Pico de Veleta

Am Donnerstag war in Spanien Feiertag, den wir nutzten, um den zweithöchsten Berg des spanischen Festlandes zu besteigen, den Pico de Veleta (3392 m ü.M.). Mit dem Bus fuhren wir von Granada aus in die Sierra Nevada, genauer gesagt zum Skiort Pradollano bzw. bis zum etwas oberhalb gelegenen Kontrollpunkt Hoya de la Mora. Bei der Straße handelt es sich um die ehemals höchste Passstrasse Europas, allerdings ist die Straße gesperrt, seit die Sierra Nevada zum Nationalpark erklärt wurde. Im Prinzip kann man einfach dieser Straße folgen, allerdings ist man es schnell leid, die trölftausend Serpentinen zu gehen, so dass wir uns dann doch eher für die Abkürzung entschieden. Ich hab mich glücklicherweise beim Aufstieg bei der Wahl des Weges durchgesetzt, so dass wir nicht durchs Skigebiet gelaufen sind. An manchen Stellen ging es schon recht streng bergauf und die Höhe tat dann noch ihr übriges, so dass ich es streckenweise recht anstrengend fand aber glücklicherweise war es nicht besonders warm. Die Landschaft ist total karg, wenig Vegetation, recht bald erreichten wir die ersten Schneefelder, die in fast geschlossenen Schneedecke übergingen. Man hatte einen wunderbaren Blick über die Ebene, in der Granada liegt.
Unterwegs mussten wir uns dann noch mit einem verrückten Spanier rumschlagen, der einfach nicht davon abzubringen war, in spanisch auf uns einzureden, wovon wir so gut wie nichts verstanden. Nachdem uns das gelungen war, war es auch gar nicht mehr weit bis zum Gipfel. Von dort hatten wir eine super aussicht auf die Alpujarras
das Mittelmeer
und sogar Marokko
Das obligatorische Gipfelfoto darf natürlich auch nicht fehlen:
Da die Passstraße die knieschonendere Variante für den Abstieg versprach, nahmen wir den etwas längeren Weg gerne in Kauf, zumal wir noch ewig Zeit hatten, bis unser Bus zurück nach Granada fuhr. Irgendwann fanden wir dann aber doch, dass das ein wenig zu langweilig sei, also kürzten wir wieder ab, diesmal mitten durchs Skigebiet
Teilchenphysiker sind ja bekannt dafür, dass sie es vortrefflich verstehen, sich attraktive Konferenzorte auszusuchen (Philip war z.B. schon auf Hawaii, in den Rocky Mountains, in Montpellier, in der Hohen Tatra, in Budapest,in den Alpen,… auf Konferenz), aber die Astrophysiker sind sogar so pfiffig, ihren Arbeitsplatz ins Skigebiet zu legen:
Und weil wir mal wieder viel schneller gewandert sind, als im Reiseführer angegeben, hatten wir noch ewig Zeit, bis der Bus abfuhr. Also haben wir uns erstmal gemütlich in die Sonne gelegt und ein bisschen was gegessen. Danach war es aber noch immer ewig hin bis zur Abfahrt, also sind wir noch auf einen kleinen Hügel neben dem Parkplatz spaziert, um von dort aus nochmal ein hübsches Photo von dem bezwungenen Gipfel zu machen.
Zurück im Hostal wurde sich dann erstmal in der etwas siffigen Dusche gesäubert. Danach haben wir uns auf die verzweifelte Suche nach einem netten spanischen Restaurant gemacht, allerdings war das gar nicht so einfach, irgendwie gabs nur brechend volle Bars oder irgendwelche Schnellrestaurants. Am Ende entschieden wir uns dann für ein galizisches Restaurant, was ganz okay war, aber auch nichts besonderes. Danach war ich so genervt von der Suche, dass ich keine größere Lust verspürte, noch einen Wein in einer der vielen total überfüllten Bodegas zu trinken.

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