Weihnachten und so


Dieses Bild habe ich ganz komplett selber gestaltet.

Seit einem halben Jahr fotografiere ich mit einer Canon Power Shot 640, einige Ergebnisse waren ja hier schon zu bewundern. Für das obige Motiv habe ich ich außerdem noch ein Gorillapod-Stativ verwendet (in dem Fall hätte es auch ein gewöhnliches Stativ getan, aber ich hab nunmal nur dieses eine wirklich praktische Stativ). Dann habe ich die Kerze angezündet, das Licht ausgemacht und mit der Blende 4 und einer Verschlusszeit von 1/25 s ein Photo von der brennenden Kerzen gemacht.

Sehr praktisch, so brauchte ich die Kerze gar nicht freilegen, sondern konnte den schwarzen Hintergrund so weiterverwenden. Für die weitere Bearbeitung habe ich Gimp verwendet. Wenn man gerne ähnliche Möglichkeiten wie mit Photoshop hat, aber nicht über 1000 Euros dafür ausgeben möchte, dann ist dieses open source Programm eine wirklich tolle Alternative.

Zuerst einmal habe ich das Bild in ein quadratisches Format gebracht (2684×2682 px) und die Helligkeit reduziert, dadurch ist die Kerze etwas roter geworden.Danach habe ich mit dem Pipetten-Werkzeug aus dem rechten Teil der Kerze die Vordergrund-Farbe übernommen. Hintergrund-Farbe war schwarz. Mit dem Verlaufswerkzeug habe ich dann einen linearen Farbverlauf von VG nach HG im oberen Teil des Bildes eingefügt. Anschließend noch den Text mit dem Textwerkzeug in gelb, Schriftart URW Gothic L geschrieben und schon war die Weihnachtskarte fast fertig.

Allerdings wollte ich gerne noch ein bisschen mit Gimp rumprobieren und dem ganzen einen etwas kitschigeren touch geben. Da bot sich doch ein wenig Glitzer zur Weihnachtszeit an.
Bei der Gimp-Werkstatt gibt es dafür tolle Tutorials, außerdem hat die Betreiberin dieses Forums ein super Grundlagenkurs für Gimp entwickelt, den sie als CD verkauft.
Im weiteren beschreibe ich also nun, wie ich anhand des Tutorials „Golden und glänzend“ dem ganzen noch ein wenig Kitsch verpasst habe.

Zuerst einmal habe ich eine etwas rundere Schrift gewählt (MgOpen Modata Bold). Dann habe ich in der Textebene die Auswahl aus dem Alphakanal ausgewählt, so dass der Text ausgewählt war. Um dem Text etwas mehr Struktur zu geben, habe ich die VG-Farbe auf die Textfarbe eingestellt und die HG-Farbe ein kleines bisschen rötlicher. Dann habe ich im Verlaufswerkzeug einen formangepassten (dimpled) Farbverlauf von VG nach HG ausgewählt und diesen Farbverlauf auf die Auswahl (Text) angewendet. Dadurch ensteht ein 3D-Effekt und die Schrift erscheint erhöht. Anschließend habe ich ein wenig mit dem Bumpmap-Filter (findet man in der Kategorie „Abbilden“ bei den Filtern) rumgespielt, so dass der Goldeffekt enstand. Um dem ganzen noch ein wenig mehr Glanz zu geben, habe ich eine neue Ebene erstellt. Auf dieser Ebene habe ich mit dem Pinselwerkzeug (Pinselgröße etwa so groß wie die Dicke der Schriftlinien) oben auf die Schrift weiße Striche gemalt. Diese Striche habe ich dann mit einem Gaußschen Weichzeichner in Nebel verwandelt. Und damit aber nur die Schrift zum glänzen zu bringen, muss man nun noch das Weiß, was eben nicht auf der Schrift liegt sondern drumherum, entfernen. Dafür geht man wieder auf die Textebene, wählt den Text über die „Auswahl aus Alphakanal“ aus, wechselt dann wieder auf die Glanz-Ebene, invertiert die Auswahl und löscht sie dann. Zum krönenden Abschluss habe ich noch ein paar Glanzpunkte mit der Pinselspitze „Diagonal Star“ gesetzt.

Ich wünsche euch allen ein frohes, glückliches und entspanntes Weihnachtsfest mit euren Lieben.

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