Herdprämie

Gestern habe ich ein Interview mit dem frischgekürten neuen Vorsitzenden der CSU gesehen. Dabei ging es größtenteils um die Kontroverse der CSU mit der bewundernswerten Bundesfamilienminsterin von der Leyen (meiner Meinung ja die einzige Person im Kabinett, die was taugt…).

Ich bin ja recht empfindlich, was Wortbedeutungen betrifft und manchmal übertreibe ich es sicher auch, aber was kann man bitte an dem Wort „BetreuungsANGEBOT“ falsch verstehen? Warum tut die CSU so, als wolle Frau von der Leyen und die SPD alle Eltern zwingen, ihre Kinder ab der 2. Lebenswoche in eine Krippe abzugeben? Da sagt dieser Herr Huber doch tatsächlich, sie wollen doch einfach nur, dass die Eltern die Wahl hätten, ob Krippen- oder Elternbetreuung. Ja aber diese Wahlfreiheit steht doch auch gar nicht zur Debatte, oder ist da wieder was an mir vorbeigegangen? Es geht um ein ANGEBOT, als Alternative zur Betreuung durch die Eltern.

Das Gegenteil von Angebot ist laut Wörterbuch die Nachfrage. In Deutschland sind die Bevölkerungszahlen rückläufig, vor allem Akademiker pflanzen sich nicht mehr fort. Da liegt doch irgendwie der Schluss nahe, dass es da eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage zu geben scheint, weshalb viele berufstätige Frauen nicht gewillt sind, aufgrund mangelden Angebots die Nachfrage zu steigern. Denn die Nachfrage ist heute schon höher als das Angebot, die Frauen wollen eine tatsächliche Wahlfreiheit zwischen Eltern- oder Krippenbetreuung. Die CSU sendet aber das Signal aus, dass es schon jetzt ausreichend Krippenplätze gäbe und viele Frauen ihre Kinder nicht in die Krippe geben würden, wenn sie nicht ihren Lebensunterhalt durch Erwerbsarbeit sichern müssten. Diese Frauen hätten keine Wahlfreiheit, weil sie eben arbeiten gehen müssten anstatt sich um ihre Kinder zu kümmern. Da frage ich mich schon, warum gerade Akademiker, die wahrscheinlich auch mit nur einem Einkommen klar kommen würden, sich nicht mehr fortpflanzen.

Also habe ich mich dann gestern gleich mal an den Herd gestellt, um schonmal zu üben, was mich dann so in ca. 5 Jahren erwarten könnte…

Seit Ostern gibt es in Zürich nun auch ein Angebot, was in Berlin vor 3 Jahren schon selbstverständlich war, nämlich eine Bio-Gemüsekiste, die einem nach Hause geliefert wird. Vorzugsweise im Abo, aber da ich häufig am Wochenende nicht in Zürich bin, bekomme ich diese Kiste in unregelmäßigen Abständen. Am Freitag war es wieder soweit, als ich abends nach Hause kam, stand eine Mixkiste mit Salat, Kohlrabi, Blumenkohl, Karotten, Birnen und Bananen vor der Tür. Der Kiste wird auch immer ein Zettel mit Rezepten beigelegt.

Gestern hatte ich Besuch von Freunden und da konnte ich mich dann (auch ohne Herdprämie) am Herd verausgaben. Es gab also Indischen Blumenkohl mit Möhren-Pilaw-Reis und Herbstsalat.

Indischer Blumenkohl

1 mittlerer Blumenkohl
1 EL Senfkörner
2 cm frischer Ingwer
5 Knoblauchzehen
1/2 TL Kurkuma
2 EL Öl
Salz
1/2 TL Garam Masala (meiner Meinung kann man auch mehr ran tun)

Blumenkohl in Röschen zerteilen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Senfkörner darin erhitzen, bis sie springen, den Blumekohl dazugegeben und leicht anbraten. Ingwer reiben, Knoblauch durch die Presse drücken, aus Ingwer und Knoblauch eine Paste herstellen, diese zum Blumenkohl geben und kurz mitdünsten. Kurkuma hinzugeben und mit 200 ml Wasser ablöschen. Etwa 15 min. gar kochen und mit Salz und Garam Masala abschmecken.

Möhren-Pilaw-Reis

2 EL Butterschmalz
1 Tasse (200 ml) Langkornreis
3 Nelken
2 Kardamonkapseln
1 Zimtstange
etwas Safran
3 Karotten, in etwa 1cm breite Scheiben geschnitten
Salz

Das Butterschmalz in einem kleinen Topf heiß werden lassen, den Reis einrühren, die Gewürze und die Karotten dazugeben, mit 2 Tassen Wasser ablöschen, etwas salzen und bei geringer Hitze solange quellen lassen, bis kein Wasser mehr da ist. Sollte der Reis noch zu hart sein, etwas Wasser nachgießen.

Dazu kann man noch jeweils 1 EL Mandelstifte, ganze Pistazien, Cashewkerne und Pinienkerne anrösten und unter den fertigen Reis rühren.

Herbstsalat

gemischte Blattsalate
rote und helle Trauben
3 Birnen
geröstete Walnusskerne
Parmesanspäne
Olivenöl
Walnussöl
Apfelessig
Sherryessig
Honig
Salz und Pfeffer

Naja, hier sollte ziemlich klar sein, wie man das macht, oder? Trauben halbieren, Birnen in schmale Streifen schneiden. Aus Öl, Essig, Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing zubereiten, und dann einfach alles mischen.

War ein wirklich schönes Abendessen, nicht nur wegen des Essens, sondern auch wegen der sehr netten Gäste.

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Ein Gedanke zu „Herdprämie

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