Granada

Die Zugfahrt von Sevilla nach Granada war nicht ganz so komfortabel, vor allem kamen wir mit 50 min Verspätung in Granada an. Die Suche nach einem Hostalzimmer war aber recht kurz und schmerzlos schon beim dritten Hostal hatten wir was annehmbares gefunden. Die Suche nach was zu Essen war da schon wieder etwas schwieriger, Granada scheint ähnlich kurzlebig zu sein, was Restaurants angeht wie Madrid. Als wir uns dann für ein orientalisches Restaurant entschieden hatten und nach über 30 min noch immer niemand gefragt hatte, was wir denn gerne essen wollten, sind wir wieder gegangen und stattdessen sehr gut (aber auch recht teuer) bei einem Libanesen gegessen.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann erstmal um Busfahrkarten in die Sierra Nevada und um die Zugtickets nach Ronda gekümmert. Danach haben wir uns noch ein bisschen in der „Innenstadt“ rumgetrieben, ein leckres Crepes zum Mittag gegessen und uns dann auf den Weg Richtung Alhambra gemacht. Schon der Fußweg über die Cuesta de Gomérez ist wunderschön.

Der Haupteingang befindet sich am östlichen Ende des Komplexes, die meisten Gebäude allerdings sind im westlichen Teil angesiedelt, so dass man erst mal durch die Gärten wandert.
Das meiste ist sogar ohne Eintrittkarte zu besichtigen, die Gärten sind ohne Frage auch wirklich wunderschön, aber die Gebäude haben mich jetzt nun nicht so richtig vom Hocker gerissen. Vom Torre de la Vela in der Alcazaba hat man einen tollen Blick auf den Albayzín, aber ansonsten eigentlich nichts besonderes. Aber manchmal ist so ein Reiseführer ja ganz sinnvoll und deshalb hatte ich in weiser Vorraussicht schon ein paar Wochen vor Abreise im Internet Eintrittskarten für den Nasridenpalast gekauft. Dabei wurde uns eine Eingangszeit von 17-17:30 Uhr zugewiesen. Uns blieb also noch genug Zeit, uns zuerst noch den Generalife und den Sommerpalast anzuschauen.
Dann ging es zurück in den zentralen Teil der Alhambra, und vor dem Palacio Carlos V stellte wir uns dann in die Schlange zur Ticketkontrolle für den Nasridenpalast. Wir dachten, wir wären superschlau gewesen, weil wir nicht um kurz VOR fünf dort waren, sondern um kurz NACH fünf dort waren und tatsächlich war da so gut wie keine Schlange. Aber wie sich herausstellte, war die Schlange einfach ein paar Meter hinter der Ticketkontrolle, weil immer nur etwa 20 Leute gleichzeitig eingelassen wurden.
Aber was uns dann im Inneren des Nasridenpalastes erwartete, ist einfach unbeschreiblich.
Wobei es mir immer schwer fällt, die Schönheit so richtig zu genießen, wenn so unendlich viele Menschen um mich rum sind. Aber diese unglaubliche Vielfalt an filigraner Verzierung war wirklich sehr beeindruckend.
Danach war ich dann aber auch recht müde und wir machten uns wieder an den Abstieg, um in der Nähe der Kathedrale einen Hamburger zu essen (sehr lecker). Eigentlich wollten wir danach noch eine Bodega ausprobieren, aber da wir erst nochmal ins Hostal zurückgegangen sind, waren wir dann irgendwie zu faul, uns nochmal in dieses seltsame Getümmel aus pseudo-Hippie-Travellern zu stürzen.

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