, Käse, Wurst und Gemüse.

Zeltplatz Egilsstaðir:
1700 ISK p.Zelt
Duschen kostenlos, nicht so richtig sauber, ebenso die Toilletten
kein wirklich schöner Platz
nach Ankunft oder vor Abfahrt der Norrøna ziemlich voll mit Wohnmobilen
Supermarkt und Tanke mit Grill/Café gleich nebenan
Bonus 5 min Fußweg

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Ein Gedanke zu „29.07.08 Skaftafell – Jökullsárlón – Egilsstaðir

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