Die besten Zimtschnecken, die ich jemals gebacken habe

Seit ein paar Jahren versuche ich mich schon an Zimtschnecken und ich war auch mit den meisten Ergebnissen zufrieden, auch wenn meine Dortmunder Mitbewohnerinnen nach dem ersten Versuch der Meinung waren, ich müsse noch üben. Mädels, ich kann euch sagen, die Zeit des Übens ist vorbei! Ich habe das ultimative Zimtschnecken-Rezept entwickelt. Und weil die so so so so lecker sind, werde ich die schon aus reinem Eigennutz immer wieder backen, um nicht aus der Übung zu kommen 😉

Ehrlich gesagt habe ich keine so rechte Idee, warum diese Zimtschnecken so viel besser waren als all die anderen Versuche. Ich hab das erste Mal Dinkelmehl anstatt Weizenmehl verwendet, außerdem hab ich zum ersten Mal erfolgreich Trockenhefe verwendet, eigentlich gelingt mir der Hefeteig besser mit frischer Hefe. Und ich habe die Schnecken diesmal so nah beieinander aufs Backblech gelegt, dass sie ineinander gebacken sind. Und das ganze hat sich wirklich positiv auf die Saftigkeit ausgewirkt. Die Schnecken waren wirklich perfekt, saftig, aromatisch, süß, einfach himmlisch…

Zimtschnecken
abgeguckt von Orangette und The Floured Apron

Für den Teig
240 ml Milch
50 g Butter
420 g Mehl
100 g Zucker
1 großes Ei
1 Päckchen Trockenhefe

Für die Füllung
150 g brauner Zucker
2 Handvoll zerbröselte Pecannüsse
200 g Frischkäse
2 EL Zimt
50 g Butter

Backofen auf 100ºC vorheizen, wieder ausschalten.
Milch und Butter mischen, warm machen, bis die Butter geschmolzen ist. 120 g Mehl, Zucker, Ei und Hefe zufügen. 3 Minuten durchkneten. Die restlichen 300 g Mehl zufügen, ca. 8 Minuten kneten, gegebenenfalls noch etwas Mehl zufügen, damit der Teig nicht mehr klebrig ist. Den Teig in eine eingeölte Schüssel legen, darin etwas schütteln, damit der Teig mit Öl überzogen ist. Den Teig in den (ausgeschalteten!) Backofen stellen, 2 Stunden gehen lassen. Den Teig zu einem 40×30 cm großen Rechteck ausrollen.

Pecannüsse in einem Topf anrösten, den Zucker dazugeben und Nüsse darin karamelisieren. Dabei kräftig rühren, das brennt leicht an. Den Frischkäse und den Zimt unterrühren. Diese Masse auf dem Teig verstreichen, die Butter in kleinen Flöckchen über den Frischkäse verteilen. Den Teig von der langen Seite aus aufrollen, in 1.5-2 cm dicke Scheiben schneiden, die Röllchen in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform legen, dabei wenig Platz zwischen den Schnecken lassen. 40-45 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 190ºC vorheizen. Zimtschnecken etwa 15 Minuten backen.

5 Minuten auskühlen lassen und dann genießen…

… aber Vorsicht, die Dinger machen süchtig!!!

Nachtrag: Da sich die Frischkäsemasse mit den Nussstücken recht schlecht verstreichen lässt, werde ich das nächste Mal den Frischkäse nur mit dem Zimt mischen und auf den Teig streichen, die Nussstücke ohne Zucker anrösten und über den Frischkäse streuen und dann den Zucker auch einfach nur drüber streuen.

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Endlich wieder Bilder ;-)

Der Frühling hat ja nun definitiv begonnen und so haben wir am Wochenende endlich die Wandersaison 2008 eingeläutet. Da wir uns mit einer Freundin aus Genf getroffen haben, haben wir die Gelegenheit genutzt, mal das Jura ein wenig zu erkunden.

Los ging es in Twann am Bieler See. Von dort ging es durch die Twannbachschlucht


auf den Twannberg. Dort haben wir eine kleine Pause auf dem Spielplatz eingelegt und dann ging es weiter über Wiesen, Felder

und Kuhweiden Richtung Magglingen, vorbei am Ende der Welt:


Die Wiesen wechselten sich immer wieder ab mit Waldstücken, ständig wechselte der Blick auf den Bieler See, mal war die Sicht komplett von Bäumen versperrt, mal konnte man durch die Blätter hindurch den See glitzern sehen

und mal war der Blick komplett frei Richtung Mittelland und Alpen (die leider ziemlich im Dunst versunken waren).

In Magglingen machten wir eine ausgedehntes Picknick, bevor wir uns dann an den Abstieg nach Biel machten. Auf dem Weg nach unten hab ich mich mehrmals tierisch erschreckt, weil neben dem Wanderweg ein Downhill trail für Mountainbiker verlief und dort diese durchgeknallten Typen mit einem Affenzahn runter gebrettert sind.

