Ein Wochenende am Busen der Natur, mit Mönchen und Jungfrauen

Am Wochenende war ich mal wieder in den Schweizer Alpen unterwegs. Nachdem ich ja vor zwei Wochen durch den Schweizer Nationalpark gewandert bin, war dieses Wochenende das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn dran. Den Großen Aletschgletscher (längster Gletscher der Alpen), der im Eiger-Mönch-Jungfrau-Gebiet entspringt und nach Süden ins Wallis fließt, habe ich schon vor 2 Jahren besichtigt. Das faszinierende an den Alpen ist, dass aufgrund der unterschiedlichen Gesteinsformen und unterschiedlicher klimatischer Bedingungen (Nord- oder Südseite, das Engadin mit ganz speziellem Mikroklima,…) es auf kleinstem Raum unglaublich viele unterschiedliche Erscheinungsformen alpiner Landschaften gibt. Und trotzdem hat es mich doch irgendwie überrascht, dass es auf der anderen Seite der Jungfrau im hinteren Lauterbrunnental so anders aussah als rund um den Aletschgletscher.
Ausgangspunkt der zweitägigen Wanderung war Gimmelwald, ein autofreies Dörfchen oberhalb von Stechelberg, was nur mit der Luftseilbahn erreichbar ist. Von dort ging es zuerst ein Stück ins Sefinental, bevor es dann sehr sehr steil bergauf durch den wunderschönen Busewald zum Busengrat ging.
Der Blick ins Lauterbrunnental, auf unzählige Gletscher und Wasserfälle ist wirklich atemberaubend schön. Aber noch schöner ist der Blick vom Tanzbödeli aus.


Danach war dann ein kurzer aber sehr hübscher Abstieg zum Berghotel Obersteinberg angesagt, wo wir die Nacht verbrachten.

Am nächsten Tag ging es dann weiter das hintere Lauterbrunnental hinauf zum Oberhornsee und auf der anderen Talseite wieder hinunter Richtung Stechelberg. Wir kamen zu einem Wegweiser, wo es die Wahl zwischen einem Weg nach Stechelberg in 3 Stunden oder in 3 Stunden 20 Minuten gab. Wir entschieden uns für den längeren Weg. und obwohl wir uns schon auf dem Abstieg wähnten, ging es plötzlich wieder streng bergauf. Als es dann auch noch heftig zu regnen und zu hageln anfing, war ich kurzzeitig gefährdet quatschig zu werden. Glücklicherweise hörte der Regen aber irgendwann wieder auf und wir hatten plötzlich eine Wahnsinnsaussicht auf 4 (oder 5?) Gletscher. Da war der Regen und die Anstregung schnell vergessen. Danach ging es dann aber wirklich an den Abstieg, der recht lang und steil war, aber trotzdem dank sehr netter Begleitung sehr lustig war. Ärgerlich war nur, dass wir in Trachsellauenen mit einem gemeinen Trick in ein Berggasthaus gelockt wurden, wo es Zwetschgenkuchen mit Rahm geben sollte. Der war aber just in dem Moment ausverkauft, als wir welchen bestellen wollten.

Aufgrund des unbeständigen Wetters habe ich am Sonntag leider keine Photos gemacht, da ich das ständige Rauskramen der Kamera aus den (trockenen) Tiefen des Rucksacks irgendwie lästig finde. Aber bei der Durchsicht der Photos von Samstag musste ich auch feststellen, dass ich schon bessere Photos gemacht habe…

Für sachdienliche Hinweise, wo man in der Schweiz, außer im ICE aus Hamburg, Bionade kaufen kann, gibts eine Flasche dieses Getränkes.

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