Ich bin dann mal weg…

…aber nicht auf dem Jakobsweg und auch nicht auf irgendeiner Sinnsuche oder so, sondern in Island. Ich wage zu bezweifeln, dass ich zwischendurch mal Gelegenheit haben werde, hier ein paar Zeilen zu hinterlassen, aber in 4 Wochen gibt es dann einen ausführlichen Bericht.

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Mal wieder etwas über meine neue Lieblingsbeschäftigung

Die Vorbereitungen für den Island-Urlaub laufen auf Hochtouren und nebenher sind wir ständig mit dem Tandem unterwegs.
Vor kurzen habe ich eine wirklich tolle Webseite entdeckt und zwar
bikemap. Dort kann man nach interessanten Radtouren suchen und eigene gefahrene Routen anlegen. Und wenn man sich ein eigenes Konto anlegt, dann kann man seinen geneigten Bloglesern sogar die schon gefahrenen Routen präsentieren:

Mittlerweile sind wir schon 243.8 km und 3240 Höhenmeter mit dem Tandem geradelt. Der Schwarzwald hat ja einiges an Bergen zu bieten. Und mit der Bikemap kann man, bevor man losfährt, ungefähr abschätzen, wie lang und anstrengend die Ausfahrt wird. Und im Nachhinein kann man genau kontrollieren, was man geleistet hat. Also ich find’s praktisch… und ein bisschen stolz bin ich auch darauf, wieviel wir an den drei Wochenenden, die wir das Tandem benutzen konnten, schon damit gefahren sind.
Leider haben wir immer die Kamera auf den Touren vergessen, deshalb gibt es leider keine Fotos vom Schwarzwald, dem Breisgau und dem Kaiserstuhl.

Am Samstag geht es für 3 1/2 Wochen nach Island und danach gibt es sicher mehr als genug Fotos…

Nie wieder easyjet

Am Wochenende hab ich mal eine richtige Billig-Fluglinie ausprobiert. Auch wenn Air Berlin ja landläufig als eine solche gilt, ist das wirklich der pure Luxus verglichen mit easyjet.
Dass man jede kleinste extra Leistung wie Gepäck aufgeben, mit einer nicht-easyjet-Kreditkarte bezahlen, Getränk im Flieger usw. auch extra zahlen muss, ist ja okay, aber was ich am Sonntag abend erlebt habe, ist definitiv nicht mit dem Argument „Billig-Fliger“ zu entschuldigen.
Als ich zum Flughafen kam, habe ich den Flug zuerst einmal auf der Anzeigetafel suchen müssen, da die offizielle Abflugzeit von 19:45 Uhr auf 20:25 Uhr verschoben worden war. Das hat mich zwar schon angenervt, aber so richtig wütend gemacht hat mich das erst, als dann auch noch eine zusätzliche Verspätung von 1 Stunde angekündigt wurde. Als ich darauf hinwies, dass man eventuell ja von Basel noch weiter müsse und die Züge ja nicht die ganze Nacht durch fahren, wurde ich darauf hingewiesen, dass man ja laut AGBs eine Verspätung von 2 Stunden bei der Buchung einplanen müsse und der Flug ja nur 1 Stunde verspätet sei. Echt guter Trick, so rechnet man eine Verspätung von 1 Stunde und 40 Minuten auf 1 Stunde runter. Als der Flieger zur neuen Abflugzeit noch immer nicht da war, verbreitete sich so langsam das Gerücht, dass der Flug ganz ausfallen würde. Irgendwann kam dann plötzlich Bewegung in die wartenden Menschen in den Abflugraum. Wie sich auf Nachfrage bei einer vollkommen überforderten Flughafenmitarbeiterin herausstellte, war der Flug tatsächlich gestrichen worden. Weitere Informationen gab es nicht. Also wieder raus aus dem Sicherheitsbereich und zum easyjet-Ticketschalter. Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass erst in dem Flug am Dienstag abend nach Basel wieder Plätze frei seien. Ich könne den Flug stornieren, dann bekäme ich den Flugpreis zurückerstattet. Aber davon wäre ich noch immer in Berlin und in der Situation war mir absolut nicht präsent, wieviel eine Zugfahrt nach Basel kostet und was ich genau für den Rückflug bezahlt hatte. Also entschied ich mich für einen Flug am Montag nach Genf mit dem Risiko, dass ich die Zugfahrt nach Zürich selber zahlen muss. Aber davon war noch immer nicht geklärt, wo ich die Nacht verbringe. Es hieß zwar, dass es Hotelgutscheine für eine Nacht gäbe, aber wo es die gab, wurde natürlich nicht gesagt. Ich hatte mich mittlerweile schon um ein Plätzchen auf dem Sofas eines Freundes gekümmert, der super spontan bereit war, mir Asyl zu bieten. Durch Zufall bekam ich auf dem Weg zur S-Bahn mit, dass man auch einen Gutschein für ein Taxi bekommen konnte. Diese stellte eine total überforderte Flughafenmitarbeiterin aus, die keinerlei Kompetenzen in Konflikt- und Krisenbewältigung zu haben schien.
Der Flug am nächsten Tag nach Genf war natürlich auch wieder verspätet, aber fiel zum Glück nicht aus und zum Glück hab ich dann auch sofort einen Zug nach Zürich bekommen, so dass ich gestern abend um 20 Uhr anstatt Sonntag Nacht um 0 Uhr endlich zu Hause war.
Jetzt bin ich mal sehr gespannt, ob ich etwas zurückerstattet bekomme. Denn das ist laut einschlägigen Quellen aus dem Internet wohl nicht so ganz einfach, easyjet verspricht viel und hält wenig…
Fazit: Einmal und nie wieder! Und über die Bahn wird sich immer beschwert, aber selbst bei der Bahn wird mehr informiert als bei easyjet…

Nachtrag: Ich habe tatsaechlich mein Geld zurueckbekommen, so wie es scheint, hat die schlechte Presse vor ein paar Jahren was genuetzt…