Biel ist ein nettes kleines Städtchen, was schon einen deutlich französischen Touch hat, aber es liegt ja schließlich auch mitten auf dem Röstigraben.

Trockenfutter

Im Sommer geht es ja gemeinsam mit Philip und meinen Eltern für drei Wochen nach Island. Nach dem Tandem ist das ein weiterer Traum von mir, den ich schon seit Jahren hege und nun endlich in die Tat umsetze. Der Plan ist, dass wir uns nur mit dem Bus oder zu Fuß fortbewegen, wir haben 2 ausgedehnte Wanderungen geplant und mehrere Tagestouren. Da Island ja nun doch eher dünn besiedelt ist (3.1 Einwohner/km^2), bekommt man da auch nicht an jeder Straßenecke was zu essen, so dass wir den größten Teil unseres Essens mitschleppen müssen. Da es Wasser aber in Hülle und Fülle auf der Insel gibt, nimmt man aus Gewichtsgründen Trockenfutter mit, was man dann vor dem Verzehr in heißem Wasser einweicht.
Die professionellen Trekking-Mahlzeiten sind allerdings sehr teuer, die im Supermarkt erhältlichen Tütensuppen hingegen bei weitem nicht so gehaltvoll. Nach längeren Diskussionen haben wir uns nun auf einen Kompromiss geeinigt, teilweise Trekking-Mahlzeiten (die ich im Juni in den USA besorgen werde, da die dort gerade nur halb so teuer sind wie in Europa, dem $-Kurs sei dank…) und teilweise selbstkreierte Rezepturen aus Tütensuppen, gefriergetrocknetem Gemüse, Couscous oder Kartoffelpüree oder Linsen und Trockenfleisch. Ich war ja zugegebenermaßen etwas skeptisch, was diese Fleisch-Trocken-Aktion betraf, aber ich bin wirklich angetan von dem Ergebnis. Wir haben einfach ein großes Steak in 5 mm dicke Scheiben geschnitten, Mama hat es dann nochmal schön flach geklopft und dann kam es für 4 Stunden bei 60 Grad C in den Backofen. Teilweise haben wir es vor dem Trocknen noch mit mallorquinischem Kräutersalz und Peffer gewürzt, der andere Teil war vollkommen ungewürzt. Ich war wirklich sehr skeptisch, ich hatte irgendwie dieses seltsame Beef-Jerky aus den USA im Kopf und das fand ich, obwohl ich es nie probiert hatte, immer irgendwie seltsam (wahrscheinlich vor allem deshalb, weil Philip mir erzählt hatte, dass das ganz scheußlich schmecke). Aber der Duft, der da aus dem Backofen kam, war eigentlich ganz angenehm und die getrockneten Fleischstücke, die wir dann niach 4 Stunden da rausgefischt haben, waren total lecker. Im Prinzip schmeckten sie wie viel zu lange gegrilltes Rindersteak, und auch wenn ich mein Steak nicht unbedingt well done brauche, so mag ich die knusprige Kruste von so einem Steak doch sehr. Die Dinger wurden also von uns allen als sehr lecker befunden und sind in den Speiseplan aufgenommen. Nicht ganz so erfolgreich ist mein Projekt für die Versorgung mit Trail-Snacks verlaufen. Ich wollte mich nämlich an selbstgemachten Müesliriegeln versuchen. Das Rezept, das ich ausprobiert habe, war aber leider nicht so richtig das, was ich mir vorgestellt hatte, so dass ich mich demnächst also mit einem Laborbuch in die Küche stellen werde und genau so wie im Labor verschiedenste Parameter der Rezeptur verändern werde um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ausgangspunkt wird das Rezept vom Wochenende sein, was ich aus dem Buch „Outdoorpraxis“ von Rainer Höh entnommen habe. Aber das Verhältnis von Erdnussbutter zu Haferflocken von 1:1 werde ich definitiv zugunsten der Haferflocken bzw. 5-Korn-Getreideflocken und Haferfleks verändern. Außerdem mehr Honig, den ich mit den Flocken ankaramelisieren werde. Dann noch ein paar Trockenfrüchte (aber keine Rosinen!!) dazu und das dann eher bei 150 Grad C trocknen/backen/karamelisieren. Wie gesagt, da werde ich mal ein bisschen experimentieren und mal schauen, was mir am besten schmeckt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ich verschiede Geschmacksrichtungen ausprobiere, damit wir auch ein bisschen Abwechslung haben, z.B. mit und ohne Erdnussbutter, Schoko-Banane (meine Lieblingssorte bei den gekauften Riegeln), nussig mit Haselnüssen, Walnüssen, Pinienkernen,…
Auf jeden Fall laufen die Vorbereitungen für den Urlaub nun auf Hochtouren, die Ausrüstung ist soweit zusammen, Landkarten sind bestellt, Zeitplanung steht, Bustickets für die Sprengisandur-Route sind gekauft und ich freu mich riesig, mal so richtig in die Wildnis zu gehen und dabei keine Angst vor Bären haben zu müssen.