Nein, ich werde nicht nachlässig

Leider funktioniert seit letzter Woche bei mir zuhause das Internet nicht mehr und deshalb konnte ich gestern abend auch keinen Eintrag in meinen Blog machen. Und weil die Liberalisierung des Telefonmarkets mittlerweile auch die Schweiz erfasst hat, ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, wer denn nun Schuld hat, dass mein DSL nicht mehr tut. Vielleicht ist ja einfach nur das Modem kaputt. Oder es liegt an der Leitung der Swisscom. Aber mein Provider ist Sunrise. Die wiederum weigern sich, einen Swisscomtechniker zu bestellen, weil ich noch einen alten Telefonanschluss habe. Für solche Anschlüsse übernimmt aber die Swisscom keine Garantie, dass das DSL funktioniert. Mit anderen Worten, ich muss selbst herausfinden, woran es liegt. Ist vielleicht auch besser so, denn in letzter Zeit hatte ich des öfteren den Eindruck, dass bei verschiedensten Dienstleistungen der Berater weniger Ahnung von dem hatte, was er mir verkaufen möchte, als ich. Am schlimmsten waren die Folgen, als ich meinen Laptop bei Dell bestellt habe. Im Internet konnte man nur zwischen der Tastatur Deutsch/Schweiz und Französisch/Schweiz auswählen. Ich wollte aber gerne eine englische Tastatur. Also bei der Bestell-Hotline angerufen, dort mit einem Menschen gesprochen, der höchstwahrscheinlich irgendwo in Osteuropa in einem Callcenter hockt und dort einen Laptop mit englischer Tastatur bestellt. Jetzt gehe ich ja davon aus, dass dieser Mensch im Callcenter, sollte es verschiedene Versionen einer englischen Tastatur geben (so wie es ja verschiedene Versionen einer deutschen Tastatur gibt), genauer nachfragt, welche Art englischer Tastatur ich denn gerne hätte. Hat er nicht getan. Dafür war er aber ganz eifrig und hat mir noch einen Drucker verkauft (ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, mir einen neuen Drucker zuzulegen und das Angebot war wirklich gut). Als dann der Laptop und der Drucker ankamen, stellte ich fest, dass sich die englische Tastatur doch irgendwie von der Tastatur im Büro unterschied, denn hier im Büro habe ich eine englische/US Tastatur und mein Laptop hat nun eine englisch/UK Tastatur. Als ich dann den Drucker auspackte, enthielt das Packet das Handbuch auf Französisch. Okay, hier ist es üblich, bei Elektrogeräten u.ä. die Bedienungsanleitungen in Deutsch, Französisch und Italienisch beizulegen. Nur waren die anderen beiden Sprachen nicht dabei. Und auch die Treiber für den Drucker und die Software für den Scanner waren auf Französisch. Also habe ich bei Dell angerufen, nach einiger Zeit war es dann auch möglich, mit meinem „Kundenbetreuer“ zu sprechen, er war auch so gnädig, mir Treiber, Software und Handbuch auch Deutsch zuzuschicken („Die kann man sich aber auch im Internet herunterladen“), aber bei der Tastatur blieb er hart, schließlich habe ich das schriftliche Angebot akzeptiert und da stand ja nun, dass die Tastatur englisch/UK sei. Und er könne ja nun auch nicht jede Tastatur kennen, die er verkaufe…
Soviel zu Bestellungen bei Dell übers Telefon.
Als ich dann versuchte, meinen Drucker unter Linux zu installieren, bin ich fast verzweifelt. Okay, ich bin nicht die versierteste, was Linux angeht, also hab ich meinen Linux-Superhelden gefragt, ob er mir helfen könne. Es folgte eine schwere Desillusionierung, denn auch der vermeintliche Superheld konnte den Drucker nicht dazu überreden, mit dem Computer zu kommunizieren. Nach einiger Suche in einschlägigen Internetforen habe ich nun herausgefunden, warum der Drucker so unschlagbar billig war: Er hat keinen eigenen Prozessor und die Software, die die Kommunikation zwischen Drucker und Computer sicherstellt ist proprietär. Und es exsistieren dementsprechend nur Treiber für Windoof-Rechner. Jetzt habe ich also einen tollen unschlagbar billigen Drucker, und jedesmal, wenn ich was ausdrucken will, muss ich das Dokument mit einem USB-Stick von meinem Linux-System auf mein Windoof-System übertragen (in die andere Richtung brauche ich natürlich keinen USB-Stick, denn ich kann alle Daten, die unter Windoof abgelegt sind, auch unter Linux lesen…) und dann kann ich unter Zuhilfenahme eines Französisch-Wörterbuches die Sachen ausdrucken.
Fazit: Das war der erste und letzte Einkauf bei Dell…

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